Kritik an deutscher Boxszene

Rocchigiani ätzt: "Gibt keine guten Kämpfe mehr"

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Graciano Rocchigiani ist für seine provokanten Sprüche bekannt.

Hamburg - Der ehemalige Box-Weltmeister Graciano Rocchigiani hat den aktuellen Zustand in der deutschen Boxszene scharf kritisiert.

 „Es gibt keine guten Kämpfe mehr. Die guten Boxer treten nicht gegeneinander an“, sagte der 50-Jährige der Sport Bild: „Alle haben Angst vor einer Niederlage und boxen lieber gegen irgendwelche Pfeifen.“ Rocchigiani führte aus: „Warum boxen nicht Huck und Hernandez endlich gegeneinander? Oder Sturm und Abraham? Das sind die Kämpfe, die die Leute sehen wollen.“

Kritik übte Rocchigiani vor allem an Supermittelgewichts-Weltmeister Arthur Abraham. „Wenn er einen Arsch in der Hose hätte, würde er Froch und Ward, die ihn ja geschlagen haben, zum Rückkampf auffordern. Aber lieber ruht er sich auf seinem WM-Titel aus.“ Gegen den Briten Carl Froch und den Amerikaner Andre Ward hatte Abraham nach seinem Aufstieg ins Halbschwergewicht jeweils nach Punkten verloren.

Rocchigiani, der im hessischen Gelnhausen demnächst ein Box-Gym eröffnen möchte, hatte seine Karriere im Mai 2003 nach einer Punkt-Niederlage gegen Thomas Ulrich (39) beendet. Der gebürtige Duisburger „Rocky“ hat 48 Profikämpfe (41 Siege/19 K.o./6 Niederlagen/1 Unentschieden) absolviert, war Weltmeister im Supermittelgewicht (IBF) und Halbschwergewicht (WBC).

sid

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