Viel Lob der Spanier und Traum-TV-Quoten

Pressestimmen: "Hispanos zerschellen an Deutscher Mauer"

Deutschland, Handball, DHB, Europameister, Jubel
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Das DHB-Team nach dem Gewinn der Europameisterschaft.

Köln - Ernüchtert und enttäuscht, aber auch mit jeder Menge Hochachtung für die deutsche Mannschaft, haben die spanischen Medien auf den EM-Titel der deutschen Handballer reagiert.

„Wie eine Herde Bisons“ sei das DHB-Team im Finale in Krakau gewesen, schrieb El Pais, beim 17:24 seien die „Hispanos“ an der „deutschen Mauer zerschellt“ (Marca).

Viel Lob erhielten Bundestrainer Dagur Sigurdsson und einer der deutschen Matchwinner: „Die Nationalmannschaft verzweifelte an Andreas Wolff, einem fantastischen Torwart“, schrieb AS, Superdeporte nannte den deutschen Keeper „schwarze Bestie“.

El Pais hob Sigurdsson hervor: „Dieses Werk ist das Verdienst von Dagur Sigurdsson. Er flickte eine Mannschaft nach vielen Ausfällen zusammen und gab dem Team Flügel.“

Die spanischen Pressestimmen im Überblick:

Marca: „Die “Hispanos' zerschellen an der deutschen Mauer. Die Hispanos schaufelten ihr Grab in der ersten Halbzeit. Wolff rechtfertigte seine Wahl zum besten Torwart des Turniers. Die spanische Nationalmannschaft wollte ihr erstes EM-Gold holen, aber sie war nicht anwesend. Deutschland verdiente den Erfolg mit dem Richtungswechsel seit 15 Monaten mit dem Isländer Dagur Sigursson an der Front. Deutschland spielte mit Härte, aber auch mit viel Selbstvertrauen.„

AS: `Bitteres Silber für die “Hispanos'. Deutschland greift sich die Goldmedaille und schickt Spanien in die vorolympische Qualifikation. Die Nationalmannschaft verzweifelte an Andreas Wolff, einem fantastischen Torwart. Sie verlor die Geduld, und es fehlte an Tempo. Deutschland überrannte sie von der ersten Minute an wie eine Dampfwalze. Es war kein schlechtes Spiel von Spanien, es war das schlechteste. Häfner nahm unsere Abwehr auseinander, genauso wie Dahmke, genauso wie Fäth. Die zweite Halbzeit war identisch: Spanien wurde nicht besser und Deutschland wurde nicht schlechter.„

Sport: `Spanien rannte sich gegen Deutschland fest und musste sich mit der Silbermedaille zufrieden geben. Spanien spielte schlecht gegen Deutschland, damit war Gold vom Tisch. Die Deutschen präsentierten im Finale eine junge und unerfahrene Mannschaft, die aber perfekt eingestellt war vom Isländer Dagur Sigurdsson. Die “Hispanos' schafften es nicht, die Abwehr zu durchbrechen. Deutschland zeigte sich inspiriert sowohl im Angriff als auch in der Abwehr mit einem unüberwindbaren Andreas Wolff.„

El Mundo Deportivo: `Totaler Schiffbruch von Spanien im Finale. Es war das schlechteste Spiel der Nationalmannschaft seit langer Zeit. Monumentaler Kollaps im Angriffsspiel. Es ist eine Niederlage für die “Hispanos', die für immer und ewig weh tun wird. Deutschland holt den Titel dank Andreas Wolff und Kai Häfner.

Superdeporte: „Spanien hatte nie den Hauch einer Chance. Andreas Wolff ist seit heute mit seinen Wahnsinnsparaden eine der schwarzen Bestien des spanischen Handballs. Deutschland ist verdienter Europameister. Kaum zu glauben, aber Spanien erzielte sein erstes Tor nach der sechsten Minute.“

El Pais: „Spanien löst sich gegen Deutschland auf. Die Mannschaft von Trainer Cadenas war völlig vernebelt im Angriff, die Goldmedaille ist futsch. Spanien verlässt Krakau mit einem bitteren Beigeschmack. Ein robustes Deutschland dominierte Spanien von Anfang bis zum Ende. Spanien hatte keine Antwort. Deutschland war wie eine Herde von Bisons. Deutschland wurde vom jungen und immensen Wolff zusammengehalten. Deutschland hat Spanien den Zahn gezogen. Dieses Werk ist das Verdienst von Dagur Sigurdsson. Er flickte eine Mannschaft nach vielen Ausfällen zusammen und gab dem Team Flügel.“

Em-Triump beschert Traumquoten

Der Triumph der deutschen Handballer im EM-Finale gegen Spanien hat der ARD eine Traum-Quote in Fußball-Sphären beschert. Das souveräne 24:17 der Mannschaft von Bundestrainer Dagur Sigurdsson gegen den Favoriten verfolgten im Ersten im Schnitt 12,98 Millionen Zuschauer. Dies bedeutete einen überragenden Marktanteil von 42,0 Prozent. Kein anderes Sportevent mit Ausnahme von König Fußball hat beispielsweise in den vergangenen drei Jahren höhere Werte erzielt.

Die vorherigen Bestmarke im Verlauf der EM in Polen stammte aus dem Halbfinale, als im ZDF 8,5 Millionen Fans das 34:33 nach Verlängerung gegen Norwegen miterlebten (28,9 Prozent Marktanteil).

Zumindest bei der kommenden EM 2018 in Kroatien dürfen sich die deutschen Fans wieder auf Live-Bilder in ARD und ZDF freuen. Dagegen dürften die Bildschirme bei der WM 2017 erneut schwarz bleiben. Nach derzeitigem Stand werden ARD/ZDF nicht in gleicher Weise live von der WM in Frankreich berichten.

BeIN, der Inhaber der WM-TV-Rechte, beharrt wie schon bei der WM 2015 in seiner Heimat Katar auf einer Sende-Einschränkung. Demnach dürfen nur Sender mit einer verschlüsselten Satellitenausstrahlung das Turnier live zeigen. Damit könnten über 18 Millionen Satelliten-Haushalte, fast die Hälfte aller TV-Haushalte in Deutschland, die Handball-Übertragungen nicht empfangen.

Die acht deutschen EM-Spiele und ihre Quoten

Spiel Begegnung Ergebnis Sender Zuschauer in Mio
Finale Deutschland - Spanien 24:17 ARD 12,98
Halbfinale Deutschland - Norwegen 34:33 ZDF 8,5
Hauptrunde Deutschland - Dänemark 25:23 ARD 5,61
Hauptrunde Deutschland - Russland 30:29 ARD 6,04
Hauptrunde Deutschland - Ungarn 29:19 ZDF 4,64
Vorrunde Deutschland - Slowenien 25:21 ZDF 3,83
Vorrunde Deutschland - Schweden 27:26 ARD 4,34
Vorrunde Deutschland - Spanien 29:32 ZDF 3,80

sid

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