PGA Grand Slam auf Bermuda

Der dritte Saison-Ttel für Martin Kaymer

Martin Kaymer gewann den PGA Grand Slam auf Bermuda.
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Martin Kaymer gewann den PGA Grand Slam auf Bermuda.

Southampton - Martin Kaymer hat als erster deutscher Golfer den PGA Grand Slam auf Bermuda gewonnen. Mal wieder setzte er sich gegen den US-Amerikaner Bubba Watson durch.

Das rosafarbene Siegersakko passte wie angegossen, aber nicht nur deshalb strahlte Golfstar Martin Kaymer im Urlaubsparadies Bermuda über das ganze Gesicht. „Es war eine tolle Woche, ein toller Erfolg. Am Ende bin ich einfach nur froh, dass es so ausgegangen ist“, sagte der 29-Jährige nach seinem Triumph im Stechen beim PGA Grand Slam.

Als erster Deutscher hatte sich der Rheinländer im Wettstreit mit den anderen Major-Siegern der Saison durchgesetzt. Neben US-Open-Champion Kaymer spielten noch der am Ende zweitplatzierte US-Mastersgewinner Bubba Watson (USA), US-PGA-Championship- und British-Open-Sieger Rory McIlroy (Nordirland) sowie Jim Furyk (USA) als bester Major-Teilnehmer des Jahres ohne Sieg um den Siegerscheck von einer knappen halben Million Euro.

„Man ist dann eben nur einer unter vier guten Spielern“, erklärte Kaymer. „Sehr schwer“ sei es dann, zu gewinnen - vor allem, wenn man wie der Deutsche „einige Fehler“ produziert hatte. „Es war ein ständiges Auf und Ab. Manchmal hatte es den Anschein, als wolle hier keiner gewinnen“, sagte Kaymer.

Schwächephase durch guten Start ausgeglichen

Der Deutsche, der in diesem Jahr neben der US Open auch die Players Championship in Sawgrass und mit dem europäischen Team den Ryder Cup gewonnen hatte, profitierte aber von seinem herausragenden Start. Mit seiner 65 zum Auftakt hatte er den Weltranglistenersten McIlroy und Furyk bereits distanziert. Am zweiten Tag schwächelte Kaymer zwar ein wenig, lag nach zwei Runden aber immer noch gleichauf mit Watson. Und spätestens zu diesem Zeitpunkt hatte Kaymer hoffen und Linkshänder Watson fürchten müssen, dass am Ende mal wieder der Deutsche die Nase vorne haben wird.

„Bubba sagte während der Runde, dass ich immer gut spiele, wenn es gegen ihn geht“, erinnerte sich Kaymer über das Gespräch am neunten Loch. Watson habe daher gemeint, „dass er mir so langsam aber sicher böse sein muss.“

Ende September nämlich, im schottischen Gleneagles, hatte Kaymer wahrlich nicht sein bestes Golf geboten - bis zum letzten Tag, als er in den Einzeln eben auf Watson traf und ihn mit einer ganz starken Leistung entzauberte. Oder 2010, als Kaymer bei der US PGA Championship seinen ersten Major-Titel gefeiert hatte und im Stechen die besseren Nerven besaß.

"So will man eigentlich nicht gewinnen"

„Bermuda hat mich wieder an die Situation damals erinnert“, gab Kaymer mit einem Schmunzeln zu. Bei der Championship 2010 hatte er nach drei Extra-Löchern gesiegt, auf Bermuda benötigte er nur eines. Watson setzte einen kurzen Putt neben das Loch - „so will man eigentlich nicht gewinnen“, sagte Kaymer dann auch. Sei es drum.

Zu einem erneuten Duell und einer möglichen Revanche kommt es im kommenden Frühjahr. Dann will Watson seinen US-Masters-Titel verteidigen und Kaymer als zweiter Deutscher nach Ikone Bernhard Langer das erste Major der Saison gewinnen. Das Objekt der Begierde ist dort im übrigen auch ein Sakko. Ein grünes.

SID

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