ATP-Turnier in München

Murray startet standesgemäß

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Andy Murray in Aktion

München - Andy Murray hat einen souveränen ersten Auftritt beim Tennis-Turnier in München hingelegt und dem Hamburger Mischa Zverev keine Chance gelassen. Einfach war die Partie für ihn aber angeblich nicht - was nicht am Gegner lag.

Tennis-Star Andy Murray ist mit einem standesgemäßen Sieg in das Turnier von München gestartet. Beim 6:2, 6:2 über Mischa Zverev aus Hamburg hatte der Weltranglisten-Dritte am Donnerstag nur wenig Mühe und kam damit seinem ersten Titel bei einem ATP-Sandplatzturnier einen Schritt näher. „Es war nicht so einfach“, sagte der Schotte nach seinem Achtelfinalerfolg auf dem Centre Court am Münchner Aumeisterweg dem BR. „Gegen einen Linkshänder zu spielen ist verzwickt, aber ich habe die wichtigen Punkte gemacht.“

In der Runde der besten acht Spieler trifft der Olympiasieger am Freitag auf den Tschechen Lukas Rosol. Dieser hatte zuvor mit 7:5, 6:2 gegen Sergej Stachowski aus der Ukraine gewonnen. Nach dem Aus von Zverev ist bei der mit 494 310 Euro dotierten Veranstaltung nur noch ein deutscher Profi im Feld: Philipp Kohlschreiber bekommt es mit David Goffin aus Belgien zu tun. „Das ist ein Spieler, der sehr gut von der Linie agiert und Bälle früh nimmt“, sagte der Augsburger. „Er ist laufstark, kontert und retourniert gut, ist sehr solide.“

Murray war indes erleichtert, sein erstes Einzelmatch gut über die Bühne gebracht zu haben - zumal es wegen Regens am Vormittag eine kleine Unterbrechung gegeben hatte und sich die Verhältnisse stark änderten. Der Wimbledon- und US-Open-Sieger sprach von „komplizierten Bedingungen: Es wurde wärmer als an den Vortagen, wegen des Regens war der Court aber sehr langsam. Wichtig war, dass ich gut begonnen habe.“

Dank zweier Breaks lag Murray 4:0 in Führung, den ersten Satz hatte er früh klargemacht. Im zweiten Durchgang musste er dann auch Breakbälle abwehren - einen davon machte er bei einem nur 137 Stundenkilometer langsamen zweiten Aufschlag frech mit Serve-and-Volley zunichte.

Zverev hatte in der ersten Runde noch den Vorjahres-Halbfinalisten Jan-Lennard Struff aus Warstein ausgeschaltet - gegen Murray aber war er ohne Chance. „Das ist nicht so schlimm“, meinte der Hamburger, der nach einer Handgelenks-OP im vergangenen Sommer bis auf Platz 653 der Weltrangliste abgerutscht war. Er habe lange nicht mehr gegen Profis aus der absoluten Spitze à la Murray gespielt, die kaum patzen. „Nach zwei langen Ballwechseln möchte man auch mal einen Fehler von ihm sehen, aber er macht ihn einfach nicht“, berichtete Zverev.

dpa

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