Umfrage zufolge

Das sind die Meisterschaftsfavoriten der Beko-BBL

BBL, FC Bayern Basketball, Brose Baskets Bamberg, Beko BBL
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In der vergangenen Saison entschieden die Brose Baskets Bamberg die Endspielserie gegen den FC Bayern Basketball für sich.

München - In dieser Woche startet die Basketball Bundesliga in ihre neue Spielzeit. Der Nachrichtendienst dpa hat zu Saisonbeginn den Trainern die Favoritenfrage gestellt.

Aus dem Dreikampf um den Titel wird in der 50. Saison der Basketball-Bundesliga ein Duell. Bamberg oder Bayern - eines der beiden Schwergewichte aus dem Süden wird deutscher Meister, darin sind sich die Trainer der 18 Clubs weitgehend einig. In einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter den Coaches wurden die beiden Topteams jeweils 14 Mal genannt.

Bei Titelverteidiger Bamberg und Herausforderer München wurde dagegen weiter geklotzt statt gekleckert. Die Brose Baskets konnten ihr Meisterteam mit Ausnahme von Star-Center Trevor Mbakwe zusammenhalten und mit Topspielern wie Nicolo Melli oder Nikolaos Sisis sogar noch verstärken. Die Münchner zogen ihre Lehren aus der Finalniederlage gegen den Südrivalen und unterzogen ihrer Mannschaft ein „Facelifting“, wie es Geschäftsführer Volker Stix beschrieb.

Durch Maxi Kleber, Alex Renfroe und Deon Thompson fügten die Bayern ihrem Kader jede Menge Athletik hinzu, zudem kam in K.C. Rivers ein erfahrener Spieler aus der spanischen Topliga. Die Zielsetzung in München ist deshalb klar. „Wenn man der FC Bayern ist, dann sind national immer die Titel das Ziel“, sagte Stix. „Wenn alles normal läuft und wir gesundbleiben, können wir sicher noch einmal Meister werden“, sagte Coach Svetislav Pesic.

Doch es gilt, die Brose Baskets zu schlagen. Das Team des Italieners Andrea Trinchieri, der mit seinem Temperament und Wortwitz bereits in seinem ersten Jahr in Basketball-Deutschland Kultstatus erreicht hat, bewies bereits beim Champions Cup gegen Pokalsieger Oldenburg, welch großes Potenzial auch in der neuen Saison in ihm steckt.

Das ist vor allem ein Verdienst von Sportdirektor Daniele Baiesi und Geschäftsführer Rolf Beyer, die bereits unmittelbar nach dem Titelgewinn die Weiterverpflichtung der beiden Point Guards Bradley Wanamaker und Janis Strelnieks vermelden konnten. „Das war nicht einfach, aber wir sind stolz, dass es uns gelungen ist“, sagte Beyer.

Nur Center Mbakwe war für die Franken nicht zu halten, die Position direkt unter dem Korb könnte daher vor allem auf Euroleague-Ebene zum einzigen Schwachpunkt im hochkarätig besetzten Kader werden. „Wir werden für die Gegner sehr schwer auszurechnen sein“, sagte Theis. Anders als die Bayern reden die Franken nicht ganz so forsch vom Titel. „Unser Ziel ist es, ins Finale zu kommen“, sagte Beyer.

Abseits der beiden Giganten, die auch auf internationaler Ebene gefordert sind, spielen zwei weitere bayerische Bundesligisten gegen den Abstieg. So auch medi Bayreuth, das den Klassenverbleib mit Rang 16 in der Vorsaison gerade so bewältigen konnte. „Wir wollen uns möglichst schnell im Mittelfeld etablieren und mehr Konstanz in unseren Saisonverlauf bringen als in der letzten Saison“, sagte Trainer Michael Koch.

Ein rundum erneuerter Kader mit elf Zu- und zehn Abgängen soll bei den Oberfranken für neue Stärke sorgen. Als Trumpf gilt Ex-Nationalspieler Koch, der auf der Trainerbank für Ruhe und Erfahrung steht. Eine Playoffteilnahme erscheint eher unrealistisch.

Aufsteiger Würzburg will nach der Rückkehr nur eines: nicht sofort wieder absteigen. Gemeinsam mit Gießen setzten sich die Unterfranken in der 2. Bundesliga durch und haben ihr Aufstiegsteam mit Spielern wie Dru Joyce (Braunschweig) und Maurice Stuckey (Oldenburg) sinnvoll mit erstligatauglichen Profis verstärkt. „Als Aufsteiger müssen wir realistisch bleiben und sagen: Wir wollen mit dem Abstieg nichts zu tun haben und so früh wie möglich den Klassenerhalt sichern“, erklärte Baskets-Coach Doug Spradley.

dpa

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