tz-Kolumne

Heinrich heute: Die Kurzspring-Russin

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Darja Klischina.

München - tz-Kolumnist Jörg Heinrich betrachtet in der Rubrik "Heinrich heute" die Sportwelt. Diesmal schreibt er über Darja Klischina.

Womöglich darf die russische Weitspringerin Darja Klischina beim Weitsprung-Finale in Rio starten. Womöglich auch nicht. Die Frau wird ja öfter gesperrt und entsperrt als ein handelsübliches Fahrradschloss. Mal hat sie gedopt, mal nicht – und keiner weiß, was den Funktionären vor dem Wettkampf noch alles einfällt. Gut möglich, dass sich noch während des Anlaufs ein Kampfrichter in ihre Bahn wirft, um Klischina gewaltsam zu stoppen. Vielleicht wird auch, während sie die Grube überfliegt, der Sand per Falltür abgelassen. Oder das IOC beschließt: Ja, die Russin darf springen, aber nicht weit. Sie darf nur kurz springen, höchstens 3,80 Meter. Ach ja, Olympia ist kompliziert geworden. Man sehnt sich nach Ringelsocken-Heide Rosendahl gegen Renate Stecher 1972. Damals war die Welt noch so schön übersichtlich in Gut und Böse eingeteilt.

Jörg Heinrich

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