Deutsches Finale geplatzt

Haas und Struff in München raus geflogen

Tommy Haas
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Tommy Haas ist im Halbfinale in München ausgeschieden.

München - Aus einem deutschen Endspiel wie im Vorjahr wird beim ATP-Turnier von München nichts. Sowohl Tommy Haas als auch Qualifikant Jan-Lennard Struff verloren ihre Halbfinal-Partien.

Der Traum von einem erneuten deutschen Tennis-Finale in München ist geplatzt. Sowohl Routinier Tommy Haas als auch Qualifikant Jan-Lennard Struff schieden am Samstag im Halbfinale beim ATP-Turnier in der bayrischen Landeshauptstadt aus. Titelverteidiger Haas verlor 3:6, 2:6 gegen den slowakischen Qualifikanten Martin Klizan, der 24 Jahre alte Warsteiner Struff unterlag danach dem topgesetzten Italiener Fabio Fognini 3:6, 1:6.

Damit verpasste Haas, der sich in seinem dritten Turnierspiel nach sechswöchiger Verletzungspause immer wieder an die verletzte rechte Schulter fasste, seinen dritten Finaleinzug in München. „Das war ein bitterer Tag heute. Es waren die schlimmsten Bedingungen, die man haben konnte. Das war nicht einfach zu akzeptieren. Wer weiß, vielleicht war es das letzte Match in München. So möchte man das nicht beenden“, sagte Haas.

Bei kühlen Temperaturen am Aumeisterweg begann das Spiel denkbar schlecht für Haas. Gleich sein erstes Aufschlagsspiel gab der 36-Jährige zum 0:1 ab. Nach einem weiteren Break des Slowaken war der erste Durchgang kaum mehr zu retten. Zwar gelang Haas noch das Rebreak, doch postwendend sicherte sich Klizan nach nur 34 Minuten den Satzgewinn. Auch im zweiten Durchgang lief es kaum besser. Klizan schaffte zwei weitere Breaks und sicherte sich schließlich nach nur 1:03 Stunden den Sieg.

„Im Moment bin ich nicht so glücklich, das sieht man ja auch“, sagte Haas. „Aber vor zwei bis drei Wochen wusste ich gar nicht, ob ich spielen kann, und vielleicht bin dann morgen nicht mehr so enttäuscht.“ Weiter geht es für Haas nun beim Masters in Madrid.

Struff blieb in seinem Match gegen die Nummer eins der Setzliste danach ebenfalls chancenlos. Nach dem 3:6 im ersten Satz lag er im zweiten Durchgang gegen den starken Grundlinienspieler Fognini dann sogar schnell 0:5 hinten. Zwar gelang dem Deutschen noch die Ehrenrettung mit einem Spielgewinn, aber nach 1:02 Stunden Spielzeit nutzte der Favorit seinen ersten Matchball zum Sieg.

„Er hat gespielt wie eine Wand. Er war an jedem Schlag dran und hat mich gezwungen, sehr viel Risiko zu gehen“, sagte ein ernüchterter Struff nach dem Match. „Er hat so viele Bälle bekommen. Er war einfach eine Nummer zu groß für mich heute.“

Fognini, der ohne Satzverlust ins Endspiel einzog, wirkte unmittelbar nach dem Spiel entspannt und locker: „Ich habe das gemacht, was ich machen musste, habe alles befolgt, was mein Coach gesagt hat“, sagte der 26 Jahre alte Italiener, für den Deutschland ein gutes Pflaster ist - im vergangenen Jahr hatte er die Sandplatzturniere von Hamburg und Stuttgart gewonnen. Fognini fand dann auch noch Zeit, seinen Gegner etwas aufzubauen: „Ich weiß nicht, ob das sein erstes Halbfinale war, aber er hat das gut gemacht.“ Am Sonntag strebt Fognini gegen Klizan seinen zweiten Saisontitel an.

dpa

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