Mehrkampf bei der Turn-WM

Hambüchens Aufholjagd endet auf Rang acht

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Fabian Hambüchen hat wenigstens sein Minimalziel erreicht.

Nanning - Die Aufholjagd wurde nicht belohnt: Ein Jahr nach WM-Bronze in Antwerpen ist Fabian Hambüchen bei den Welttitelkämpfen in Nanning an Edelmetall vorbeigeturnt.

Zwar verbesserte er sich von Gerät zu Gerät, doch zu mehr als Rang acht (88,564) reichte es für den Wetzlarer am Ende diesmal nicht.

Mit schier unfassbarer Präzision und Überlegenheit holte sich Kohei Uchimura seinen fünften Mehrkampf-Titel in Serie. Der Olympiasieger turnte selbst in diesem Weltklassefeld in einer eigenen Liga und siegte mit 91,965 Punkten vor dem Briten Max Whitlock (90,473) sowie seinem Landsmann Yusuke Tanaka (90,449).

Die letzte Chance Hambüchens, noch in den Medaillenkampf einzugreifen, war schon vor dem letzten Durchgang vertan. Am Reck kam der 26-Jährige trotz exakter Ausführung nur auf einen Schwierigkeitswert von 7,0 Punkten, vier Zehntel weniger als ein kalkuliert.

Dennoch erreichte der ehemalige Reck-Weltmeister sein Minimalziel: Hambüchen ist dank seiner Platzierung für alle Turniere der kommenden Weltcupserie, dabei eingeschlossen ist auch der DTB-Pokal Ende November in Stuttgart.

Im Schatten des Olympia-Zweiten am Reck lieferte Andreas Toba einen deutlichen besseren Mehrkampf als in der Qualifikation ab. Vor 9200 Zuschauern im ausverkauften Guangxi Sports Center durfte der Hannoveraner mit Rang 16 (86,264) mehr als zufrieden sein.

Letzter nach dem ersten Gerät

Hambüchen musste erwartungsgemäß versuchen, das Feld von hinten aufzurollen Aufholjagd starten. Obwohl er an seinen Problemgerät Pauschenpferd ohne größeren Patzer blieb, lag er wegen des niedrigen Schwierigkeitsgrads seiner Übung nach dem ersten Durchgang nur auf dem 24. und letzten Platz. Dennoch ballte der Hesse nach seinem Abgang erleichtert die Faust.

Auch an den Ringen gab sich der 35-malige deutsche Meister keine Blöße. Im Zwischenklassement allerdings machte sich das nur wenig bemerkbar, nach zwei Geräten fand sich Hambüchen auf Rang 22 wieder.

Auf leisen Sohlen näherte sich Hambüchen am Sprung der erweiterten Spitze. Als 17. zur „Halbzeit“ lag er aber immer noch eine Position vor Toba, der am Barren eine solide Übung zeigte.

Nach dem vierten Durchgang tauschten die beiden Deutschen erstmals die Reihenfolge. Hambüchen zog mit einer starken Barren-Übung an Toba vorbei. Die in unmittelbarer Nähe sitzenden Teamkollegen spendeten den beiden Mehrkämpfern lauten Beifall.

Die Welttitelkämpfe werden am Freitag (13.00 Uhr) mit dem Mehrkampf-Finale der Frauen fortgesetzt. Einzige deutsche Starterin ist Lisa-Katharina Hill aus Stuttgart.

sid

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