Unrühmliche Trennung

Streit zwischen Schwalb und HSV schwelt weiter

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Martin schwalb.

Hamburg - Lizenzstress, Kündigung, Herzinfarkt: Die Trennung des HSV Hamburg vom damaligen Trainer Martin Schwalb im Sommer verlief unrühmlich. Auch vor Gericht konnten sich die Parteien bislang nicht einigen.

Der Prozess zwischen Handball-Bundesligist HSV Hamburg und seinem ehemaligen Trainer Martin Schwalb geht weiter: Im Streit über Schwalbs Kündigung als Chefcoach Anfang Juli erzielten die Parteien auch beim ersten Gütetermin vor dem Arbeitsgericht Hamburg am Montag keine Einigung. Verständigen sich Schwalb und der HSV nicht in den kommenden Wochen außergerichtlich, wird am 4. Dezember weiterverhandelt.

Schwalb, der kurz nach seiner Kündigung einen Herzinfarkt erlitten hatte, erschien scheinbar gut erholt vor Gericht: „Alles hervorragend“, sagte der 51-Jährige über seinen Gesundheitszustand. Ganz anders das Verhältnis zu seinem langjährigen Arbeitgeber: „Ich wäre froh, wenn ich nicht allzu häufig hier sein müsste, mir fällt das sehr schwer. Es geht weniger um Beträge als um Vertrauen und Recht. Ich will, dass wir uns hinterher wieder in die Augen sehen können. Es gibt schönere Sachen auf der Welt, aber was sein muss, muss sein.“

Schwalb arbeitete ohne Vertrag

Schwalb war erstmals 2005 beim HSV als Cheftrainer tätig. 2011 wechselte er auf den Posten des Geschäftsführers, bevor er 2012 auch die Trainerarbeit wieder übernahm. Im August 2013 unterschrieben beide Seiten einen sogenannten „letter of intent“, dem binnen drei Tagen ein Trainervertrag mit weiteren Details folgen sollte. Obwohl das nicht passierte, trainierte Schwalb den Bundesligisten weiter.

Der HSV bestand daher vor Gericht darauf, dass es zuletzt keinen Trainervertrag mehr gegeben habe, sondern bloß ein faktisches Arbeitsverhältnis. Laufzeit, Prämien und Kündigungsfrist seien nicht geregelt gewesen.

Schwalb und sein Anwalt argumentierten dagegen, die Vereinbarungen im „letter of intent“ reichten aus, um ihre Ansprüche geltend zu machen. Sie seien dennoch bereit für Gespräche über eine außergerichtliche Einigung. Ein Vergleichsangebot hatte der HSV seinem Rechtsanwalt aber noch nicht mit auf den Weg gegeben.

dpa

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