Schwimm-EM in Berlin

Hausding holt Gold - Kurioses Silber für Duo

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Patrick Hausding hat die zweite Goldmedaille für Deutschland bei der Schwimm-EM in Berlin geholt.

Berlin - Robert Hausding hat bei der Schwimm-EM die zweite Goldmedaille für Deutschland geholt, Paul Biedermann erreicht nach dem Ausscheiden über 400 Meter Freistil das Halbfinale über die halbe Distanz. Die deutschen Turmspringerinnen holen kurioses Silber.

Weltmeister Patrick Hausding ist perfekt in seine Rekord-Mission gestartet und hat dem deutschen Wassersprung-Team das erste Gold der Heim-EM beschert. Der 25-Jährige gewann in seiner Heimatstadt Berlin vom Ein-Meter-Brett mit 428,65 Punkten vor dem Russen Jewgeni Kusnezow (422,40) und dem Franzosen Matthieu Rosset (420,10).

Mit einer schwarzen Batman-Kappe auf dem Kopf sammelte Hausding Gratulationen ein - und scherzte. „Batman kann fliegen, ich anscheinend auch. Mal schauen, ob ich die anderen Tage noch genauso gut fliege“, erklärte der Olympiamedaillengewinner von Peking.

Bei vier noch ausstehenden Starts kann Hausding seinen EM-Rekord von 2010 mit fünf Medaillen einstellen. „Es ist möglich, wenn ich meine Top-Leistung bringe. Aber fest damit rechnen kann ich nicht“, hatte der Synchron-Weltmeister vom Turm im Vorfeld gesagt.

Für den Deutschen Schwimm-Verband (DSV) war es nach dem Titel für Freiwasserschwimmerin Isabelle Härle über fünf Kilometer das zweite Gold der Schwimm-EM.

Kurioser zweiter Platz der Turmspringerinnen

Zufrieden war auch das Duo Kurjo/Phan, auch wenn ihr zweiter Platz hinter den Russinnen Jekatarina Petuchowa/Julia Timoschinina aufgrund der fehlenden Konkurrenz einen Beigeschmack hatte. „Das habe ich bei einer EM auch noch nicht erlebt. Der Rest wollte oder konnte nicht“, sagte Kurjo: „Wir aber wollten und haben es gut gemacht.“

Bundestrainer Buschkow sah es ebenfalls pragmatisch: „Man kann nur Medaillen erkämpfen, wenn man dabei ist.“ Buschkow erklärte das Phänomen mit dem hohen Leistungsniveau in der Weltspitze, vor dem viele europäische Turmspringerinnen zurückschrecken würden: „Man sieht, wie schwierig es im Turmspringen der Damen ist, Paare zusammenzustellen. Da haben viele Europäer Probleme.“

Biedermann erreicht problemlos Halbfinale über 200 Meter Freistil

Der Weltrekordler, der über die doppelte Distanz überraschend im Vorlauf gescheitert war, erreichte in 1:46,62 Minuten als Schnellster die nächste Runde.

„Es war schnell. Ich musste alles geben, das habe ich getan“, sagte der 28-Jährige, der tags zuvor nach einem „Bummel-Vorlauf“ das 400-m-Finale um sieben Hundertstelsekunden verpasst hatte. „Es war meine Schuld, da stehe ich zu“, gab der Hallenser zu: „Man lernt halt nie aus. Deswegen versuche ich, das in Zukunft zu vermeiden.“

Auch Clemens Rapp (Heidelberg), der im Endlauf über 400 m zu Platz fünf geschwommen war, zog als Siebter ins Halbfinale ein - zwei Plätze vor Doppel-Olympiasieger Yannick Agnel (Frankreich). Yannick Lebherz (Potsdam) und Robin Backhaus (Berlin) blieben als Zehnter und 13. zwar unter den ersten 16. Da aus jedem Land aber nur zwei Schwimmer weiterkommen, war für sie der Wettkampf dennoch beendet.

SID

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