„Erfolg ist möglich“

Lahm: Deutsche Sportlotterie braucht Unterstützung aus den Ländern

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Der Olympia-Athlet (Kanu) Sebastian Brendel, der Fußball-Profi Philipp Lahm und der Olympia-Athlet (Boxen) Artem Harutyunyan (von links) bei der Pressekonferenz zur Neuaufstellung der Deutschen Sportlotterie.

München  - Neu aufgestellt will die Deutsche Sportlotterie durchstarten. Mit einer vereinfachten Spielformel und einer wöchentlichen Gewinnchance von bis zu einer Million Euro sollen mehr Spieler angelockt werden. Nicht nur Gesellschafter Lahm setzt auf spezielle Hilfe.

Philipp Lahm hofft nach dem Neustart der Deutschen Sportlotterie auf Unterstützung der Landeslotteriegesellschaften. „Lotto Hessen ist dabei, aber sonst brauchen wir da schon mehr Unterstützer, dass es für jeden Teilnehmer einfach zugänglich wird“, sagte der Kapitän des FC Bayern am Dienstag in München.

Die Organisatoren der Sportlotterie setzen für eine erfolgreiche Zukunft auch darauf, dass die Landesgesellschaften ihr Vertriebsnetz öffnen. Außer im Internet kann aktuell nur in Hessen in 2000 Lotto-Verkaufsstellen vor Ort gespielt werden. Eine vereinfachte Spielformel und ein verdoppelter Hauptgewinn sollen zudem mehr Spieler anlocken. Bis zu einer Million Euro kann wöchentlich gewonnen werden. Ziel ist es, durch Erlöse den deutschen Sport zu fördern.

Die Idee der Sportlotterie in Deutschland entstand nach den Sommerspielen 2012 und wurde maßgeblich von Diskus-Olympiasieger Robert Harting vorangetrieben. Bei den Wettkämpfen in London vor vier Jahren demonstrierten die Briten, wie sehr sie auch von ihrem 1997 gestarteten Fördersystem mit einer Lotterie profitierten. Nach Angaben der deutschen Organisatoren hat das britische System seit der Gründung insgesamt 5,8 Milliarden Euro für die Sportförderung zur Verfügung stellen können.

Ein Erfolg sei auch in Deutschland möglich, sagte Fußball-Weltmeister Lahm, der als Gesellschafter fungiert. „Ich glaube, dass es noch ein langer Weg bis dahin ist. Da sind wir alle gefragt. Es muss bekannter werden, sichtbarer sein.“

Außerdem müssten die Länder mitziehen, sagte Lahm. Laut Geschäftsführer Heinz-Georg Sundermann haben nach Hessen die Lotteriegesellschaften weiterer zwei Bundesländer positive Signale gesandt.

dpa

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