Sommerpause: Aus für Nowitzki und Mavs in NBA-Playoffs

Dirk Nowitzki ist mit den Dallas Mavericks in den Playoffs gescheitert. Foto: Larry W. Smith
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Dirk Nowitzki ist mit den Dallas Mavericks in den Playoffs gescheitert. Foto: Larry W. Smith
Dirk Nowitzki schaut machtlos im Hintergrund zu wie Dwight Howard (M) für die Rockets punktet. Foto: David J. Phillip/Pool
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Dirk Nowitzki schaut machtlos im Hintergrund zu wie Dwight Howard (M) für die Rockets punktet. Foto: David J. Phillip/Pool
Dirk Nowitzki (r) verteidigt am Korb gegen Houstons Josh Smith. Foto: Larry W. Smith
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Dirk Nowitzki (r) verteidigt am Korb gegen Houstons Josh Smith. Foto: Larry W. Smith
Mavs-Spieler Al-Farouq Aminu (l) fällt bei einem Zweikampf mit Ballverlust über Gegenspieler James Harden. Foto: Larry W. Smith
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Mavs-Spieler Al-Farouq Aminu (l) fällt bei einem Zweikampf mit Ballverlust über Gegenspieler James Harden. Foto: Larry W. Smith
James Harden von den Houston Rockets feiert einen Treffer. Foto: Larry W. Smith
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James Harden von den Houston Rockets feiert einen Treffer. Foto: Larry W. Smith
Die San Antonio Spurs konnten in den Playoffs in der Serie Best-of-seven mit 3:2 in Führung gehen. Foto: Paul Buck
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Die San Antonio Spurs konnten in den Playoffs in der Serie Best-of-seven mit 3:2 in Führung gehen. Foto: Paul Buck

Dieses Gefühl kennen Dirk Nowitzki und Co. bereits. Wenn es in der NBA richtig ernst wird, sind sie nicht mehr dabei. Seit dem Titel 2011 haben die Mavs keine Playoff-Serie mehr gewonnen. Für den deutschen Basketball kann sich das als Glücksfall erweisen.

Houston (dpa) - Dirk Nowitzki trug das erneute frühe Playoff-Scheitern mit Fassung. Bereits in den Schlusssekunden erhob sich der 36-Jährige als Erster von der Bank seiner Dallas Mavericks und gratulierte den Houston Rockets.

Nach dem 94:103 geht es für Nowitzki & Co. auch im vierten Jahr nach dem NBA-Titelgewinn viel früher als gewünscht in die Sommerpause. "Es ist natürlich enttäuschend, aber wir haben alles gegeben. Wir sind einfach auf eine Mannschaft getroffen, die besser war", sagte Nowitzki nach der entscheidenden Niederlage beim 1:4 in der ersten Runde. Gegen den Texas-Rivalen war Deutschlands Basketball-Superstar mit den Mavs über die gesamte Best-of-Seven-Serie weitgehend chancenlos.

Für die Mavs und den ehrgeizigen Besitzer Mark Cuban bedeutet das insgesamt siebte Erstrunden-Aus der Club-Geschichte den nächsten Tiefschlag, für den Deutschen Basketball Bund könnte das frühzeitige Scheitern ein Segen sein. Schließlich steigt dadurch die Chance deutlich, dass Nowitzki im September bei der EM mit der Vorrunde in Berlin sein Comeback im Nationalteam gibt. Letztmals hatte er 2011 bei der EM in Litauen das Deutschland-Trikot getragen.

Der Würzburger hat sein Mitwirken bislang immer in Aussicht gestellt, eine definitive Zusage aber vom Verlauf der NBA-Saison abhängig gemacht. Wären die Mavs in der K.o.-Runde weit gekommen, hätte das Nowitzki danach kaum Zeit zur Regeneration gegeben. So aber bleiben mehr als vier Monate bis zum EM-Auftakt gegen Island am 5. September.

Der Verband will sein Aushängeschild nicht unter Druck setzen. "Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Nach so einem Ausscheiden braucht man erst einmal ein paar Tage, um den Frust zu verarbeiten", sagte Bundestrainer Chris Fleming. Danach werde man in aller Ruhe gemeinsam mit Nowitzki eine Entscheidung treffen, erklärte DBB-Generalsekretär Wolfgang Brenscheidt.

Dass es für Nowitzki und Co. wieder einmal eine extrem lange Sommerpause werden würde, hatte sich bereits im Laufe der sehr holprigen Saison abgezeichnet. Immer wieder wurden die Texaner von Verletzungen zurückgeworfen. Zudem schaffte es Coach Rick Carlisle nie, eine geschworene Gemeinschaft aus einem Team zu formen.

Vor allem der mit großen Hoffnungen nachverpflichtete Point Guard Rajon Rondo entpuppte sich als riesiges Missverständnis und wurde von Carlisle während der Achtelfinal-Serie gegen Houston ausgebootet. "Manchmal klappt ein Deal, manchmal ist es ein Glücksspiel und manchmal geht es schief", kommentierte Nowitzki den missglückten Transfer des Aufbauspielers.

Aber auch Nowitzki konnte seine Mannschaft anders als in der Vergangenheit dieses Mal nicht entscheidend zum Erfolg tragen. Zwar kam er im letzten Spiel auf 22 Punkte und 14 Rebounds, traf aber erneut nur schwache acht seiner 23 Versuche aus dem Feld und verfehlte alle sechs Dreipunktversuche. "Nowitzki, Held so vieler Playoffspiele in seiner historischen Karriere, hätte den Korb in der ersten Halbzeit nichtmal mit einem GPS gefunden", kommentierte die Tageszeitung "Dallas Morning News" ungewohnt bissig.

Dallas Morning News

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