Sieg gegen Kusnezowa

Petkovic lässt deutsche Tennis-Damen hoffen

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Andrea Petkovic siegte gegen Swetlana Kusnezowa.

Sotschi - Der Druck war groß für Andrea Petkovic. Nach dem 0:2-Rückstand musste sie am Sonntag unbedingt gewinnen, um die Chance auf den Final-Einzug aufrechtzuerhalten. Gegen Swetlana Kusnezowa zeigte Petkovic eine Weltklasse-Leistung.

Die deutschen Tennis-Damen dürfen noch auf den Einzug in das Fed-Cup-Endspiel hoffen. Beim Halbfinale in Russland verkürzte Andrea Petkovic am Sonntag auf 1:2. Die 27-Jährige aus Darmstadt gewann auf dem Sandplatz in der Adler-Arena von Sotschi gegen Swetlana Kusnezowa nach einer ganz starken Vorstellung mit 6:2, 6:1.

Damit braucht die Auswahl von Bundestrainerin Barbara Rittner aus dem vierten Einzel zwischen Angelique Kerber und Anastasia Pawljutschenkowa und dem abschließenden Doppel noch zwei Siege, um doch noch das Finale am 14. und 15. November zu erreichen. Tags zuvor hatten Julia Görges und Sabine Lisicki ihre Einzel verloren.

„Wir wollen in dieses Finale. Ich bin so sicher, dass wir das schaffen werden“, sagte Petkovic bei Sat.1 Gold. Rittner hatte am Samstag ihre nominellen Spitzenspielerinnen Petkovic und Kerber nicht aufgestellt. Die Weltranglisten-Elfte aus Darmstadt und die Nummer 14 aus Kiel waren nach ihrer knapp sechswöchigen USA-Tournee erst verspätet in der Olympia-Stadt von 2014 eingetroffen und litten unter der Woche noch unter dem Jetlag und der Müdigkeit.

„Ich war körperlich so drüber, ich habe gezittert, aber das ist mir alles egal. Danach lege ich mich dann wahrscheinlich fünf Tage in die Badewanne“, sagte Petkovic und betonte. „Körperlich war ich wirklich nicht in Topform, aber ich habe mich mental drin gehalten.“

Gegen die zweimalige Grand-Slam-Turniersiegerin Kusnezowa präsentierte sich Petkovic in herausragender Verfassung. Vor 3500 Zuschauern entschied sie vor den Augen von IOC-Präsident Thomas Bach nach 41 Minuten den ersten Satz für sich. Kusnezowa wirkte so genervt von der dominanten Spielweise ihrer Gegnerin, dass sie nach dem ersten Durchgang erst einmal minutenlang in der Kabine verschwand.

Petkovic ließ sich nicht aus der Konzentration bringen, musste im zweiten Satz eine Vitaminpille und Aspirin schlucken. Nach 81 Minuten beendete sie ihre Weltklasse-Vorstellung mit dem zweiten Matchball.

dpa

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