Traum-Endspiel perfekt

Handball-EM: Frankreich und Dänemark im Finale

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Valentin Porte traf für Frankreich sieben Mal

Herning - Dänemarks Handballer stehen im Endspiel ihrer Heim-EM. Dort treffen sie auf keinen geringeren als den Olympiasieger Frankreich.

Update vom 14. Januar 2016: Deutschland tritt mit personellen Problemen bei der Handball-EM 2016 in Polen an, die vom 15. bis 31. Januar stattfindet. Wie sie die die Europameisterschaft im TV und Live-Stream sehen können, lesen Sie hier.

Die Skandinavier besiegten Kroatien in einem intensiven und bis zum Schluss hart umkämpften Halbfinale mit 29:27 (13:15) und sind noch einen Schritt von der erfolgreichen Titelverteidigung entfernt. Im Finale trifft das Team von Trainer Ulrik Wilbek am Sonntag (17.30 Uhr) auf Olympiasieger Frankreich, der sich gegen Weltmeister Spanien mit 30:27 (12:14) durchsetzte.

Entscheindenden Anteil am dänischen Erfolg hatten die beiden Bundesligaprofis Niklas Landin (Rhein-Neckar Löwen) und Anders Eggert (SG Flensburg-Handewitt). Keeper Landin hielt in der zweiten Halbzeit einen Ball nach dem anderen, Linksaußen Eggert avancierte vor 14.000 enthusiastischen Zuschauern in Herning mit acht Treffern zum besten Schützen seines Teams. Bei den Kroaten, die das Spiel bis kurz vor dem Ende ausgeglichen gestaltet hatten, trafen Marko Kopljar und Zlatko Horvat am häufigsten (je 6).

Die Dänen um Superstar Mikkel Hansen taten sich gegen den Olympiadritten lange Zeit schwer, im ersten Abschnitt sah es vorübergehend sogar nach einem abrupten Ende der dänischen Handball-Party in Rot und Weiß aus. Einzig Flügelflitzer Eggert hielt die Hausherren mit seinen Treffern in der Partie.

Erst im zweiten Durchgang fand der zweimalige Europameister zu seinem gewohnten Spiel. Die Deckung stand nun besser, Torhüter Landin bekam deutlich mehr Würfe zu fassen und vorne machte sich die Breite des Kaders bemerkbar. Nach der ersten Führung zum 16:15 (36.) zog Dänemark bis auf 21:18 (42.) davon. Die Entscheidung fiel allerdings erst in der Schlussminute, als der Kieler Rene Toft Hansen die Tribünen mit seinem Tor zum 29:26 zum Beben brachte.

Auch die Franzosen hatten in ihrem Halbfinale deutlich mehr Mühe als erwartet. Zum Matchwinner des zweimaligen Champions, der den EM-Titel bereits 2006 und 2010 gewonnen hatte, avancierte Keeper Cyril Dumoulin. Der etatmäßige Ersatztorhüter zeigte nach seiner Einwechslung etliche Glanzparaden und führte sein Team im zweiten Abschnitt auf die Siegesstraße. Bester Torschütze der Equipe Tricolore war Rechtsaußen Luc Abalo mit acht Treffern, bei den Iberern traf der überragende Joan Canellas vom Champions-League-Sieger HSV Hamburg am häufigsten (10).

„Es war von Anfang bis Ende ein sehr schweres Spiel und auf keinen Fall eines, das wegen seiner Schönheit in Erinnerung bleiben wird. Aber auch ohne hohe Qualität, technische Finessen und mit einigen Fehlern konnten wir heute gewinnen. Nun wird es eine große Freude, das Finale zu bestreiten“, sagte Frankreichs Trainer Claude Onesta. Erst als die Spanier beim Stand von 24:24 (51.) mit den Kräften am Ende waren, zog sein Team davon.

Islands Handballer beendeten das Turnier unterdessen als Fünfter. Die Isländer besiegten im Platzierungsspiel die vom deutschen Trainer Michael Biegler betreuten Polen mit 28:27 (13:16) und erreichten damit ihr bestes Ergebnis bei einem Großereignis seit dem dritten Rang bei der EM 2010. Auch Polen bestätigte als Sechster seine ansteigende Form vor der EM im eigenen Land 2016.

sid

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