Tennisturnier

Görges in Nürnberg im Viertelfinale - Lisicki und Siegemund draußen

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Julia Görges hat sich als einzige Deutsche am Mittwoch beim Tennisturnier in Stuttgart das Ticket für das Viertelfinale gesichert.

Nürnberg - Für Sabine Lisicki und Laura Siegemund ist in Nürnberg im Achtelfinale Schluss. Julia Görges erreicht hingegen cool das Viertelfinale beim fränkischen Tennisturnier.

Nach dem bitteren Aus von Sabine Lisicki und Laura Siegemund kämpft ein deutsches Trio um Julia Görges beim Tennisturnier von Nürnberg um den Einzug ins Halbfinale. Die mit Problemen am rechten Oberschenkel kämpfende Mitfavoritin Siegemund unterlag erst nach großem Kampf der Kolumbianerin Mariana Duque-Mariño mit 6:7 (6:8), 6:3, 1:6. Nach einem zerfahrenen Auftritt hatte sich zuvor schon Lisicki im Achtelfinale verabschiedet. Die 26-Jährige leistete sich Fehler über Fehler und schied gegen Varvara Lepchenko aus den USA mit 2:6, 6:7 (5:7).

Görges sicherte sich als einzige Deutsche am Mittwoch das Ticket für das Viertelfinale. Nach einer konzentrierten Vorstellung setzte sich die 27-Jährige aus Bad Oldesloe mit 6:4, 6:2 gegen Julia Putinzewa aus Kasachstan durch und trifft nun auf dem Weg ins Halbfinale auf Lesia Tsurenko aus der Ukraine. In Abwesenheit der angeschlagenen Angelique Kerber bestreiten Friedsam und Beck ein rein deutsches Viertelfinale.

Die Nummer 39 der Welt Siegemund bot einen packenden Kampf gegen ihre Kontrahentin, die sich zwischenzeitlich am Rücken behandeln musste. Erst im letzten Satz schwanden der Metzingerin dann die Kräfte.

Görges hatte mit der gebürtigen Russin anfangs ordentlich Mühe, ließ aber nie locker und kämpfte sich nach einem verschlafenen Start zurück. Im zweiten Durchgang setzte sich die am linken Knie getapte deutsche Fed-Cup-Spielerin dank ihrer Routine souverän durch und verwandelte ihren dritten Matchball. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Spiel, das ich abgeliefert habe“, resümierte Görges. Es sei zwar anfangs schwer gewesen, den Rhythmus zu finden, „speziell in engen Situationen“ habe sie jedoch gut serviert.

Lisicki muss hingegen um den Anschluss kämpfen. „Es ist ein langer Weg zurück, aber ich bin bereit ihn zu gehen und mich mit ganz kleinen Schrittchen zurückzukämpfen“, kündigte Lisicki an, die Ende des vergangenen Jahres an einer Knieverletzung gelitten hatte und mit erheblichen Formschwankungen zu kämpfen hat. „Ich bin im Moment nicht in der Lage das beste Tennis abzurufen, ich arbeite aber daran. Es war phasenweise da, dann wieder nicht.“

Die Weltranglisten-50. Lisicki haderte wenige Tage vor Beginn der French Open immer wieder mit sich selbst. Von Präzision war in ihrem Spiel so gut wie nichts zu erkennen. Erst im zweiten Satz, als sich die Berlinerin und Lepchenko ein Break-Festival lieferten, konnte Lisicki Gegenwehr bieten - viel zu spät.

Lisicki kam schon nicht richtig in die Partie. Früh musste sie erstmals ihren Aufschlag abgeben und fand gegen die starke Vorhand der gebürtigen Usbekin einfach keine Mittel. Inkonstant, fahrig - nach 30 Minuten war der erste Durchgang mit 2:6 verloren.

Und auch im zweiten Satz lief erstmal nichts nach Lisickis Plan. Mit zunehmender Dauer trat die frühere Wimbledon-Finalistin aber zumindest ein wenig stabiler auf. Im Tiebreak erwies sich Lepchenko schließlich als die nervenstärkere und beständigere Athletin.

Für Vorjahresfinalistin Roberta Vinci war ebenfalls im Achtelfinale des Nürnberger Versicherungscups Schluss. Die 33-jährige Italienerin musste sich der niederländischen Qualifikantin Kiki Bertens mit 4:6, 6:7 (4:7) geschlagen geben.

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dpa

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