Ludwig tanzt und feiert Rekord: EM-Titel mit Walkenhorst

Laura Ludwig und Kira Walkenhorst sind Europameisterinnen. Foto: Georg Hochmuth
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Laura Ludwig und Kira Walkenhorst sind Europameisterinnen. Foto: Georg Hochmuth
Für Ludwig war es der dritten EM-Gewinn in ihrer Karriere. Foto: Georg Hochmuth
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Für Ludwig war es der dritten EM-Gewinn in ihrer Karriere. Foto: Georg Hochmuth
Im Finale setzte sich das Duo mit 2:0 gegen die Russinnen Jewgenia Ukolowa und Jekaterina Birlowa durch. Foto: Georg Hochmuth
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Im Finale setzte sich das Duo mit 2:0 gegen die Russinnen Jewgenia Ukolowa und Jekaterina Birlowa durch. Foto: Georg Hochmuth
Nur strahlende Gesichter auf dem Treppchen: Platz drei ging an das polnische Duo Kinga Kolosinska und Monika Brzostek. Foto: Georg Hochmuth
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Nur strahlende Gesichter auf dem Treppchen: Platz drei ging an das polnische Duo Kinga Kolosinska und Monika Brzostek. Foto: Georg Hochmuth
Nur bei der obligatorischen Champagnerdusche hatte das deutsche Duo ein paar "Probleme". Foto: Georg Hochmuth
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Nur bei der obligatorischen Champagnerdusche hatte das deutsche Duo ein paar "Probleme". Foto: Georg Hochmuth

Es war ein perfektes Turnier für Ludwig/Walkenhorst. Nur eine Woche nach dem Grand-Slam-Sieg in Japan darf das Beach-Duo aus Hamburg den Sieg bei der Europameisterschaft bejubeln. Für Laura Ludwig ist es ein Rekord, für Kira Walkenhorst die Titel-Premiere.

Klagenfurt (dpa) - Sofort nach dem entscheidenden Punkt tanzte Laura Ludwig mit geschlossenen Augen auf dem Klagenfurter Sand, Kira Walkenhorst verbeugte sich vor dem feiernden Publikum.

"Hier wollte ich schon immer mal gewinnen. Und dann ist es auch noch die EM", kommentierte die beste deutsche Beachvolleyballerin ihren Triumph mit Partnerin Walkenhorst. Das deutsche Nationalduo aus Hamburg spielte am österreichischen Wörthersee ein perfektes Turnier. "Ich kann es gar nicht fassen, dass wir in zwei Wochen zweimal Gold geholt haben", sagte Walkenhorst.

Nur sechs Tage nach ihrem zweiten Grand-Slam-Sieg auf der Welttour ließen Ludwig/Walkenhorst, die seit 2013 zusammen baggern und pritschen, im EM-Finale den Russinnen Jewgenia Ukolowa und Jekaterina Birlowa beim 2:0 (21:18, 21:18) keine Chance. Nach zweimal Bronze in den Vorjahren ist es der erste gemeinsame EM-Titel.

Abwehrspielerin Ludwig stellte mit ihrem insgesamt dritten EM-Gewinn den Rekord der Italienerinnen Laura Bruschini und Annemaria Solazzi sowie der Griechin Vassiliki Karadassiou ein, die ebenfalls dreimal gewonnen hatten. Die gebürtige Essenerin Walkenhorst holte ihren ersten internationalen Titel bei den Profis. Für Deutschland ist es insgesamt der elfte Beach-EM-Sieg.

Die 29 Jahre alte Abwehrspezialistin Ludwig und die fünf Jahre jüngere Blockerin steigerten sich im EM-Turnier von Partie zu Partie und machten die 30. EM-Medaille für Deutschland bei einer Beachvolleyball-EM perfekt. Im Halbfinale hatten die Hamburgerinnen die Slowakinnen Natalia Dubovcova und Dominika Nestarcova ebenfalls mit 2:0 (21:18, 21:18) bezwungen.

Für Ludwig ist es in ihrer erfolgreichen Karriere bereits die achte EM-Medaille. "Wir haben wieder mehr Konstanz in unserem Spiel", sagte die gebürtige Berlinerin. Ihre Partnerin Walkenhorst hatte im Vorjahr wegen einer Viruserkrankung für mehrere Monate pausieren müssen. "Es ist schön, dass mir das ganze Team so viel Vertrauen entgegengebracht und Laura auf mich gewartet hat", sagte Walkenhorst mit Blick auf ihre Leidenszeit. Sogar ein Abschied vom Leistungssport hatte gedroht.

Das große Ziel für die neuen Europameisterinnen ist jetzt Olympia im kommenden Sommer in Rio de Janeiro. Den internen Konkurrenzkampf um die nur zwei Brasilien-Tickets für die deutschen Damenteams können Ludwig/Walkenhorst von der Spitze gestalten. Das Überraschungsteam Chantal Laboureur und Julia Sude (Stuttgart/Friedrichshafen) landete bei der EM auf Rang fünf. Die WM-Vierten Katrin Holtwick, gehandicapt von einer Muskelblessur, und Ilka Semmler (Berlin) schieden im Achtelfinale aus. Karla Borger und Britta Büthe (Stuttgart) mussten verletzungsbedingt ganz aufgeben.

Die Medaillen-Entscheidung bei den Männern fällt am Sonntag ohne deutsche Beteiligung. Alle Teams verpassten den Einzug ins Viertelfinale. Das Nationalduo Alexander Walkenhorst und Stefan Windscheif (Essen) hielt die Partie gegen die an Nummer zwei gesetzten Letten Aleksandrs Samoilovs und Janis Smedins lange offen, verlor aber 1:2. Markus Böckermann und Lars Flüggen (Hamburg) unterlagen den Spaniern Herrera/Gavira ebenso 0:2 wie die Berliner Sebastian Fuchs und Thomas Kaczmarek den Polen Fijalek/Prudel.

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