Titel Nummer 5 und Weltrekord Nummer 3

Schwimm-WM: US-Star schafft besondere Bestleistung

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Katie Ledecky sorgte für ein Novum bei der Schwimm-WM.

Kasan - Weltmeister Marco Koch plauderte entspannt über den größten Tag seiner Karriere, die Kolleginnen kämpften sich zu achtbaren Finalplätzen. Eine Klasse für sich: Katie Ledecky mit Titel Nummer fünf und Weltrekord Nummer drei in Kasan - und einem Novum.

Am Tag nach dem WM-Titel für Marco Koch jubelte die deutsche Mannschaft über tapfere Final-Debütantinnen und staunte über einen US-Star. Die Amerikanerin Katie Ledecky schlug bei der WM in Kasan zu ihrem fünften Gold und dem dritten Weltrekord an - und zu einer Bestleistung der ganz besonderen Art. Erstmals gewann ein Schwimmer oder eine Schwimmerin die Freistil-Titel über 200, 400, 800 und 1500 Meter. Am Samstag beste Deutsche: Jenny Mensing, die über 200 Meter Rücken in ihrem ersten WM-Finale als gute Fünfte anschlug.

Ledecky demonstrierte eigene Klasse bei ihren 8:07,39 Minuten über 800 Meter Freistil - sie war 3,61 Sekunden schneller als bei ihrer eigenen Bestzeit. Sarah Köhler unterbot auf Platz sieben in 8:23,67 Minuten ihre Bestzeit aus dem Vorlauf um zweieinhalb Sekunden. „Das ist nochmal eine Nummer geiler als in Berlin letztes Jahr“, sagte die in der Vorbereitung lange kranke Frankfurterin.

Weiter vorne platzierte sich Mensing. „Ich habe die neben mir gesehen und gedacht: Du bist nicht vor mir, auf keinen Fall“, erklärte die Wiesbadenerin ihre Gedanken in der Endphase des 2:08,49 Minuten langen Rennens. „Deutscher Rekord wäre noch besser gewesen, aber der kommt dann nächstes Mal.“ Bei 2:08,30 liegt diese Marke.

Weltmeister Koch präsentierte sich am vorletzten Tag der Titelkämpfe in Russland natürlich bester Laune. „Vorlauf und Halbfinale war Gemüse essen - und Finale dann Dessert abholen“, schilderte der 25-Jährige, der den Sieg über 200 Meter mit „20 Chicken-Nuggets und einem kleinen Burger“ gefeiert hatte.

Bei „Gemüse“ blieb es für Dorothea Brandt und Carl Louis Schwarz. Für Brandt, die ihr neues Trainingskonzept ganz auf Olympia ausgerichtet hat, reichten 24,75 Sekunden über 50 Meter Freistil zu Platz zehn und damit nicht für den Endlauf. Nach 25,20 schlug Carl Louis Schwarz über 50 Meter Rücken an und war damit gut zwei Zehntel über Bestzeit. Rang 15 und Halbfinal-Aus für den 19-Jährigen.

Über die Mensing-Strecke bejubelte die Australierin Emily Seebohm nach 2:05,81 Minuten ihren dritten Erfolg in Kasan. Olympiasieger Florent Manaudou aus Frankreich präsentierte sich auch bei der WM als schnellster Mann der Welt und schlug über 50 Meter Freistil nach 21,19 Sekunden an. Es war die drittbeste je geschwommene Zeit und der dritte Titel des 24-Jährigen bei dieser WM.

Nach dem Sieg über 100 Meter Schmetterling war die Schwedin Sarah Sjöström in 24,96 Sekunden auch über die 50 Meter nicht zu schlagen. Als erste Frau holte sie sich bei einer Weltmeisterschaft den Titel über diese beiden Schmetterlingsstrecken. Südafrikas Olympiasieger Chad Le Clos verteidigte über 100 Meter Schmetterling in 50,56 Sekunden wie zuletzt Michael Phelps seinen Titel erfolgreich. Joseph Isaac Schooling holte als Dritter die erste Medaille für Singapur bei einer Schwimm-WM. Die Premiere mit der Mixed-Staffel gewannen die USA in Weltrekordzeit von 3:23,05 Minuten.

dpa

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