Fowler Nachfolger von Kaymer bei Players Championship

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Rickie Fowler gewann bei der ruhmreichen Players Championship. Foto: Erik S. Lesser

Rickie Fowler feiert bei der Players Championship den größten Erfolg seiner Golf-Karriere. Für Titelverteidiger Martin Kaymer reicht es in Ponte Vedra Beach nur zum 56. Rang. Zum Trost reist der Fußball-Fan zur Champions League nach München: FC Bayern gegen Barcelona.

Ponte Vedra Beach (dpa) - Rickie Fowler hat mit einem grandiosen Birdie auf dem legendären Inselgrün des TPC Sawgrass die Nachfolge vom Martin Kaymer bei der Players Championship angetreten.

Der entthronte Titelverteidiger aus Mettmann bekam den siegbringenden Putt des jungen Amerikaners in Ponte Vedra Beach gar nicht mehr live mit. Kaymer war nach seiner enttäuschenden Schlussrunde bereits auf dem Weg von Florida nach München.

Der Rheinländer, der aufgrund von sechs Schlägen Rückstand vor dem letzten Tag nur noch theoretische Siegchancen hatte, fiel durch eine 76 auf Platz 56 zurück. Auf Fowler hatte Kaymer am Ende zwölf Schläge Rückstand. Alex Cejka landete mit einem Gesamtergebnis von 299 Schlägen auf dem 74. Rang.

"Ich habe mir wenig Chancen erarbeitet. Am dritten Loch habe ich etwas Pech gehabt und einen Doppel-Bogey gemacht. Wenn du so einen am Anfang reinkriegst, obwohl du aufholen musst, ist das bitter", sagte Kaymer der Deutschen Presse-Agentur. Vor einem Jahr hatte er das inoffizielle fünfte Major noch gewonnen, eine hochwertige Kristall-Vase für den Sieg sowie den größten Check seiner Karriere (1,8 Millionen Dollar) im Gepäck. "Diesmal nehme ich keine Vase mit und einen kleinen Scheck", meinte der 30-Jährige.

Fowler sprach derweil von einem "großartigen Nachmittag", "einem besonderen Sieg" und davon, dass er sich "daran garantiert noch lange zurückerinnern" werde. Zusammen mit seinem Landsmann Kevin Kisner und dem Spanier Sergio Garcia hatte der 26-Jährige nach 72 Bahnen ein Gesamtergebnis von 276 Schlägen. Ein Stechen musste die Entscheidung bringen.

Die erste Playoff-Runde über drei Löcher beendeten Fowler und Kisner mit einem Birdie, während Garcia mit Par ausschied. Als Fowler anschließend im Sudden Death auf der berühmten 17. Bahn des TPC Sawgrass den Ball mit zwei Schlägen einlochte, durfte er auf dem Inselgrün seinen größten Erfolg bejubeln.

Kaymers neuralgischer Punkt war vor allem das Schlussloch. Von Freitag bis Sonntag setzte er auf der Par-4-Bahn jeweils seinen Abschlag ins linke Wasserhindernis. So kassierte er an allen drei Tagen einen Doppel-Bogey und verlor sechs Schläge. Doch Kaymer nahm auch Positives mit. Die Trainingseinheiten mit Coach Günter Kessler hätten sich bezahlt gemacht, betonte der Profi aus Mettmann. "Die Ergebnisse habe ich hier gesehen, mich um die Grüns herum extrem verbessert", meinte er.

Nun steht für ihn der Fußball im Vordergrund. Am Dienstag ist Kaymer beim Halbfinal-Rückspiel der Champions-League zwischen Bayern München und dem FC Barcelona im Stadion. "Bayern hat sich zwar im Hinspiel schwer getan, aber vielleicht passiert ja ein kleines Wunder in München."

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