Zum dritten Mal

Sieg gegen Russland: DBB-Team holt den Supercup

DBB-Team
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Zum dritten Mal nach 2004 und 2012 gewinnt das DBB-Team den Supercup.

Bamberg - Eine Woche vor dem Start in die EM-Qualifikation haben die deutschen Basketballer den Supercup gewonnen und neues Selbstvertrauen getankt. Das Turnier in Bamberg offenbarte dennoch Schwächen.

Die deutschen Basketballer haben rechtzeitig vor dem Start in die EM-Qualifikation neues Selbstvertrauen getankt. Beim zuvor holprig verlaufenen Supercup in Bamberg feierte die Mannschaft von Bundestrainer Emir Mutapcic zum Abschluss einen überzeugenden 84:75 (42:30)-Erfolg über Russland und gewann das Turnier zum dritten Mal nach 2004 sowie 2012.

Eine Woche vor dem Auftakt der Qualifikation in Polen am kommenden Sonntag (20.00 Uhr) musste die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) die Russen bei der Generalprobe mit mindestens acht Punkten Unterschied schlagen, um sich Platz eins zu sichern. Lucca Staiger sorgte bei 0,4 Sekunden auf der Uhr für die Erlösung. Die deutsche Mannschaft ließ sich anschließend gebührend feiern.

Der Gastgeber präsentierte sich im Gegensatz zum mühevollen Sieg gegen Lettland (75:74) und der Niederlage gegen Israel (84:91) überraschend stark. Mit einer aggressiven Verteidigung entnervte das DBB-Team den dreimaligen Weltmeister. Im zweiten Viertel gelang den Russen über fünf Minuten lang kein Punkt. Früh kündigte sich an, dass es für den Turniersieg reichen könnte. Mitte des dritten Viertels hieß es 53:33, die bis dahin unbesiegten Russen kamen aber näher und lagen zehn Sekunden vor Schluss nur noch sieben Punkte hinten. Dann kam Staigers großer Auftritt.

Trotz des Erfolges hat Mutapcic noch Arbeit vor sich. In den ersten beiden Spielen konnte seine Mannschaft nicht überzeugen. Der Bosnier weiß, woran vor den entscheidenden Wochen des Sommers zu arbeiten ist. Die Gegner bekommen „zu viele zweite Chancen“, kritisierte der 54-Jährige nach dem Israel-Spiel. Im Angriff habe die Balance gefehlt: „Wir haben viel zu viele Würfe von außen genommen.“

Nicht nur Leistungen wie die in den ersten beiden Spielen machen Mutapcic Sorgen. Der 54-Jährige hat noch ganz andere Probleme. In Daniel Theis fehlte ein wichtiger Spieler am kompletten Wochenende wegen einer Risswunde in der Wade, Tibor Pleiß war ebenfalls nur als Zuschauer in der Halle. Der Center des spanischen Erstligisten Vitoria darf wegen laufender Vertragsverhandlungen nicht spielen.

Wann oder ob sich die Situation überhaupt klärt, ist völlig offen. Gut möglich, dass Pleiß Deutschland im Kampf um ein Ticket für die EM 2015, bei der es um Olympia 2016 in Rio geht, komplett fehlt.

„Er würde uns helfen. Tibor ist der vielleicht beste deutsche Big Man“, sagte Kapitän Heiko Schaffartzik, nach dem schwachen Start ins Turnier und der Kritik des Trainers („total außer Form“) bester Werfer gegen die Israelis (17 Punkte). Beim Sieg über Außenseiter Lettland waren Lokalmatador Maik Zirbes (15) und NBA-Profi Dennis Schröder (12) am erfolgreichsten. Im Russland-Spiel hieß der Topscorer Robin Benzing (18).

Beim deutschen Team, im Vorjahr noch sieglos Letzter, gab es durchaus Lichtblicke. Einer war der erst 20-jährige Schröder, der mit viel Auge Regie führte. Gegen Russland funktionierte das gesamte Team. In der Qualifikation geht es bis zum 27. August neben Polen gegen Österreich und Luxemburg. Auf dem Weg zur EuroBasket reicht der DBB-Auswahl in der machbaren Gruppe höchstwahrscheinlich schon der zweite Platz.

SID

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