Fast-Food-Restaurant

Olympisches Dorf: McDonald's zieht die Notbremse

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Der australische Badminton-Spieler ist in Rio offenbar nicht der einzige, dem Fast-Food so richtig schmeckt.

Rio de Janeiro - Im Olympischen Dorf gibt es einen McDonald's - und der ist bei den Sportlern offenbar heiß begehrt. So sehr, dass die hohe Nachfrage kaum bewältigt werden kann.

McDonald's ist ein Fast-Food-Riese, den man nicht unbedingt mit einer sportlichen Lebensweise und gesunder Ernährung in Verbindung bringt. Für die Athleten des Olympischen Dorfes in Rio besteht hier aber offenbar kein Widerspruch. 

Im Olympischen Dorf stürzen sich die Sportler geradezu auf die Kalorien-Bomben. Der Clou: McDonald's gibt die Mahlzeiten für alle Sportler und Athleten kostenfrei heraus. "All you can eat" also.

Athlet mit Junk-Food-Orgie: Trainer isst mit

Erst in der letzten Woche hatte ein australischer Badminton-Spieler mit einem Post auf Twitter für Aufregung gesorgt. Er gönnte sich nach dem Ausscheiden aus dem olympischen Turnier eine Mega-Junk-Food-Mahlzeit.

Wow what a week it has been in Rio! Have to say I am disappointed about the match today. We definitely had a good chance to stretch the match to three sets toward the end of the second set but couldn't close it out. We would have loved to end our first Olympic campaign with a win against a much higher ranked pair. Although having said that, there are lots of good things to learn from the matches in the last three days playing against more experienced pairs. Can't wait to go back home to start training and keep on improving! Just want to say thanks again to everyone back home for the on going support. Definitely motivated me to fight hard on court everyday! ❤️ Now it's time to eat some junk food after months of eating clean!

Ein von Sawan Serasinghe (@sawansera) gepostetes Foto am

Offenbar war auch der Trainer des Badminton-Athleten mit der Ernährungsweise seines Schützlings einverstanden. Bis auf einen Burger und einen Brownie habe er alles aufgegessen, so der Athlet. Den Rest habe sein Trainer verspeist.

"All you can eat" wird gestoppt

Und das ist offenbar nicht einmal so ungewöhnlich wie zunächst angenommen, wie ein Bericht der Washington Post beweist. Der Andrang vor dem Restaurant wurde mit der Zeit offenbar so groß, dass McDonald's die Notbremse zog und ein Limit von 20 Produkten pro Bestellung einführen musste. Das Prinzip "All you can eat" ist also aufgehoben. 

Aber dennoch kann ein jeder bei 20 Produkten pro Bestellung noch genügend Kalorien zu sich nehmen. Die australische Schwimmerin Melanie Wright schreibt bspw. bei news.com: "Die Angestellten kommen kaum hinterher, wenn jeder 27 Cheeseburger, 40 Chicken McNuggets, zwölf Eisbecher und eine Diät-Cola bestellt."

Big Macs zum Frühstück

Laut einem Angestellten, der anonym bleiben will und von der Washington Post zitiert wird, trieben es die chinesischen Basketballer besonders bunt: "Sie kommen jeden Tag zu uns, mehrmals am Tag. Die Chinesen essen schon um neun Uhr morgens Bic Macs. Es ist verrückt."

Angeblich hängt die hohe Nachfrage nach Produkten des Fast-Food-Konzerns auch mit den fehlenden Alternativen im Olympischen Dorf zusammen. Außer dem Schnellrestaurant soll es nur noch eine chaotische Cafeteria und ein brasilianisches Restaurant geben. McDonald's wird diesen beiden offenbar vorgezogen.

Verfolgen Sie den 14. Tag in Rio in unseren Live-Ticker.

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sdm

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