Software half den Mädels zur Medaille

Diesen Anteil hat die TU am Gold im Beachvolleyball

+
Freude über Olympia-Gold: Kira Walkenhorst (r.) und Laura Ludwig feiern den Sieg in Rio. Ein Erfolg, der auch durch die Softwarte der TU möglich gemacht wurde.

München - Die deutschen Damen haben im Beachvolleyball bei Olympia 2016 in Rio die Goldmedaille geholt. Auch dank einer Software, die an der TU München entwickelt wurde.

Gold für unsere Mädels! In Rio haben Laura Ludwig und Kira Walkenhorst Olympia-Geschichte geschrieben, im Beachvolley-ball-Finale sicherten sich die beiden Sportlerinnen vom Hamburger SV die erste Olympia-Medaille für ein europäisches Frauen-Team überhaupt. Ein Erfolg, der auch der TU in München zu verdanken ist. Denn: Ludwig und Walkenhorst haben sich mit dem Analyse-Programm „BeachViewer“ auf die Spiele vorbereitet. Und das wurde an der Technischen Uni entwickelt. Das Gold-Programm!

Die Software hilft, anhand von Videoaufnahmen Daten zu sammeln, Zusammenhänge zu finden und diese für Trainer und Spieler optimal darzustellen. „Wie bei der Spielanalyse beim Fußball geht es darum, taktische Strukturen in großen Datenmengen zu erkennen“, sagt Prof. Martin Lames, Inhaber des Lehrstuhls für Trainingswissenschaft und Sportinformatik. So sei eine typische Frage, ob etwa eine bestimmte Ausgangsposition in der Abwehr die letztendliche Richtung des Blocks beeinflusst. „Die Spieler können sich darauf einstellen, und die Erfolgswahrscheinlichkeit ihrer Aktionen erhöhen“, sagt Dr. Daniel Link, der das Projekt vor sieben Jahren mit Bundestrainer Jörg Ahmann initiiert hat. Schon beim Sieg von Brink/Reckermann im olympischen Beachvolleyballturnier 2012 wurde das TUM-Programm eingesetzt.

TU München: Nicht nur bei Olympia ganz oben

Die Münchner Universität schneidet aber nicht nur bei Olympia gut ab! Sucht man im Internet nach den besten Hochschulen Deutschlands springen einem immer wieder die drei Buchstaben entgegen: T.U.M. Die Technische Universität München steht weit oben in den Hochschulrankings. Erst vergangene Woche haben sich die Münchner im so genanntem Shanghai Ranking gemeinsam mit der Uni Heidelberg den ersten Platz unter den deutschen Teilnehmern gesichert – insgesamt wurden 1200 internationale Hochschulen bewertet. Bei dem Ranking schaffte es die TU auf Platz 47 vor Größen wie dem King‘s College in London, der University of Southern California und eben auch der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München.

Vor allem Publikationen, gewonnene Preise und Zitationsraten spielen beim Shanghai-Ranking eine Rolle. Nicht gewertet wird die Anzahl der Studenten. Da hat die LMU mit aktuell 50 327 Studierenden die Nase vorne. Bei der TU sind es 39 081.

Sicherlich können Rankings eine ersten Orientierung bei der Hochschulwahl geben. Aber sind die hohen Platzierungen der Grund, warum die Studierenden gerne an der TU sind? Die tz hat nachgefragt, was den Studenten wirklich wichtig ist. 

Inhalte gut durchdacht

Ich bin jetzt bald fertig mit meinem Elektrotechnik-Studium. Da es den Studiengang schon echt lange gibt, ist er wirklich gut durchdacht. Folien, Übungen und so weiter können wir alle online abrufen. Abseits vom Studieren bietet die TUM auch einiges. Es gibt ein eigenes Kino, und die Lage inmitten der Stadt ist natürlich auch praktisch. Alex Bucher (24), München

Profs gehen auf uns ein

Aktuell studiere ich noch Chemie aber ich werde demnächst zu Architektur wechseln. Mir gefällt es sehr gut an der TUM. Besonders gut ist das Wahlmodulangebot. Wenn man zum Beispiel am Semesterende noch schnell einen Sprachkurs machen will, ist das kein Problem. Außerdem gehen die Professoren auch immer gut auf uns Jüngere ein. Wenn‘s sein muss erklären sie etwas auch fünf mal. Aaron Wagner (19), Mühldorf

Betreuer freundlich

Ich studiere an der TU Sportwissenschaften und bin auf jeden Fall zufrieden. Unsere Betreuer sind wirklich freundlich und total offen. Wir können sie fast 24 Stunden am Tag über Mail erreichen. Sie antworten dann auch immer recht schnell. Auch die Vorlesungen sind gut, weil auf aktuelle Inhalte Wert gelegt wird. Selina Kling (22), München

Unterricht selbst planen

Ich mache gerade meinen Master in Bauingenieurwesen. Den Bachelor habe ich noch in China gemacht. Ich bin für den Master nach Deutschland gekommen, weil ich zuhause Deutsch im Nebenfach hatte. Man hat hier viele Möglichkeiten, seinen Unterricht selbst zu planen. Die Dozenten sind wirklich nett und kompetent. Sining Xu (24), München

Sabrina Höbel

auch interessant

Meistgelesen

Bundesliga-Spielerinnen als Opfer einer gemeinen Porno-Attacke
Bundesliga-Spielerinnen als Opfer einer gemeinen Porno-Attacke
Ryder Cup 2016: So sehen Sie das Golfturnier live im TV und Live-Stream
Ryder Cup 2016: So sehen Sie das Golfturnier live im TV und Live-Stream
Kerber im tz-Interview: "Ich wollte den Druck - jetzt habe ich ihn"
Kerber im tz-Interview: "Ich wollte den Druck - jetzt habe ich ihn"

Kommentare