Gegen Houston Rockets

Nowitzki sauer nach Playoff-Start: "Mehr Pep"

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Dirk Nowitzki war mit dem Spiel ganz und gar nicht zufrieden.

Houston - Dirk Nowitzki erinnert an frühere Zeiten, Dallas verpatzen dennoch ihren Playoff-Auftakt. Bei den Houston Rockets sorgen vor allem zwei frühere Teamkollege für die Mavs-Niederlage. Die Historie macht jedoch Mut.

Dirk Nowitzki war außer sich. Als der Basketball- Superstar kurz vor Ende der unnötigen Niederlage zum Playoff-Start wütend über die Mitspieler schimpfte, flog sogar sein Mundschutz auf das Parkett. Trotz einer starken Leistung des Würzburgers verloren die Dallas Mavericks das erste Texas-Duell bei den Houston Rockets am Samstag (Ortszeit) mit 108:118. „Wir müssen aufmerksamer sein, wir brauchen ein bisschen mehr Pep“, klagte Nowitzki besonders über den verschlafenen Auftakt der zweiten Halbzeit. „Wir waren einen Schritt zu langsam.“

Rechtzeitig zum Beginn der K.o.-Runde zeigte der 36-Jährige zwar seine alte Extra-Klasse, versenkte zehn von 14 Würfen aus dem Feld und war mit 24 Punkten bester Werfer seines Teams. Doch wie bereits in der kompletten regulären Saison leistete sich das siebtbeste Team der Western Conference immer wieder defensive Aussetzer.

Vor allem zwei frühere Mitglieder aus dem Mavs-Meisterteam von 2011 verhinderten den erhofften Auftaktsieg für Dallas. Nowitzki-Kumpel Jason Terry erzielte 16 Zähler, Corey Brewer (15) lief im Schlussviertel heiß und hielt die Mavericks dabei mit 13 Zählern auf Distanz. „Du musst den anderen Jungs Anerkennung zollen“, lobte Nowitzki.

Topscorer James Harden mit 24 Punkten

Mit 24 Punkten war Houstons Topstar James Harden zwar Topscorer seines Teams, trumpfte aber nicht so dominant auf wie befürchtet. „Offensichtlich haben wir viel Aufmerksamkeit auf James gerichtet, aber wir haben es ihnen zu einfach gemacht“, kritisierte Nowitzki. Für Dallas punkteten zwar sieben Spieler zweistellig, in der entscheidenden Phase fehlte aber die letzte Intensität, um den Favoriten zu stoppen. Nach seiner Knieverletzung mangelt es dem früheren Rockets-Profi Chandler Parsons noch an Spielpraxis, Ersatz-Aufbauspieler Devin Harris musste mit Schmerzen im Zeh in der zweiten Halbzeit aussetzen.

Dennoch flogen die Mavs noch nicht entmutigt nach Hause, bevor am Dienstag das zweite Auswärtsspiel in Houston ansteht. „Der Plan der Mavericks gegen die Rockets ist vielversprechend, es mangelt aber an der Umsetzung“, analysierten die „Dallas Morning News“. „Es ist keine Panik-Situation“, erklärte Center Tyson Chandler. „Wir haben viel falsch gemacht und mit zehn Punkten verloren. Es geht darum, die richtigen Änderungen vorzunehmen.“

Auch ein Blick in die Statistik macht Dallas Mut. Zwar kamen bislang in einer Best-of-Seven-Serie 85 Prozent der Heim-Teams weiter, wenn sie die Auftaktpartie für sich entscheiden konnten. Seit 1998 haben die Rockets jedoch fünfmal das erste Spiel gewonnen und dabei nur einmal den Sprung in die nächste Runde geschafft. „Wir müssen gierig bleiben“, mahnte Harden vor Nachlässigkeiten im Gefühl des sicheren Sieges. Die Mavs hatten zuletzt 2005 nach einer Auftakt-Niederlage in der ersten Runde doch noch das Viertelfinale erreicht. Gegner damals: Die Houston Rockets.

dpa

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