WTA-Turnier in Birmingham

Kerber nach Sieg gegen Lisicki im Finale

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Angelique Kerber hat gegen Sabine Lisicki eine makellose Bilanz.

Birmingham - In einem deutschen Halbfinale beim WTA-Turnier in Birmingham bezwingt Angelique Kerber ihre Fed-Cup-Kollegin Sabine Lisicki. Im Endspiel trifft sie auf eine tschechische Senkrechtstarterin.

Angelique Kerber hat das deutsche Halbfinal-Duell mit Sabine Lisicki in Birmingham für sich entschieden und zum ersten Mal das Endspiel des Rasenturniers erreicht. Die 27 Jahre alte Tennisspielerin aus Kiel setzte sich am Samstag gegen ihre zwei Jahre jüngere Fed-Cup-Kollegin nach 63 Minuten mit 6:3, 6:3 durch.

Im Kampf um ihren sechsten Titel auf der WTA-Tour trifft Kerber an diesem Sonntag auf Karolina Pliskova. Die an Nummer sechs gesetzte Tschechin gewann ihr Halbfinale gegen Kristina Mladenovic aus Frankreich 6:2, 7:6 (8:6). Im direkten Duell zwischen der Weltranglisten-Zehnten Kerber und Pliskova steht es 2:2. Allerdings hat die Nummer zwölf der Welt die letzten beiden Partien gewonnen und gilt als eine der größten Aufsteigerinnen im Damen-Tennis.

„Es wird keine leichte Aufgabe, aber ich freue mich auf das Match“, sagte Kerber. Gut eine Woche vor Beginn des Grand-Slam-Klassikers in Wimbledon präsentierte sich die Linkshänderin in ganz starker Verfassung. Im ersten Durchgang gelangen ihr gegen die sonst so aufschlagstarke Lisicki Breaks zum 3:2 und 6:3.

Bei ihrem Zweitrunden-Sieg gegen die Schweizerin Belinda Bencic hatte die frühere Wimbledon-Finalistin Lisicki noch mit 27 Assen einen Rekord aufgestellt. Gegen Kerber gelangen ihr nur zwei direkte Punkte bei eigenem Aufschlag. Dafür unterliefen ihr 31 unerzwungene Fehler, Kerber nur sieben. „Es ist vom Kopf her immer ein bisschen schwierig, gegen eine Deutsche zu spielen. Aber ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung und glücklich, hier im Finale zu stehen“, sagte Kerber nach ihrem sechsten Sieg im sechsten Spiel gegen Lisicki.

Vor dem Match mussten sich beide noch etwas gedulden, weil es nach dem ersten Halbfinale zu regnen anfing und die Plastikplanen über den Rasenplatz gezogen werden mussten. Kerber nutzte die Zeit ganz entspannt mit der Lektüre eines Buchs, war pünktlich zum Spielbeginn bei Sonnenschein aber hellwach und hochkonzentriert.

„Ich genieße es, hier zu spielen. Gras kommt meinem Spiel entgegen“, sagte Kerber. Die aktuell beste deutsche Spielerin hat in diesem Jahr bereits auf Sand die Titel in Charleston und Stuttgart gewonnen und strebt nun den insgesamt sechsten Turniersieg ihrer Karriere an. Es wäre eine Woche vor dem Wimbledon-Start ihr erster auf Rasen.

dpa

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