Biathletin Preuß bei Wind-Lotterie knapp am Podest vorbei

Franziska Preuß lief als Vierte ins Ziel. Foto: Martin Schutt
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Franziska Preuß lief als Vierte ins Ziel. Foto: Martin Schutt
Franziska Preuß sprintete in Oberhof auf den vierten Platz. Foto: Martin Schutt
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Franziska Preuß sprintete in Oberhof auf den vierten Platz. Foto: Martin Schutt
Tina Bachmann gab ihr Comeback. Foto: Hendrik Schmidt
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Tina Bachmann gab ihr Comeback. Foto: Hendrik Schmidt
Die Tschechin Veronika Vitkova siegte in Oberhof. Foto: Martin Schutt
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Die Tschechin Veronika Vitkova siegte in Oberhof. Foto: Martin Schutt
Erschöpfte Biathletinnen im Ziel. Foto: Martin Schutt
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Erschöpfte Biathletinnen im Ziel. Foto: Martin Schutt
Bundestrainer Gerald Hönig (l) und Co-Trainer Tobias Reiter beobachten die Schießleistungen ihrer Athletinnen. Foto: Martin Schutt
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Bundestrainer Gerald Hönig (l) und Co-Trainer Tobias Reiter beobachten die Schießleistungen ihrer Athletinnen. Foto: Martin Schutt

Oberhof (dpa) - Mit jugendlicher Unbekümmertheit haben Franziska Preuß und Vanessa Hinz den Orkan-Böen in Oberhof getrotzt und beim Biathlon-Weltcup nur knapp Plätze auf dem Podest verfehlt.

Die 20-Jährige Preuß wurde in der Wind-Lotterie im Thüringer Wald starke Vierte, die 22-jährige Hinz beendet das Sprint-Rennen vor 9000 Zuschauern auf Platz sieben.

Beim ersten Weltcup-Sieg der Tschechin Veronika Vitkova fehlten der bärenstarken Preuß lediglich 3,4 Sekunden für den Premieren-Platz auf dem Podium. "Ich war schon sehr nervös, so nervös wie noch nie vor einem Rennen", sagte sie. Verärgert über den knapp verpassten dritten Platz war sie nicht: "Es hat Spaß gemacht."

Trotz zweier Schießfehler stand Vitkova nach den 7,5 Kilometern ganz oben auf dem Siegespodest vor den beiden Italienerinnen Dorothea Wierer (1) und Nicole Gontier, die als eine der wenigen Skijägerinnen fehlerfrei geblieben war. Die beiden deutschen Talente Preuß und Hinz waren je einmal in die Strafrunde abgebogen. "Liegend war der Wind beherrschbar", sagte Preuß.

Auch ihre Teamkollegin Hinz nahm die Bedingungen locker. "Es war eine Herausforderung. Aber Biathlon ist eine Outdoorsportart. Wer sich am Besten darauf einstellt, ist vorne mit dabei", meinte die Schlierseerin. Luise Kummer, die beim verpatzten Staffel-Auftakt noch arg geknickt war, wurde nach einer Strafrunde 23. "Für mich war es ein schönes Rennen, vor der Heimkulisse. Da habe ich viel lernen können", sagte sie.

Weniger Glück am Schießstand hatten Franziska Hildebrand (3) als 26., Weltcup-Rückkehrerin Tina Bachmann (3) auf Rang 47 und Karolin Horchler (2) als 54. "Es war brutal schwer mit der hinteren Startnummer. Für mich war es ein Schritt auf dem Weg zurück", sagte die zweimalige Staffel-Weltmeisterin Bachmann, die nun darauf hofft, weiter im Weltcup eingesetzt zu werden.

Nachdem tags zuvor dichter Nebel das Männer-Staffelrennen erheblich beeinträchtigt hatte, stellte diesmal das Orkantief "Elon" die Athletinnen vor große Herausforderungen. So hatten auch die Weltcup-Gesamtführende Kaisa Mäkäräinen aus Finnland und die dreimalige Olympiasiegerin Darja Domratschewa aus Weißrussland mit jeweils vier Fehlern Probleme.

Die vielversprechenden Leistungen der deutschen Skijägerinnen geben Hoffnung, dass bald auch wieder die Zuschauer in die Biathlon-Hochburg strömen. Lediglich 9000 Zuschauer waren zum Damen-Sprint gekommen. Zusammen 27 500 Besucher waren es an den ersten drei Tagen. Nachdem Oberhof auch vom Weltverband IBU angezählt wurde, sind hohe Investitionen nötig, um den Weltcup auch über 2018 hinaus zu behalten und eine erfolgreiche WM-Bewerbung auf den Weg zu bringen.

Biathlon-Weltcup

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