Abreise nach Katar

Handballer starten mit "riesiger Vorfreude" zur WM

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Handball-Bundestrainer Dagur Sigurdsson.

Frankfurt/Main - Der Countdown läuft, ab jetzt wird's heiß: Mit großer Vorfreude sind die deutschen Handballer am Dienstagmorgen zur Wüsten-WM nach Katar aufgebrochen.

Update vom 14. Januar: In zwei Tagen ist es so weit: Die DHB-Jungs treffen in ihrem ersten Gruppenspiel in Gruppe D auf die Handballmannschaft aus Polen. Im Free-TV wird es die Spiele aus Katar übrigens nicht zu sehen geben. Wir verraten Ihnen in unserem großen Überblick, wie sie die Handball-WM 2015 im TV und Live-Stream miterleben können.

Kapitän Uwe Gensheimer drückte Rückkehrer Michael Kraus fest an sich, Youngster Paul Drux zockte vor dem Abflug noch eine Runde Karten mit Keeper Silvio Heinevetter: Mit viel Zuversicht und noch mehr Teamspirit sind die deutschen Handballer zu ihrem Wüsten-Abenteuer nach Katar aufgebrochen. Am Dienstag um 10.45 Uhr hob die neu formierte Mannschaft von Bundestrainer Dagur Sigurdsson vom Frankfurter Flughafen ab zur WM nach Doha.

„Das Vorgeplänkel ist vorbei, jetzt geht es richtig los. Die Jungs haben richtig gute Laune, und unsere Vorfreude ist riesig“, sagte Oliver Roggisch am Abfluggate. Der Teammanager brennt ebenso wie die Mannschaft auf die erste Partie gegen Polen am Freitag (17. 00 Uhr/Sky): „Wir hatten eine lange Vorbereitung, haben hart gearbeitet. Jetzt wollen wir zeigen, was wir drauf haben, und beweisen, dass wir dahin gehören.“

Als Minimalziel hat der Deutsche Handballbund (DHB) das Achtelfinale ausgerufen. „Das Viertelfinale wäre ein Erfolg, das Halbfinale ein Traum“, sagte DHB-Vizepräsident Bob Hanning dem Kölner Stadtanzeiger.

Sigurdsson begrüßte die 18 Spieler am Dienstagmorgen pünktlich um 8.30 Uhr am Check-in-Schalter. „Ich freue mich auf ein großes Handballfest“, sagte der Isländer: „Die Vorbereitung war gut, wir starten nun trotzdem vom Nullpunkt. Das erste Spiel macht viel aus für das Selbstvertrauen in der Gruppenphase.“

„Mimi“ Kraus war einer der ersten am Treffpunkt. „Ich freue mich, dass ich noch auf den WM-Zug aufgesprungen bin“, sagte der 31-Jährige: „Es ist wichtig, dass wir mit viel Selbstvertrauen ins Turnier starten, dann ist der Mannschaft viel zuzutrauen. Mit unserer Abwehr und unserer Qualität können wir jeden Gegner schlagen.“

Einen Schuss Extramotivation erhielt das deutsche Team noch kurz vor dem Abflug: Die Fußball-Weltmeister Bastian Schweinsteiger, Thomas Müller und Manuel Neuer, die in Doha zurzeit ihr Trainingslager mit dem FC Bayern abhalten, wandten sich mit einer unterhaltsamen Videobotschaft an Kraus und Co..

„Ihr wisst ja, die WM ist das Nonplusultra. Wir drücken euch die Daumen, gebt Gas“, sagt Schweinsteiger in dem gut einminütigen Film. „Come on Jungs“, rufen die drei zusammen in die Kamera, nachdem sie zuvor auf dem Fußballplatz Handball-Aktionen imitiert haben. Das Video war beim Abflug Gesprächsthema Nummer eins. „Super, dass die Fußballer wieder an uns denken. Das hat uns vor zwei Jahren bei der WM in Spanien schon Glück gebracht und ist ein gutes Omen“, sagte Roggisch und kündigte vielsagend an: „Wir werden uns revanchieren.“

Sigurdsson setzt in Katar auf eine Mischung aus erfahrenen Kräften und hungrigen Nachwuchsspielern. So sind neben arrivierten Akteuren wie den beiden 2007er-Weltmeistern Carsten Lichtlein und Kraus auch reichlich Greenhorns dabei. Top-Talent Drux (19/Berlin) und Keeper Andreas Wolff (23/Wetzlar) bestreiten ebenso ihre erste WM wie Matthias Musche (22/Magdeburg), Jens Schöngarth (26/Lübbecke), Erik Schmidt (21/Ludwigshafen-Friesenheim), Fabian Böhm (25 Balingen) und Johannes Sellin (24/Melsungen).

„Die Jungs sind bereit für die WM“, sagte Sigurdsson: „Das sind alle gestandene Profis, die sich in der Bundesliga, der besten Liga der Welt, durchgesetzt haben.“ Bis Donnerstag muss der 41-Jährige die 16 Akteure benennen, mit denen das deutsche Team gegen Polen ins Turnier startet. Zwei Spieler können im WM-Verlauf aus dem erweiterten 28-Mann-Kader nachnominiert werden.

Vize-Weltmeister Dänemark, Russland, Panamerikameister Argentinien und Saudi-Arabien sind die weiteren Vorrundengegner der deutschen Mannschaft. Die ersten vier Teams jeder Gruppe qualifizieren sich für das Achtelfinale.

sid

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