Erfolgreicher Auftakt

Handballer bestehen Härtetest gegen Schweden

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Tobias Reichmann zeigte eine starke Leistung.

Rio de Janeiro - Gelungener Start für die Bad Boys: Die deutschen Handballer haben zum Olympia-Auftakt ihren Härtetest bestanden. Die Mannschaft von Bundestrainer Dagur Sigurdsson besiegte den EM-Achten Schweden in einem hart umkämpften Spiel.

Beste Werfer des deutschen Teams waren Julius Kühn (8 Treffer) und Tobias Reichmann (6). Zudem bewies Keeper Andreas Wolff in den entscheidenden Momenten immer wieder seine Klasse und entschärfte wichtige Bälle. Bei den Skandinaviern traf Jerry Tollbring (8 Tore) am häufigsten. Schwedens Abwehrchef Tobias Karlsson sah nach drei Zeitstrafen die Rote Karte (39.).

Die deutschen Olympia-Debüttanten lieferten ein Spiel mit Licht und Schatten. Einer starken ersten Halbzeit, in der vor allem Kühn die Bälle mit dem Selbstverständnis eines Europameisters links und rechts im Kasten der Skandinavier warf, folgte eine zerfahrene zweite. Am Ende waren es in erster Linie die Tempogegenstöße von Rechtsaußen Reichmann, die für die Entscheidung sorgten.

Nächster Brocken am Dienstag

Viel Zeit zum Genießen des kräftezehrenden Auftaktsieges bleibt der deutschen Mannschaft nicht. Schon am Dienstag wartet mit dem WM-Dritten Polen die nächste Aufgabe. Danach geht es in der Vorrunde noch gegen Gastgeber Brasilien (11. August), Slowenien (13. August) und Ägypten (15. August). Die besten vier Teams qualifizieren sich für das Viertelfinale - das Minimalziel des Deutschen Handballbundes (DHB).

Sigurdsson hatte vor dem Auftaktspiel seiner Olympia-Grünschnäbel tief blicken lassen. "Die Anspannung ist groß, wir warten schon sehr lange auf diesen Tag", sagte der Coach - und genau das war in der zerfahrenen Anfangsphase offensichtlich. Kapitän Uwe Gensheimer und Co. brauchten einige Minuten, um auf Temperatur zu kommen.

Erst der Stolperstart, dann der Lauf 

Erst nach dem schnellen 1:4-Rückstand (5.) berappelten sich die EM-Helden und bissen sich angeführt von Kühn regelrecht in die Partie. Spätestens als Gensheimer in der elften Minute zur ersten deutschen Führung einnetzte (6:5) und Keeper Wolff quer über das Feld zum 13:11 ins leere Tor traf, liefen die selbst ernannten "Bösen Jungs" heiß.

Im zweiten Abschnitt verwaltete die Sigurdsson-Sieben zunächst nur ihre Halbzeitführung und tat, zum Ärger von Sigurdsson, nicht mehr als nötig. Selbst die 23:19-Führung brachte noch nicht die Vorentscheidung - im Gegenteil. Schweden traf vier Mal in Serie und glich durch Linksaußen Fredrik Petersen aus.

In der Schlussphase behielt Deutschland dann aber in den entscheidenden Situationen klaren Kopf. Durch eine stark verbesserte Abwehrarbeit und etliche Tore über den Schnellangriff gelangen die ersten zwei Punkte auf der Medaillen-Mission.

SID

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