Leichtathletik-EM

Damen-Sprintstaffel nach Wechselfehler raus

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Rebekka Haase, Tatjana Lofamakanda Pinto und Verena Sailer (v.l.) nach dem Vorlauf.

Zürich - Ein verpatzter Wechsel ist der Alptraum eines jeden Staffelläufers. Die deutschen Sprinterinnen werden nach ihrem Auftritt bei der EM wohl nicht gut schlafen.

Nach dem Vorlauf-Aus für die deutsche Frauen-Staffel stehen die Männer bei den Leichtathletik-Europameisterschaften im Finale über 4 x 100 Meter. Julian Reus (Wattenscheid), Sven Knipphals (Wolfsburg), Alexander Kosenkow (Wattenscheid) und Lucas Jakubczyk (Berlin) siegten am Samstag in Zürich bei ihrem Ausscheidungsrennen in der deutschen Jahresbestzeit von 38,15 Sekunden. Damit ist das Quartett nun Favorit für den Medaillenkampf am Sonntag, nachdem Großbritannien den ersten Vorlauf in 38,26 Sekunden gewonnen hat.

"In Barcelona Bronze, in Helsinki Silber. Wenn es so weitergeht, muss irgendwann Gold her", erinnerte der 37-jährige Routinier Kosenkow im ARD-Interview an das deutsche Ergebnis der beiden letzten Europameisterschaften. Reus war trotz massiver Probleme in der Kniekehle in dieser Woche angetreten. "Vor zwei Tagen hätte ich nicht gedacht, dass ich auf der Bahn stehen kann", meinte der deutsche 100-Meter-Rekordhalter, der auch im Finale laufen will: "Danach kann's wehtun, wie es will."

Das deutsche Quartett des Titelverteidigers bei den Frauen hatte zuvor den Wechsel zwischen Rebekka Haase (Thum) und Tatjana Pinto (Münster) verpatzt. Startläuferin war Josefina Elsler (Paderborn). Schlussläuferin Verena Sailer aus Mannheim kam erst gar nicht zum Einsatz. Pinto bekam im entscheidenden Moment den Staffelstab nicht zu greifen.

"Kein Ahnung, was da schiefgelaufen ist", meinte Haase im ARD-Interview den Tränen nahe. Pinto versuchte den Fauxpas zu erklären. "Ich habe den Stab ein bisschen berührt. Da war's dann auch schon wieder vorbei", sagte die deutsche 100-Meter-Meisterin. "Ich habe dann auf die Linie geschaut: Wechselende."

dpa

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