zweite Runde der French Open

Görges und Petkovic in Runde drei - Kohlschreiber scheitert

Julia Görges, French Open
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Julia Görges steht in der dritten Runde der French Open in Paris.

Paris - Julia Görges steht bei den French Open der Tennisprofis in der dritten Runde.

Fed-Cup-Spielerin Julia Görges hat bei den French Open in Paris für eine große Überraschung gesorgt und steht als vierte Deutsche in der Runde der besten 32. Die Weltranglisten-72. aus Bad Oldesloe bezwang die an Position fünf gesetzte Dänin Caroline Wozniacki 6:4, 7:6 (7:4). Bei einem Sieg am Samstag gegen Irina Falconi aus den USA stünde Görges beim Sandplatz-Höhepunkt erstmals in ihrer Karriere im Achtelfinale.

„Eine Spielerin wie Caroline bei einem Grand Slam zu schlagen, ist etwas ganz Besonderes“, sagte Görges nach dem Match auf dem Court Philippe Chatrier, dem größten Platz der Anlage am Bois de Boulogne: „Dieser Sieg heute bedeutet mir sehr viel.“

Görges (26) gelang im achten Duell mit der zwei Jahre jüngeren Wozniacki ihr vierter Sieg, bereits bei ihrem bislang größten Titelgewinn, 2011 in Stuttgart, bezwang sie die ehemalige Weltranglistenerste. Wozniacki ist nach Simona Halep (Rumänien/Nr. 3) und Eugenie Bouchard (Kanada/Nr. 6) die dritte Top-10-Spielerin, die frühzeitig aus dem Turnier flog.

Petkovic beißt sich durch, Witthöft scheidet aus

Auch Deutschlands beste Tennisspielerin Andrea Petkovic hat sich bei den French Open in die dritte Runde gekämpft. Die am Oberschenkel verletzte Darmstädterin bezwang die Spanierin Lourdes Dominguez Lino nach 2:20 Stunden Spielzeit mit 4:6, 6:4, 6:4. Dabei sah es lange nicht nach einem Erfolg aus: Nach dem Verlust des ersten Satzes ließ sie den Frust an ihrem Schläger aus und kassierte dafür eine Verwarnung. Zu Beginn des zweiten Durchgangs ließ sie die Physiotherapeutin kommen und sich einen Druckverband am lädierten Oberschenkel anlegen.

In der dritten Runde trifft Petkovic am Samstag auf die Italienerin Sara Errani, die sich gegen Carina Witthöft aus Hamburg mit 6:3, 4:6, 6:2 durchsetzte. Witthöft hielt gegen die French-Open-Finalistin von 2012 in Paris zwar gut mit, in den entscheidenden Momenten konnte die deutsche Tennis-Nachwuchshoffnung ihre Chancen aber nicht nutzen. Nach 1:54 Stunden verwandelte Errani ihren ersten Matchball.  

Auch Anna-Lena Friedsam schied in der zweiten Runde aus. Die Nummer 105 der Welt schnupperte gegen die Weltranglisten-Erste Serena Williams aber an einer Überraschung. Beim 7:5, 3:6, 3:6 verlangte die 21-Jährige der großen Turnierfavoritin alles ab.

Kohlschreiber scheidet aus

Vor Görges hatten bereits Angelique Kerber (Kiel/Nr. 11), Sabine Lisicki (Berlin/Nr. 20) und Annika Beck (Bonn) den Sprung unter die besten 32 Spielerinnen geschafft. Fünf deutsche Tennis-Damen in der dritten Runde von Paris gab es zum letzten Mal vor 21 Jahren, damals unter anderem mit Steffi Graf, Anke Huber und der heutigen Bundestrainerin Barbara Rittner.

Philipp Kohlschreiber ist bei den French Open in der zweiten Runde ausgeschieden. Die deutsche Nummer eins musste sich am Donnerstag dem Spanier Pablo Andujar mit 1:6, 6:7 (5:7), 6:3, 6:3, 4:6 geschlagen geben. Die Partie war am Mittwochabend wegen Dunkelheit beim Stand von 4:2 für Kohlschreiber im fünften Satz abgebrochen worden. Bei der Fortsetzung gelang dem Augsburger dann kein Spielgewinn mehr.

Damit sind beim zweiten Grand-Slam der Tennis-Saison keine Deutschen in der Herren-Konkurrenz mehr vertreten. Benjamin Becker hatte am Mittwoch zwar die dritte Runde erreicht, musste seine für Freitag geplante Partie gegen den Japaner Kei Nishikori aber wegen einer Schulterverletzung absagen.

SID/dpa

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