Das Finale um den Toursieg vor der Schaufahrt nach Paris

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Für Chris Froome war die 19. Etappe eine schmerzvolle. Foto: Yoan Valat

Das wird noch einmal spannend. Bevor es zum Defilee auf zwei Rädern auf die Champs-Élysées geht, ist das Feld der Tour de France in den Alpen bis aufs Äußerste gefordert. Auch Spitzenreiter Chris Froome.

Morzine-Avoriaz (dpa) - Chris Froome weiß eines ganz genau. "Die Tour ist nicht vorüber, ehe wir die Ziellinie in Paris überfahren haben." An diesem Samstag muss der Führende der Tour de France aber zumindest zum letzten Mal mit Angriffen seiner eigentlich schon abgeschlagenen Rivalen rechnen.

Am Sonntag herrscht der traditionelle Nichtangriffspakt auf den Träger des Gelben Trikots. Vorher wartet auf Froome und das Feld der Radprofis aber die letzte Alpenetappe.

DIE RAHMENDATEN: 20. Etappe. Distanz: 146,5 Kilometer. Start in Megève, Ziel in Morzine-Avoriaz. Vier heftige Anstiege.

DIE ANSTIEGE: Bei Kilometer 21 geht es auf den Col des Aravis, 1487 Meter hoch, 6,7 Kilometer bergauf bei 7 Prozent Steigung. Ausruhen ist nicht lange. Bei Kilometer 45,5 wartet der 1618 Meter hohe Col de la Colombière - 11,7-Kilometer-Anstieg mit 5,8 Prozent Steigung. Ab Kilometer 93,5 beginnt der 13,9 Kilometer lange Aufstieg auf den Col de la Ramaz, 1619 Meter hoch. Durchschnittliche Steigung 7,1 Prozent. Und zum Schluss noch ein Berg der höchsten Kategorie: 11,6 Kilometer, 8,5 Prozent Steigung, der Col de Joux Plane mit dem Gipfel in 1691 Metern wartet. Dabei müssen die Fahrer Passagen mit bis zu 11,5 Prozent Steigung überwinden.

DIE WETTERVORHERSAGE: Wer den Berg hochkommt, muss ihn meist auch runterfahren. Und das Abfahrten noch größere Gefahren in sich bergen, wenn es regnet, erlebte auch Froome am Freitag. Er überstand seinen Sturz relativ glimpflich. Der 31 Jahre alte Brite muss sich aber auch bei den rasanten Fahrten von den Gipfeln der vorletzten Etappe womöglich auf Regen einstellen. Für die Gegend sind Gewitterschauer vorhergesagt. Vorsicht: Rutschgefahr.

DIE AUSGANGSLAGE: Froome hat trotz seines Sturzes weiter einen immensen Vorsprung. Einzig auf den Kolumbianer Nairo Quintana büßte er ein paar Sekunden ein. Wenn nichts Außergewöhnliches passiert, entscheidet sich also lediglich der spannende Kampf um die weiteren Podestplätze auf dem Weg von Megève nach Morzine-Avoriaz. Zweiter ist nach seinem Sieg am Freitag der Franzose Romain Bardet mit 4:11 Minuten Rückstand auf Froome. Quintana ist Dritter mit 4:27 Minuten mehr als Froome. Dahinter folgen Adam Yates (+4:46), Richie Porte (+5:17), Fabio Aru (+6:00) und Alejandro Valverde (+6:20).

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