Bolt und Eaton feiern

Olympia 2016: Das war Tag 13 in Rio

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Ashton Eaton und Usain Bolt feierten Gold - die Deutschen gingen leer aus.

Rio de Janeiro - Die unterschiedlichen Gesichter im Leichtathletik-Stadion von Rio: Zweites Gold für Usain Bolt, herbe Pleiten für David Storl und die deutschen Speerwerferinnen.

Während Usain Bolt mit dem Olympiasieg über 200 m seine Festspiele in Rio de Janeiro fortsetzte, enttäuschten Storl mit Rang sieben und das Speer-Trio um die als Achte noch bestplatzierte Ex-Weltmeisterin Christina Obergföll die deutschen Medaillenhoffnungen.

Der nun achtfache Olympiasieger Bolt dominierte über die halbe Stadionrunde nach Belieben und siegte unter tosendem Jubel im gut besuchten, aber bei weitem nicht ausverkauften Stadion in 19,78 Sekunden vor dem Kanadier Andre de Grasse (20,02) und dem Franzosen Christophe Lemaitre (20,12).

Der 29-Jährige holte zum dritten Mal in Folge das Sprint-Double aus 100 und 200 m, am Freitag kann er mit dem Sieg in der Sprintstaffel das historische "Triple-Triple" perfekt machen. Mit seiner Zeit über 200 m war Bolt allerdings sichtlich unzufrieden, auf den letzten 50 Metern konnte der Superstar nicht mehr wie in früheren Jahren noch einmal beschleunigen - sein Weltrekord von der WM 2009 in Berlin (19,19) ist für ihn nicht mehr in Reichweite.

Storl nur Siebter

Europameister Storl kam zuvor beim Sieg des Amerikaners Ryan Crouser, der mit 22,52 m die größte Siegesweite bei Olympischen Spielen erzielte, nicht über schwache 20,64 m hinaus und verpasste die dritte Medaille für das DLV-Team. "Ich wollte es mit der Brechstange. Es ist schon enttäuschend. Ich habe versucht, auf Biegen und Brechen um Platz drei zu kämpfen, aber es ging einfach nicht", sagte der 26 Jahre alte Sachse. „Man fühlt sich hilflos“, beschrieb er seinen Gemütszustand während des Finales.

Hinter Crouser, der die alte olympische Bestmarke von Ulf Timmermann von 1988 verbesserte (22,47), sicherte sich Weltmeister Joe Kovacs (USA) Silber (21,78), Bronze ging an den Neuseeländer Tomas Walsh (21,36).

Die 34 Jahre alte Obergföll kämpfte in ihrem letzten großen Speer-Finale noch einmal beherzt, war mit 62,92 m aber chancenlos. Gold holte überraschend die Kroatin Sara Kolak (66,18) vor der Südafrikanerin Sunette Viljoen (64,92) und der Tschechin Barbora Spotakova (64,80), der Olympiasiegerin von 2008 und 2012.

Stahl enttäuscht als Elfte

Christina Obergföll war noch die beste Deutsche.

Vize-Europameisterin Linda Stahl enttäuschte als Elfte (59,71), lag damit aber noch vor der deutschen Meisterin Christin Hussong, die mit 57,70 m Zwölfte und damit Letzte wurde. "Der zweite Wurf war mit Abstand der schlechteste Wettkampfwurf meiner Karriere. So weit werfe ich sonst aus dem Stand", sagte Stahl und bekannte: "Irgendwie ist es auch eine Erleichterung, dass es vorbei ist."

Zum König der Athleten krönte sich wie schon vor vier Jahren in London Zehnkampf-Weltrekordler Ashton Eaton. Der Amerikaner musste aber unerwartet hart kämpfen, um sich mit olympischem Rekord von 8893 vor dem ganz starken Franzosen Kevin Mayer (8834) durchzusetzen. Damian Warner (Kanada/8666) holte Bronze, Kai Kazmirek (8580) landete auf einem starken vierten Platz. Arthur Abele (8013) kam nach einem unglücklich verlaufenen Wettkampf nur auf Platz 15.

Olympiasiegerin über 400 m Hürden wurde Dalilah Muhammad aus den USA. Die Jahres-Weltbeste setzte sich in 53,13 Sekunden vor Europameisterin Sara Slott Petersen aus Dänemark (53,55) und ihrer Landsfrau Ashley Spencer (53,72) durch.

sid

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