Rebensburgs nächster Anlauf auf WM-Medaille

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Viktoria Rebensburg glaubt weiter an ihre Medaillenchance. Foto: Stephan Jansen

Beaver Creek (dpa) - Viktoria Rebensburg hat noch einen Versuch. Drei Medaillenchancen ließ die 25-Jährige in den USA verstreichen, im Riesentorlauf soll es endlich mit der ersten WM-Plakette ihrer Karriere klappen.

"Das Wetter soll wieder passen, die Piste ist in einem guten Zustand, wie ich das mitbekommen habe - dadurch freue ich mich einfach extrem auf den Riesenslalom", sagte die momentan beste deutsche Skirennfahrerin vor dem Wettkampf in Beaver Creek am Donnerstag.

Wesentlich größer ist der Druck für US-Star Lindsey Vonn, die vor heimischen Publikum noch immer auf das ersehnte Gold wartet. Doch größere Chancen als der 30-Jährigen werden ihrer Teamkollegin Mikaela Shiffrin eingeräumt. Den Saisonauftakt in Sölden gewann die 19-Jährige, beim letzten Riesenslalom in Beaver Creek wurde sie im Dezember 2013 Zweite. Und auch wenn der Mannschaftswettbewerb für das Team USA am Dienstag im Viertelfinale schon vorbei war, haben ihr die ersten beiden Fahrten vor den lauten Heim-Fans geholfen: "Es ist gut, über die Nervositätsbarriere hinweg zu sein."

Weitere Favoriten sind Doppel-Weltmeisterin Tina Maze aus Slowenien, die Österreicherin Eva-Maria Brem als Führende im Disziplin-Weltcup sowie ihre Teamkollegin und Super-G-Weltmeisterin Anna Fenninger.

Rebensburg gehört nicht zum illustren Kreis der Sieg-Anwärterinnen, obwohl sie 2010 in ihrer einstigen Paradedisziplin in Vancouver Olympia-Gold und vier Jahre später in Sotschi Bronze geholt hatte. Im WM-Winter gelangen ihr die besten Resultate allerdings in Super-G und Abfahrt. Die ersten beiden Gelegenheiten für eine Medaille konnte sie in den Rocky Mountains allerdings nicht nutzen, auch im Team-Wettbewerb klappte es nicht.

Doch das enttäuschende Erstrunden-Aus des deutschen Teams gegen Kanada soll für sie keine Rolle spielen. "Die Disziplinen an sich kann man überhaupt nicht mit dem Riesenslalom vergleichen, das sind andere Skier, Abstände. Natürlich haben wir uns mehr vorgenommen", meinte die Kreutherin.

Schon vergangenes Jahr lief es vor dem Großereignis in Russland nicht rund im Riesenslalom, dennoch war Rebensburg auf dem Podest, als es darauf ankam. Verunsichern lässt sie sich daher vor ihrer letzten Medaillenchance nicht: "Es ist, wie es ist. Letztes Jahr in Sotschi hat man auch gesehen, dass es ganz gut gepasst hat."

Und überhaupt: "Es ist nicht, dass ich sage: Hilfe, was ist da passiert. Riesenslalom ist nach wie vor meine Lieblingsdisziplin", sagte sie. Helfen soll auf dem Weg zur ersten deutschen WM-Medaille im Riesentorlauf seit dem Titel von Kathrin Hölzl 2009 zudem ein neuer Ski. "Das hat jetzt echt ganz gut ausgeschaut, es geht auf alle Fälle in die richtige Richtung", berichtete Rebensburg von den letzten Trainingseinheiten. Für das Rennen gilt: volles Risiko. "Da werde ich voll pushen. Es hat mich keiner so richtig auf der Rechnung, aber mal schauen, was passiert."

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