Handball-Kracher gegen Frankreich

Bad Boys haben Plan: So stoppen wir die Titelmonster

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Wollen den großen Favoriten stoppen: Uwe Gensheimer (l.) und Tobias Reichmann stehen mitm denb Bad Boys im Halbfinale gegen Frankreich.

Rio de Janeiro - Jetzt wartet auf die Bad Boys die ultimative Aufgabe. Im Olympia-Halbfinale bekommen es Deutschlands Handballer mit Frankreich zu tun. Sie lauern auf ihre Chance.

Update vom 18. August 2016: Im Olympia-Halbfinale wartet heute der Weltmeister und Olympiasieger Frankreich auf die deutsche Nationalmannschaft. Ein harter Brocken. Wir haben bereits zusammengefasst, wie Sie das Olympia-Halbfinale im Handball Frankreich gegen Deutschland live im TV und im Live-Stream sehen können.

Die einen träumen vom Gold-Hattrick, die anderen vom zweiten Titel-Coup in nur einem Jahr: Das Halbfinale Frankreich gegen Deutschland wird der Kracher! "Wir sind da, wo wir hinwollten", tönt Nikola Karabatic, der Superstar der französischen Titelmonster, nach dem Halbfinal-Einzug beim Handball-Turnier (34:27 gegen Brasilien), und seine Augen begannen plötzlich zu leuchten, "aber jetzt beginnt ein neuer Wettbewerb, der Kampf um die Medaillen".

Karabatic, der wohl noch immer beste Handballer des Planeten, brennt wie seine Teamkollegen auf den Knaller am Freitag (20.30 Uhr MESZ) gegen Europameister Deutschland (34:22 gegen Katar). Noch nie schaffte ein Männer-Handballteam drei Olympiasiege hintereinander.

"Wir sind stolz über das Erreichte, aber wir dürfen jetzt nicht aufhören", warnte Karabatic vor Selbstzufriedenheit. Neben ihm waren Luc Abalo, Michael Guigou, Daniel Narcisse und Thierry Omeyer schon bei den Sternstunden von Peking und London dabei. Für Karabatic persönlich würde der dritte Olympiasieg nach den Erfolgen von 2008 und 2012 auch das Triple-Triple bedeuten: Je drei Mal Welt- und Europameister ist er schon.

Onesta: Jugend ist deutscher Schwachpunkt

Trainer-Ikone Claude Onesta griff vor der Partie in die psychologische Trickkiste. Die deutsche Mannschaft sei "ein sehr junges Team mit großen Qualitäten, aber die Jugend ist vielleicht auch ihr Schwachpunkt", sagte der Coach: "Da müssen wir ansetzen und ihnen das Selbstvertrauen Stück für Stück nehmen."

Doch Bundestrainer Dagur Sigurdsson berichtet, dass sein Team Respekt, aber keine Angst vor den Franzosen habe. "Der Gegner ist sehr, sehr stark, aber ich würde auch nicht so gerne gegen unsere Mannschaft spielen", sagt der Isländer. Was das deutsche Team ausmacht, erzählt der, der den besten Überblick übers Spiel hat, Keeper Andreas Wolff. "Wir sind eine Einheit, in entscheidenden Phasen agieren wir als Team, keiner sticht mit Extrawürsten heraus", so der 1,98-Meter-Hüne. "Jeder fokussiert sich auf die Aufgabe, die er einbringen soll. Alle drei Trainer (Sigurdson, Alexander Haase, Axel Kromer, Anm.  d. Red.) sind sehr wichtig, sie haben ein klares Konzept, wie wir spielen wollen, und machen sich rund um die Uhr Gedanken. Damit haben sie nach dem Viertelfinale angefangen und die Spiele der Franzosen zusammengeschnitten, um uns bestmöglich vorzubereiten."

Und während die Equipe tricolore darauf baut, dass ihre Stars für Glanzlichter sorgen, setzt Deutschland auf das Kollektiv. Spielmacher Paul Drux: "Die Breite ist unsere Stärke, das hat auch gegen Katar den Ausschlag gegeben." Und die finale Halbfinalweisheit hatte Kreisläufer Hendrik Pekeler parat: "Wenn du Gold gewinnen willst, musst du auch Frankreich schlagen."

In unserem Olympia-Ticker halten wir Sie über alle Ereignisse aus Rio de Janeiro auf dem Laufenden.

mm

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