Spielbericht

Gegentor in letzter Sekunde: Bayer verspielt Sieg in Monaco

Stefan Kießling, Hakan Calhanoglu und Charles Aranguiz (l-r) ärgern sich über den verpassten Sieg. Foto: Federico Gambarini
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Stefan Kießling, Hakan Calhanoglu und Charles Aranguiz (l-r) ärgern sich über den verpassten Sieg. Foto: Federico Gambarini
Kamil Glik (2.v.r.) erzielte den späten Ausgleich für Monaco. Foto: Sebastien Nogier
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Kamil Glik (2.v.r.) erzielte den späten Ausgleich für Monaco. Foto: Sebastien Nogier
Calhanoglu (M.) kontrolliert den Ball auch im Fallen. Foto: Federico Gambarini
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Calhanoglu (M.) kontrolliert den Ball auch im Fallen. Foto: Federico Gambarini
Bei Leverkusen saß Angreifer Joel Pohjanpalo zunächst nur auf der Bank. Foto: Sebastien Nogier
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Bei Leverkusen saß Angreifer Joel Pohjanpalo zunächst nur auf der Bank. Foto: Sebastien Nogier
Javier "Chicharito" Hernandez (M.) erzielte im Stade Louis II die Leverkusener Führung. Foto: Federico Gambarini
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Javier "Chicharito" Hernandez (M.) erzielte im Stade Louis II die Leverkusener Führung. Foto: Federico Gambarini
Einige Fans von Bayer Leverkusen waren an die Côte d&#39Azur mitgereist. Foto: Federico Gambarini
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Einige Fans von Bayer Leverkusen waren an die Côte d'Azur mitgereist. Foto: Federico Gambarini
Nationalspieler Julian Brandt (l) im Laufduell mit Jemerson. Foto: Sebastien Nogier
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Nationalspieler Julian Brandt (l) im Laufduell mit Jemerson. Foto: Sebastien Nogier
Bayer-Star Chicharito (r) hängt Tiemoue Bakayoko ab. Foto: Guillaume Horcajuelo
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Bayer-Star Chicharito (r) hängt Tiemoue Bakayoko ab. Foto: Guillaume Horcajuelo

Bayer Leverkusen hatte schon auf den ersten Sieg in der Königsklasse gehofft - doch fast mit dem Schlusspfiff folgte in Monaco noch ein Schockerlebnis. Nicht nur der Kapitän war enttäuscht.

Monaco (dpa) - Ein bitteres Gegentor in letzter Sekunde hat Bayer Leverkusen den ersten Sieg in der Champions League noch gekostet. Mit einem Volleyschuss rettete Kamil Glik der AS Monaco beim 1:1 (0:0) einen Punkt.

Chicharito hatte die Werkself mit einem feinen Kopfballtreffer nach 74 Minuten in Führung gebracht und sein Team auf den Premierenerfolg in der Gruppenphase der Königsklasse hoffen lassen. "Wir haben uns mehr erhofft und mehr erwartet", konstatierte Kapitän Lars Bender hinterher enttäuscht.

Fast bis zur letzten Viertelstunde war in einem mäßigen Spiel ohne großes Offensivfeuerwerk noch vieles auf ein torloses Remis hinausgelaufen. Nächster Gegner der Mannschaft von Trainer Roger Schmidt ist in drei Wochen der englische Topclub Tottenham Hotspur.

Hinten halbwegs stabil, offensiv weitgehend harmlos - im erst fünften Aufeinandertreffen der beiden Kontrahenten auf internationaler Ebene lief alles schnell auf ein Spiel mit wenigen Chancen hinaus. Beide Teams konzentrierten sich in erster Linie aufs Verteidigen - und agierten in der Offensive ohne große Ideen, ohne viel Esprit.

So richtig änderte sich das vor rund 9000 Zuschauern erst mit Joker Admir Mehmedi, der nach seiner Einwechselung sogleich Chicharitos Tor in eleganter Manier vorbereitete. Doch in der Nachspielzeit schaffte Glik noch den Ausgleich. "Wir haben ein gutes Spiel gemacht, uns reingehauen in jeden Ball", sagte Bender und stellte mit Blick auf das Gegentor fest: "Er kommt relativ frei an der Sechzehnerlinie zum Schuss, das darf uns in der 94. Minute nicht passieren."

Einfacher wird es nicht: Schon am Samstag wartet in Borussia Dortmund ein noch hochklassigerer Gegner auf Schmidts Team, das in der Fußball-Bundesliga zurzeit nur auf Platz zehn steht. Eine Niederlage gegen den BVB würde die Leverkusener noch deutlicher von der Spitzengruppe trennen.

Vielleicht war es auch die Vergangenheit, die den Bayer-Profis in Monaco als Warnung vor zu viel Offensive diente. Zweimal hatte die Werkself schon in der Champions League im Fürstentum gespielt - und beide Male verloren. 1997 gab es eine klare 0:4-Klatsche, vor zwei Jahren ein 0:1. Auch die beiden Heimspiele liefen nicht optimal - ein Sieg gegen den französischen Ex-Meister gelang bis dato noch nie.

Die defensive Ausrichtung machte sich zumindest insofern bezahlt, als dass auch die Monegassen in Halbzeit eins mit wenigen Ausnahmen vorne kaum etwas ausrichten konnten. Nur einmal musste Keeper Bernd Leno einschreiten, als Valere Germain von Bernardo Silva stark bedient wurde (32. Minute). Die beste Gelegenheit der Gastgeber vergab allerdings Thomas Lemar eine Minute vor der Pause, als er aus 16 Metern zum Abschluss kam, aber knapp rechts am Tor vorbei zielte.

Auf der anderen Seite konnte sich die Bayer-Offensivabteilung ohne den langzeitverletzten Karim Bellarabi bis zum Pausenpfiff gar nur einmal in Szene setzen. Chicharito fand sich nach Vorarbeit von Kevin Volland, der zunächst den Vorzug vor Mehmedi erhalten hatte, auf der halblinken Seite in aussichtsreicher Position wieder - scheiterte jedoch an Monacos Torwart Danijel Subasic (45.+1).

Nach Wiederanpfiff brauchten Schmidts Profis früh Glück, um nicht in Rückstand zu geraten. Ein abgefälschter Schuss von Bernardo Silva aus kurzer Distanz schrammte nur knapp am Bayer-Tor vorbei. Ansonsten blieb alles wie gehabt, auch wenn die Leverkusener etwas mutiger wurden: viel Geplänkel, kaum Chancen, und das auf beiden Seiten.

Die Einwechslung von Ex-Nationalspieler Stefan Kießling nach etwas mehr als einer Stunde sorgte kaum für neuen Offensivschwung, die von Mehmedi dafür umso mehr: Mit einem schönen Heber auf Chicharito leitete der Schweizer Nationalspieler den einzigen Bayer-Treffer ein, ehe Glik die Hoffnung auf drei Punkte zerstörte.

Daten und Fakten zum Spiel auf der UEFA-Homepage

Website AS Monaco

Website Bayer Leverkusen

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