Kalvenhaar stirbt nach Sturz

Todes-Drama bei Mountainbike-Weltcup

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Annefleur Kalvenhaar ist tot.

Grenoble - Der Tod der niederländischen Mountainbikerin Annefleur Kalvenhaar hat die Radsport-Szene erschüttert. Es ist der erste tödliche Unfall in der Geschichte des Mountainbike-Weltcups.

Die Radsport-Familie trauert um die niederländische Mountainbikerin Annefleur Kalvenhaar. Nach einem schweren Sturz beim Weltcup in Méribel erlag die 20 Jahre alte Fahrerin des deutschen Focus-Teams am Samstag ihren Verletzungen. Es ist der erste tödliche Vorfall in der Geschichte des Mountainbike-Weltcups. Der Sieg ihrer deutschen Teamkollegein Helen Grobert in der U-23-Klasse am Sonntag nach 24,28 Kilometern mit 26 Sekunden Vorsprung vor der Ukrainerin Jana Belomoina, die damit auch den Gesamtweltcup vor Grobert holte, wurde zur Randnotiz.

„Ich bin bestürzt zu hören, dass die Radsport-Familie ein Mitglied in einem so jungen Alter verloren hat“, sagte Brian Cookson, Präsident des Radsport-Weltverbandes UCI. „Unsere tiefste Anteilnahme gilt ihrer Familie und ihren Freunden.“ Annefleur Kalvenhaar war am Freitag in der Eliminator-Qualifikation auf einer Holzbrücke schwer gestürzt und hatte Kopfverletzungen erlitten. Mit einem Helikopter wurde sie ins Krankenhaus von Grenoble geflogen, in dem auch der frühere Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher nach seinem Ski-Unfall lange behandelt worden war. Dort konnten ihr die Ärzte aber nicht mehr helfen.

Der tragische Unfall ging auch Helen Grobert während des Rennens nicht aus dem Kopf. „Ab der Hälfte musste ich kämpfen. Ich habe immer wieder an Annefleur gedacht, aber es hat mich nicht behindert, sondern hat mir Kraft gegeben“, sagte Grobert zu den emotionalen Begleitumständen. Als Zeichen der Anteilnahme hatten sich alle Starterinnen des U23-Laufes eine Blume an den Helm oder ins Haar gesteckt.

dpa

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