Herren draußen

Hockey-Damen erreichen Finale der Hallen-WM in Leipzig

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Das deutsche Hockey-Nationalteam der Damen steht nach dem Sieg über Österreich im Finale. Foto: Hendrik Schmidt

Leipzig - Deutschlands Hockey-Damen stehen erneut im Endspiel einer Hallen-Weltmeisterschaft. Beim Heim-Championat in Leipzig gewannen die Titelverteidigerinnen das Halbfinale gegen Österreich unangefochten 7:0 (5:0).

Die Siegesserie der deutschen Hockey-Herren bei Hallen-Weltmeisterschaften ist gerissen. Nach Triumphen bei allen drei bisherigen Championaten mussten sich die Titelverteidiger am Samstag ausgerechnet bei der Heim-WM in Leipzig schon im Halbfinale den Niederlanden in einem Hockey-Krimi gechlagen geben. Zwar machten sie in der regulären Spielzeit aus einem 1:4-Rückstand noch ein 4:4, unterlagen aber 1:2 im Penaltyschießen. Damit bleibt den erfolgsverwöhnten Herren am Sonntag nur das Spiel um Platz drei gegen Österreich oder Iran. Dagegen erreichten die DHB-Damen durch ein 7:0 (5:0) über Österreich das Finale, in dem am Sonntag (13.00 Uhr) die starken Niederländerinnen warten.

Sieben Stunden nach dem klaren 11:2-Viertelfinalerfolg über die Schweiz wurden die DHB-Herren vom Erzrivalen Niederlande erheblich stärker gefordert. Und gerieten erstmals bei dieser WM mit 0:3 (8. Minute) deutlich in Rückstand. Torjäger Moritz Fürste, mit vier Treffern gegen die Schweiz noch überragend, und seinen Mitspielern gelang lange Zeit nichts. Alexander Ottes von 5100 Zuschauern umjubelten 1:3-Treffer beantwortete Björn Kellermann postwendend.

Mit Macht wollten die Gastgeber, bei denen nun Tobias Walter für den indisponierten Felix Reuss das Tor hütete, nach der Pause die Wende herbeiführen. Nun spielten sie zwar deutlich besser, ließen aber auch beste Chancen ungenutzt. Zudem wuchs Gästetorhüter Laurens Goedegeburre wiederholt mit glänzenden Paraden über sich hinaus. Thilo Stralkowski (32.), Alessio Ress (39.) und erneut Otte 36 Sekunden vor der Schlusssirene erzwangen das Penaltyschießen. Dort scheiterten Fürste und Fabian Pehlke mit ihren Versuchen. „Unfassbar“, meinte Stralkowski nach dem Kraftakt ohne Happy End.

Besser machten es die deutschen Damen. Gegen die Österreicherinnen, die sie schon beim 10:1 in der Vorrunde klar beherrscht hatten, führten die hochkonzentrierten Gastgeberinnen früh die Entscheidung herbei. Katharina Otte (2), Franzisca Hauke, Katharina Windfeder, Anne Schröder, Kristina Hillmann und Charlotte van Bodegom trafen vor 5100 Zuschauern in der Arena Leipzig. Torfrau und Geburtstagskind Yvonne Frank musste nur anfangs zweimal retten.

dpa

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