Staatsanwaltschaft

Nach Alk-Crash: Ermittlungen gegen Jan Ullrich

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Jan Ullrich.

Bischofszell - Gegen den früheren Radprofi Jan Ullrich sind in der Schweiz nach seinem Autounfall unter Alkoholeinfluss strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet worden.

Oberstaatsanwalt Stefan Haffter sagte dem SID, gegen den Unfallverursacher sei „eine Strafuntersuchung wegen Verletzung der Verkehrsregeln und wegen Fahrens in qualifiziert fahrunfähigem Zustand eröffnet worden“.

Der im Schweizer Scherzingen am Bodensee wohnhafte Ullrich hatte am 19. Mai in Mattwil (Kanton Thurgau) einen Unfall verursacht, bei dem zwei Personen verletzt worden waren. Ein Atemlufttest hatte ergeben, dass der 40-Jährige mit rund 1,4 Promille Alkohol im Blut unterwegs war. Das Ergebnis einer Blut- und Urinprobe steht noch aus. Der Tour-de-France-Sieger von 1997 müsse wegen dieser Vergehen mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe rechnen, sagte Haffter. Für die Strafzumessung bei Ullrich würden das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung der Strafe auf das Leben des Täters berücksichtigt. Auch mögliche frühere Delikte fänden in der Bewertung Niederschlag sowie die Schwere der Rechtsverletzung.

Ullrich hatte sein Vergehen als „unverzeihlich“ und „Riesenfehler, den ich zutiefst bereue“ bezeichnet. Er habe sich auch persönlich bei den Opfern entschuldigt, sagte er später. Bereits im Frühjahr 2002 hatte Ullrich in Freiburg unter Alkoholeinfluss einen Autounfall verursacht.

sid

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