"Beleidigend und unangemessen"

Rassistische Mail: Hawks-Besitzer geht freiwillig

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Bruce Levenson (l.) schrieb die rassistische E-Mail bereits vor zwei Jahren.

Atlanta - Wenige Wochen nach dem Ende der Affäre um Donald Sterling beschäftigt die nordamerikanische Basketball-Profiliga NBA erneut das Thema Rassismus.

Bruce Levenson zieht sich freiwillig als Haupteigentümer der Atlanta Hawks, Team des deutschen Nationalspielers Dennis Schröder (20), zurück. Grund für den Schritt ist eine rassistische E-Mail, die der Mehrheitseigner vor zwei Jahren an die übrigen Besitzer und General Manager Danny Ferry geschickt hatte.

„Ich habe eine beleidigende und unangemessene Mail geschrieben. Ich habe unsere Fans trivial eingeschätzt und klischeehafte Annahmen über ihre Interessen formuliert. Außerdem habe ich geschrieben, dass unsere weißen Fans wertvoller sind als unsere schwarzen“, teilte Levenson in einer Stellungnahme mit. Grund für das Schreiben war Levensons Unzufriedenheit mit dem Zuschauerinteresse an den Hawks.

Levenson hatte die Liga selbst über die Mail informiert und brachte nun zum Ausdruck, dass er sich für sein Handeln schäme: „Ich entschuldige mich bei all unseren Fans und der ganzen Hawks-Familie.“

Im Skandal um Sterling, der wegen rassistischer Aussagen gedrängt worden war, die Los Angeles Clippers zu verkaufen, hatte sich Levenson öffentlich auf die Seite der Liga gestellt („Die NBA sollte bei Rassismus eine Null-Toleranz-Linie fahren“). Nun verhinderte Levenson mit dem Vorstoß, dass ihn seine Vergangenheit einholt.

Die Clippers waren Mitte August für die Rekordsumme von zwei Milliarden Dollar (rund 1,49 Milliarden Euro) an den früheren Microsoft-Boss Steve Ballmer verkauft worden. Levenson ist seit 2004 Besitzer der Hawks.

sid

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