Gegen Magdeburg

Nach Insolvenzantrag: HSV-Handballer gewinnen

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Auch in schweren Zeiten erfolgreich: Die HSV-Handballer feiern ihren Sieg.

Hamburg - Trotz der finanziellen Schieflage läuft es beim HSV Handball zumindest sportlich. Die Hanseaten schlagen in ihrem ersten Spiel nach dem Insolvenzantrag den SC Magdeburg.

Der finanziell schwer angeschlagene ehemalige Handballmeister HSV Hamburg bleibt zumindest sportlich in der Spur. Vier Tage nachdem die Norddeutschen einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Hamburg gestellt hatten, feierten sie ein souveränes 27:22 (11:8) gegen den SC Magdeburg. Vor der Saisonrekordkulisse von 9196 Zuschauern war Hans Lindberg mit zwölf Toren herausragender Akteur. Beim SCM kam Michael Damgaard auf fünf Tore.

Beim HSV saß Geschäftsführer Christian Fitzek auf der Trainerbank, er vertrat Coach Michael Biegler, der die polnische Nationalmannschaft in Plock auf die Heim-EM (15. Januar bis 31. Januar) vorbereitet. Fitzek sprach von einer "neuen Situation" und betonte: "Man kann auf diese Mannschaft stolz sein." In der Tabelle liegt Hamburg als Fünfter in Schlagdistanz zur Spitze, der THW Kiel ist als Tabellenzweiter nur fünf Zähler entfernt. Magdeburg bleibt im Tabellenmittelfeld.

Millionen-Lücke klafft in HSV-Etat

"Wir wissen, dass es momentan ein emotionaler Spagat ist. Wir lassen uns derzeit nicht aus der Ruhe bringen, und hoffentlich bleibt das noch mindestens eine Woche so", sagte HSV-Torhüter Johannes Bitter. Der Krisen-Klub hatte den Insolvenzantrag am Mittwoch gestellt, kämpft aber weiter ums Überleben. Im Etat klafft eine Millionen-Lücke, die Spieler warten auf ihre Gehälter, die Gläubiger üben Druck aus und das Amtsgericht Hamburg übernimmt die Kontrolle über die Bücher - doch der Spielbetrieb soll so lange wie irgendwie möglich aufrecht erhalten werden.

"Wer den Handball auf Erstliganiveau für die Sportstadt Hamburg erhalten möchte, muss jetzt helfen", sagte Insolvenzverwalter Gideon Böhm: "Wir haben die realistische Chance, ein tragfähiges Sanierungskonzept vorlegen zu können." Zumindest die Fans erhörten den Appell, bereits im Vorverkauf waren 8600 Tickets abgesetzt worden.

sid

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