Schwimm-EM

Deutsches Freiwasserteam verpasst Titel

Thomas Lurz
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Thomas Lurz.

Berlin - Als Weltmeister war das Freiwasser-Team bei der EM in Berlin angetreten. Nach fünf Kilometern im Kampf gegen die Uhr reichte es dann zu Bronze.

Die deutschen Freiwasserschwimmer haben bei der EM in Berlin ihren zweiten Titel verpasst. Rekordweltmeister Thomas Lurz, Einzel-Europameisterin Isabelle Härle und der EM-Zweite Rob Muffels mussten sich am Samstag beim Team-Rennen über fünf Kilometer mit Bronze zufriedengeben. Der Sieg ging an das mitfavorisierte Trio aus den Niederlanden, Zweite wurde die Formation aus Griechenland. Nur 1,2 Sekunden hinter Deutschland kam Ungarn auf Rang vier ins Ziel.

„Unter den Umständen war es heute das Beste, was wir hätten rausholen können. Man muss sportlich fair sein: Die Niederländer waren einen Tick besser, wir knapp Dritter, hätten aber auch knapp Vierter werden können und von daher muss man auch mit der Bronzemedaille zufrieden sein“, sagte Lurz. Vor einem Jahr hatte er zusammen mit Härle und Christian Reichert noch Gold bei der WM in Barcelona gewonnen.

Zur Hälfte des Rennens bei 2,5 Kilometern lag Deutschland auf Platz drei. Die Niederlande mit ihrer Einzel-Europameisterin über 10 Kilometer, Sharon van Rouwendaal, führten 1,9 Sekunden vor Griechenland und 3,4 Sekunden vor den deutschen Weltmeistern.

„Ich hätte gerne mit den Jungs Gold geholt, das tut mir ein bisschen leid, aber es ging leider nicht schneller“, sagte Härle. Ihr Anzug war zehn Minuten vor dem Start gerissen, in aller Eile musste sie einen Ersatzanzug anziehen. Nach dem Rennen musste sie noch von Lurz getröstet werden, erst allmählich kehrte ihr gewohntes Lächeln zurück. „Ich war noch so fertig von den fünf Kilometern im Einzelrennen. Ich bin froh, dass wir Gottseidank noch 'ne Medaille haben“, sagte sie.

Thomas Lurz liebäugelt mit einem Verzicht auf die 25 Kilometer am Sonntag. Aber auch ohne den Rekord-Weltmeister haben die Deutschen durchaus Chancen. „Ich gehe davon aus, dass Angela Maurer nach dem für sie enttäuschenden Rennen über zehn Kilometer eine Medaille holt“, sagte Freiwasser-Bundestrainer Stefan Lurz.

Russlands Synchronschwimmerinnen gewinnen wie erwartet erstes Gold

Russlands Synchronschwimmerinnen haben bei den Europameisterschaften in Berlin erwartungsgemäß den ersten Titel gewonnen. Weltmeisterin Swetlana Kolesnitschenko siegte am Samstag bei der Entscheidung der Duette zusammen mit Daria Korobowa. Bei der WM hatte sie noch zusammen mit der dreimaligen Olympiasiegerin Swetlana Romaschina gewonnen. Schon in Barcelona hatte Russland auch als Mannschaft dominiert: In sieben Wettbewerben gewann das Team um die herausragende Romaschina siebenmal Gold.

Diesmal standen 96,1000 Punkte im Finale der Freien Kür und insgesamt 188,0391 Zähler für die Russinnen zu Buche. Silber bei der EM-Entscheidung ging an das Duo aus der Ukraine (Finale 92,9000 /insgesamt 181,8483), Bronze fuhr knapp dahinter Spanien (92,1667/181,2331) ein.

Die deutschen Synchronschwimmerinnen hatten das EM-Finale bei den Duetten verpasst. Die Schwestern Inken und Wiebke Jeske aus Flensburg belegten mit 74,9667 Punkten in der Qualifikation der Freien Kür Platz 14. In der Technischen Kür kamen Wiebke Jeske und Edith Zeppenfeld zuvor mit 72,8751 Zählern auf Rang 13. Insgesamt bedeutete das für die deutschen Sportlerinnen ebenfalls Platz 13 mit 147,8418 Punkten. Zwölf Paare durften dann im Finale starten.

dpa

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