Hamilton macht es wie mit acht: Taten sprechen lassen

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Lewis Hamilton gibt sich zurückhaltend und will "Taten sprechen lassen". Foto: Valdrin Xhemaj

Er ist gut gelaunt. Er scherzt und lacht. Für das Teamduell mit Nico Rosberg hat Lewis Hamilton ein paar klare Worte parat. Zusammengefasst: Was zählt, ist auf der Strecke. Und da will er weiter siegen. Dass Echo auf Rosbergs Aktion ist geteilt.

Sakhir (dpa) - Lewis Hamilton will sich auf keinen verbalen Schlagabtausch nach dem Shanghai-Zoff mit Teamkollege Nico Rosberg einlassen.

"Ich lasse Taten auf der Strecke sprechen, so mache ich es schon seit ich acht bin", betonte der Formel-1-Weltmeister bei der offiziellen Pressekonferenz zum Großen Preis von Bahrain. Vier Tage zuvor hatte sich Rosberg nach dem Hamilton-Sieg in China über dessen Fahrweise beklagt.

Die Sache ist nach offizieller Darstellung beigelegt. "Da gibt es nichts zwischen mir und Nico, alles ist gut", versicherte Hamilton. Es gebe immer mal wieder Probleme zwischen Rennstallrivalen, "aber wir sind erwachsen und gehen dadurch".

Gut gelaunt präsentierte sich der 30-Jährige - Rosberg war mit seiner Presserunde erst anderthalb Stunden später dran. Hamilton scherzte immer wieder mit seinem Nebenmann auf dem Pressekonferenzpodium Daniel Ricciardo von Red Bull. Zwischendurch polierte er sich seine Uhr und nahm auch Stellung zum Champagner-Jubel in China: Nachdem er dort einer Hostess den Schampus ins Gesicht gespritzt hatte, war dies bei manchen auf Kritik gestoßen. Das sei aus der Freude heraus passiert, er habe niemanden respektlos behandeln wollen, meinte der Brite.

Sicherlich erst recht nicht Rosberg, seinen einstigen Kart-Kumpel. Als der gebürtige Wiesbadener ein paar Stunden zuvor vor dem Mercedes-Motorhome saß und ein Interview führte, huschte Hamilton von einer Tür durch die nächste. Keine Miene verziehend, den Blick nach vorn. So wie auf der Strecke.

In Bahrain will er damit weitermachen und von der vierten Pole in Serie in dieser Saison den dritten Sieg einfahren. Genau das will Rosberg verhindern, nur müssen beide vor allem Sebastian Vettel und dessen Teamkollegen Kimi Räikkönen im Ferrari fürchten. Vor dem vierten WM-Lauf liegt der 27 Jahre alte Heppenheimer zwischen dem Silberpfeil-Duo, Hamilton führt mit 68 Punkten, Vettel hat 55, Rosberg 51.

Verständnis für den Gefühlsausbruch des aktuellen WM-Dritten zeigte dessen Landsmann Nico Hülkenberg. "Ehrlich gesagt, sehe ich kein Problem darin, wenn er seine Meinung äußert. Vor allen Dingen war es direkt nach dem Rennen, wenn die Emotionen sowieso hochkochen und man ein bisschen auf 180 ist", sagte der Force-India-Pilot in Sakhir.

Besonders getroffen hat Rosberg seinen Silberpfeil-Widersacher mit seiner Anklage offensichtlich nicht. Hamiltons ehemaliger Mitstreiter bei McLaren, Jenson Button, geht sogar davon aus, dass die verbale Attacke Hamilton nur noch stärker macht. "Du bringst ihn nur aus dem Konzept, wenn du gegen ihn gewinnst", sagte er der britischen Zeitung "The Mirror".

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