Kanute Hoff holt erstes Gold - TT-Damen "überglücklich"

Selfie mit Goldmedaillengewinner Max Hoff (M). Foto: Sergey Dolzhenko
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Selfie mit Goldmedaillengewinner Max Hoff (M). Foto: Sergey Dolzhenko
Sebastian Brendel (unten) setzt sich überlegen gegen seine Konkurrenten durch. Foto: Maxim Shipenkov
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Sebastian Brendel (unten) setzt sich überlegen gegen seine Konkurrenten durch. Foto: Maxim Shipenkov
Petrissa Solja (l) und Xiaona Shan jubeln nach dem Sieg im Finale. Foto: Bernd Thissen
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Petrissa Solja (l) und Xiaona Shan jubeln nach dem Sieg im Finale. Foto: Bernd Thissen
Freistilringerin Aline Focken posiert mit ihrer Bronzemedaille. Foto: Bernd Thissen
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Freistilringerin Aline Focken posiert mit ihrer Bronzemedaille. Foto: Bernd Thissen
Sophie Scheder (l), Leah Griesser (r) und Elisabeth Seitz holten im Team Silber. Foto: Robert Ghement
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Sophie Scheder (l), Leah Griesser (r) und Elisabeth Seitz holten im Team Silber. Foto: Robert Ghement
Im Team ohne Podestplatz, aber solo hat es Fabian Hambüchen in vier Finals geschafft. Foto: Robert Ghement
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Im Team ohne Podestplatz, aber solo hat es Fabian Hambüchen in vier Finals geschafft. Foto: Robert Ghement

Binnen acht Minuten sorgen die Spitzenkanuten für die ersten zwei deutschen Goldmedaillen bei den Europaspielen. Im Tischtennis und Turnen stehlen die Damen den Herren-Teams die Schau. Ein Goldgewinner sieht die Spiele weiter "kritisch".

Baku (dpa) - Die Spitzenkanuten und Tischtennis-Damen haben dem deutschen Team bei den Europaspielen einen goldenen Montag beschert. Binnen acht Minuten holten Max Hoff mit starkem Endspurt und Sebastian Brendel überlegen im Canadier-Einer die ersten beiden deutschen Titel bei den Spielen von Baku.

Insgesamt sicherten sich die Erfolgsgaranten vom Deutschen Kanu-Verband am ersten von zwei Finaltagen fünfmal Edelmetall. "Fünf Entscheidungen, fünf Medaillen - was will man mehr", sagte DKV-Sportdirektor Jens Kahl. Den Zeitpunkt des Kontinentalwettkampfs sah Kanu-Dominator Hoff "aber immer noch kritisch, es ist für uns Kanuten dadurch nicht so wichtig."

Am Nachmittag zogen die Asse von Bundestrainerin Jie Schöpp an der Tischtennis-Platte nach. Nach ihrer ersten Länderspiel-Niederlage für Deutschland sorgte Han Ying beim 3:2 über die Niederlande am Ende mit einem Erfolg im letzten Einzel für die Entscheidung. "Ich war super-nervös, ich war klare Favoritin und durfte nicht verlieren", sagte die 32-Jährige nach dem Dreisatzsieg über Britt Eerland. "Ich bin sehr glücklich, überglücklich, mehr als glücklich." Die weiteren Punkte für die Europameister-Auswahl von Bundestrainerin Jie Schöpp holte Shan Xiaona im Einzel und im Doppel mit Petrissa Solja.

Ohne Top-Star Timo Boll blieben die deutschen Herren hingegen ohne die erhoffte Team-Medaille. Nach dem Ausfall des erkrankten Rekord-Europameisters verlor die Mannschaft von Bundestrainer Jörg Roßkopf das Duell um Bronze 0:3 gegen Österreich. Da Boll fehlte, stand die Niederlage bereits nach dem 0:3 von Patrick Baum zum Auftakt gegen Daniel Habesohn fest.

Auch im Turnen stahlen die Frauen den Männern die Schau. Sophie Scheder, Elisabeth Seitz und Leah Grießer erkämpften hinter den favorisierten Russinnen Silber. Die von Fabian Hambüchen geführte Männer-Riege schaffte den Podestplatz nicht. Beim Sieg der Russen reichte es trotz Steigerung am zweiten Tag nur zu Platz fünf. Nach dem ersten Tag der Konkurrenz sei "die Stimmung im Dorf schon ein bisschen gedrückt" gewesen, gab Hambüchen zu. "Aber wir haben das wieder hingekriegt: Wir haben Karten gespielt und viel gelacht."

Der deutsche Chef de Mission Dirk Schimmelpfennig zog schon zuvor beim Sieg der Tischtennis-Damen auf der Tribüne eine positive erste sportliche Zwischenbilanz. "Die Sportarten wie Kanu und Tischtennis, von denen wir wissen, dass wir erfolgreich sind, haben das voll bestätigt", lobte Schimmelpfennig. Weltmeisterin Aline Focken sicherte am Abend dem deutschen Ringer-Team dritte Bronze-Medaille in Baku.

Trotz des Stolzes auf das Premieren-Gold wollte bei Kanu-Dominator Hoff aber noch nicht die ganz große Euphorie über den Kontinentalwettbewerb aufkommen. "Die erste Goldmedaille freut mich auf jeden Fall, es war ein hartes Stück Arbeit", berichtete der 32 Jahre alte Europameister nach dem Triumph über die 1000 Meter im Kajak-Einer. Der Fokus liege aber diese Saison auf dieser WM in Mailand, betonte Hoff. "Wenn wir dort nicht gut sind, fahren wir nicht zu Olympia. Und da schaut die Welt hin."

Nach einem starken Rennen verpassten Max Rendschmidt und Marcus Groß im Kajak-Zweier über 1000 Meter mit reichlich Pech den möglichen dritten deutschen Sieg und holten Silber. Die beiden wurden durch Algen und Wasserpflanzen am Boot gebremst. Im Kajak-Vierer wurden auch Franziska Weber, Conny Wassmuth, Verena Hantl und Tina Dietze Zweite. Peter Kretschmer und Michael Müller sicherten sich Bronze im Canadier-Zweier über 1000 Meter.

Baku 2015

Baku 2015 Zeitplan

DOSB zu Europaspielen

Richtlinien der Europaspiele, pdf

Reporter ohne Grenzen zu Aserbaidschan

Human Rights Watch zu Aserbaidschan

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