Hannover auf dem Vormarsch: 2:0 bei Hertha BSC 

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Leonardo Bittencourt (r-l), Torschütze Jimmy Briand und Joselu bejubeln das 1:0 für Hannover 96. Foto: Oliver Mehlis

Berlin (dpa) - Hannover 96 ist in der Fußball-Bundesliga weiter auf dem Vormarsch. Die Niedersachsen kamen zum Auftakt des elften Spieltages zu einem verdienten 2:0 (1:0) bei Hertha BSC und sprangen in der Tabelle nach dem dritten Sieg in Folge vorerst auf den vierten Tabellenplatz.

Jimmy Briand (44.) und Hiroshi Kiyotake (76.) erzielten am Freitagabend die Treffer gegen die enttäuschenden Berliner. Diese hatten ihre letzten drei Heimspiele gewonnen. Durch die Niederlage kommt Hertha der Abstiegszone nahe.

Nach dem Pokal-Aus und der Blamage in Paderborn unterlag der Hauptstadtclub am Freitagabend vor 39 710 Zuschauern nach drei Heimsiegen in Folge nun auch im eigenen Olympiastadion. Während Hannover mit dem zweiten Auswärts-Dreier der Saison und nun 19 Punkten vorerst auf Tabellenplatz vier kletterte, steht Hertha (11 Zähler) bei einem schweren Restprogramm vor einem heißen Hinrunden-Endspurt. Briand mit seinem ersten Bundesliga-Tor (44. Minute) und Kiyotake (76.) trafen für die Mannschaft von Trainer Tayfun Korkut.

Für Hertha war es nach dem Pokal-K.o. beim Drittligisten Bielefeld und der Liga-Pleite in Paderborn auch ein Charaktertest. "Wir stehen als Team in der Verantwortung", hatte Coach Jos Luhukay betont. Doch aus dem vierten Bundesliga-Heimsieg in Serie wurde nichts, gegen die Niedersachsen warten die Herthaner jetzt seit über fünf Jahren auf einen Dreier im Olympiastadion.

Hannover, mit Stefan Thesker links in der Abwehrkette und Ceyhun Gülselam im zentralen Mittelfeld, startete bei guten äußeren Bedingungen mit dem Selbstvertrauen von 1:0-Siegen in Dortmund und gegen Frankfurt. Nach der ersten Ecke kam Briand knapp zu spät (1. Minute). Einen 20-Meter-Schuss von Hiroshi Kiyotake - auf der anderen Seite standen mit Hajime Hosogai und Genki Haraguchi zwei weitere Japaner - entschärfte Hertha-Schlussmann Thomas Kraft (3.). Nach einer schönen Kombination scheiterte auch Leonardo Bittencourt am früheren Bayern-Keeper (15.).

Hertha, erstmals mit dem unglücklich operierenden Ex-Nürnberger Marvin Plattenhardt als Linksverteidiger in der Startelf, bekam keinen Zugriff auf die Partie, hätte durch Haraguchi (17.) aber in Führung gehen können. Nach schöner Kopfball-Ablage von Salomon Kalou verzog der Neuzugang knapp. Trotz großen Einsatzes schafften es die Berliner nicht, Ordnung und System in ihr Spiel zu bringen. Nach Vorarbeit von Haraguchi hätte Promi-Einkauf Kalou allein vor Ron-Robert Zieler dennoch das 1:0 machen müssen, scheiterte aber (24.). Die Gastgeber setzten auf schnelles Umkehrspiel, wobei Hiroki Sakai, der vierte Japaner auf dem Platz, mehrmals in Bedrängnis kam.

Die 96er, in den beiden Spielzeiten zuvor jeweils mit Siegen im Olympiastadion, spielten weiter mutig nach vorn. Briand verzog aus guter Position (41.), doch drei Minuten später war das erste Bundesliga-Tor des im Sommer von Olympique Lyon gekommenen Offensivspielers fällig: Nach einer Ecke von Kiyotake war der Franzose eher am Ball als Plattenhardt und schoss aus zehn Metern direkt ein.

Die Gäste blieben nach der Pause das strukturiertere und bessere Team. Bittencourt hätte kurz nach dem Wechsel erhöhen können, zudem wurde ein Tor von Kiyotake wegen Abseits zurecht nicht anerkannt (56.). Doch dann entschied der stark aufspielende Kiyotake die Partie.

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