Schwimm-EM in Berlin

Maurer wird Dritte über 25 Kilometer

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Angela Maurer wurde über die  25 Kilometer Dritte.

Berlin - Die zweimalige Weltmeisterin Angela Maurer hat die sechste Medaille für die deutschen Freiwasserschwimmer bei der Heim-EM in Berlin gewonnen.

Am Tag vor dem ersten Auftritt von Paul Biedermann und Co. hat Angela Maurer bei der Schwimm-EM in Berlin für einen glänzenden Abschluss der erfolgreichen Freiwasser-Wettbewerbe gesorgt. Die 39-Jährige gewann am Sonntag mit Bronze über 25 Kilometer die insgesamt sechste Medaille für das deutsche Team auf der Regattastrecke in Grünau.

Ganz zufrieden war die zweimalige Weltmeisterin aber nicht, weil sie den knüppelharten Kampf um Silber gegen die Ungarin Anna Olasz hinter der souveränen Siegerin Martina Grimaldi verlor. Maurer schlug und trat, ihre Rivalin tat es ihr gleich. „Das gehört beim Freiwasser dazu, es war nicht unfair, ich kämpfe gerne“, sagte Maurer.

Bei den Männern schwamm Andreas Waschburger als Vierter nur um 1, 6 Sekunden am Podest vorbei. Doch auch so verbuchten die DSV-Langstreckenschwimmer die beste EM-Bilanz seit 2008 und erfüllten die Vorgabe (drei bis vier Medaillen) über. Zuvor hatten Rekord-Weltmeister Thomas Lurz (Silber über 10 km und Bronze über 5 km), Fünf-Kilometer-Europameisterin Isabelle Härle, Rob Muffels (Silber über 5 km) und das Team (Bronze) Edelmetall gewonnen. „Besser hätte es nicht laufen können“, meinte Bundestrainer Stefan Lurz.

Sechs Medaillen sind auch das Minimalziel der Beckenschwimmer. Dafür müssen wieder einmal die „alten Hasen“ in die Bresche springen, allen voran Vizeweltmeister Marco Koch, der Olympia-Vierte Steffen Deibler und vor allem Paul Biedermann. Der Weltrekordler nimmt sich für die Heim-EM trotz Trainingsrückstandes mit fünf Starts eine „Mammut-Mission“ vor.

„Das habe ich so auch noch nie gemacht“, sagt Biedermann: „Man muss sehen, wieviel noch im Tank ist.“ Über seinen genauen Leistungsstand rätselt der 28-Jährige aus Halle nach dreiwöchiger Trainingspause wegen einer Erkrankung selbst: „Ich bin eine kleine Wundertüte.“ Die ersten Trainingsbahnen im traditionsreichen Velodrom haben Biedermann Lust auf mehr gemacht: „Die ersten Züge fühlen sich sehr gut und schnell an.“

Wie stark der Doppel-Weltmeister von 2009 bei seinem ersten internationalen Langbahn-Wettkampf seit zwei Jahren zurückkehrt, wird bereits die erste Finalentscheidung auf seiner Weltrekordstrecke 400 m Freistil zeigen. Dem mit Spannung erwarteten Duell gegen Olympiasieger Yannick Agnel fiebert Biedermann förmlich entgegen. Bereits im Vorlauf treten beide Rivalen gegeneinander an.

„Für mich ist das auf jeden Fall das Highlight, er ist ganz klar der große Star hier in Berlin“, sagte Biedermann über den Franzosen, der in den USA mit dem zurückgekehrten Rekord-Olympiasieger Michael Phelps trainiert. „Wenn man gegen Yannick Agnel schwimmt“, meinte Biedrmann, „schwimmt man auch gegen Michael Phelps.“

Auffällig ist die gute Stimmung im Team. Die jüngsten Debakel bei Olympia 2012 und der WM im vergangenen Jahr scheinen vergessen. „Keiner ist krank, keiner ist verletzt, keiner ist in schlechter Stimmung“, verrät Chef-Bundestrainer Henning Lambertz: „Wir müssen sehen, was wir am Ende tatsächlich ins Becken zaubern können.“

Gute Laune haben auch die Wasserspringer um Vorzeigeathlet Patrick Hausding. Der Synchron-Weltmeister nimmt seinen EM-Rekord von Budapest, als er 2010 in all seinen fünf Wettkämpfen eine Medaille gewann, ins Visier: „Es ist möglich, wenn ich meine Top-Leistung bringe. Aber fest damit rechnen kann man nicht.“

Eine erste Niederlage hat Hausding allerdings bereits kassiert: Im internen Wettstreit um den Platz im Team-Wettbewerb zum Auftakt am Montag zog das Berliner Duo Hausing/Maria Kurjo gegen die Dresdner Sascha Klein/Tina Punzel den Kürzeren.

sid

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