Sky-Nachrichtenfrau Kate Abdo im tz-Interview

+
Sky-Moderatorin Kate Abdo freut sich auf die neue Herausforderung in Unterföhring.

München - Ab Winter geht der Bezahlsender Sky mit einem in Deutschland einzigartigen Projekt auf Sendung. Sky Sport News HD wird rund um die Uhr Sportnachrichten zeigen.

Insgesamt werden 14 Moderatoren paarweise durch das Programm führen. Head Anchor Kate Abdo aus Manchester ist das erste Gesicht des Formats. In der tz spricht die 30-Jährige über ihr neues Leben in der neuen Stadt.

Frau Abdo, beginnt für Sie mit dem Sky-Engagement ein ganz neuer Lebensabschnitt?

Abdo: Kann man sagen. Ich habe London hinter mir gelassen. Das ist eine neue Herausforderung. Ich denke, dass ich viel von dem, was ich bei CNN gemacht habe, mitnehmen kann, aber auch viel Neues lernen werde. Als ich von diesem Projekt erfahren habe, das ich schon aus England kannte, war ich sofort begeistert.

Warum?

Abdo: Normalerweise kommt man irgendwo hin, und es ist schon alles da. Hier war es spannend, dass man etwas Neues mit aufbauen kann. Das gibt es nicht oft.

Vor Kurzem haben Sie geheiratet. Ist Ihr Mann mit umgezogen?

Abdo: Jein. Er pendelt. Er ist momentan in Berlin, hat dort seine Firma. Der Plan ist, dass er auch irgendwann etwas hier aufbaut.

Seit August sind Sie das neue Gesicht von Sky. Nervös?

Abdo: Es ist schon eine gewisse Verantwortung. Aber wenn man Moderatorin ist, weiß man, dass man immer das Gesicht eines Senders ist und den Sender repräsentiert. Hoffentlich kann ich gut damit umgehen, und hoffentlich enttäusche ich keinen.

Heiße Reporterinnen: Eine heißt sogar Scharf!

Netwoman, Wontorras Tochter und Frau Scharf: Heiße Sportreporterinnen

Wie lange, denken Sie, wird es dauern, bis die Zuschauer von „Sky Sport News HD“ überzeugt sind?

Abdo: Ich kenne die Version aus England. Und ich bin selbst sehr kritisch, was Fernsehen angeht, weil ich mich auch auskenne. Aber ich denke, dass wir die Leute mit diesem Programm schnell überzeugen können.

Sie sprechen neben Englisch und Deutsch auch Französisch und Spanisch fließend. Wie haben Sie die Sprachen so gut gelernt?

Abdo: Irgendwie wollte ich nie in England bleiben. Ich konnte Spanisch in der Schule nicht lernen, wollte es aber unbedingt. Dann bin ich mit 18 nach Spanien gegangen, das hat mir super gefallen. Ich habe dort Abitur gemacht, dann mit der Uni angefangen. Dort habe ich Deutsch und Französisch gewählt, weil ich das schon von der Schule kannte. Sprachen haben mich immer interessiert. Mathe war zum Beispiel nie so mein Ding.

Ist Moderieren auf Deutsch trotzdem eine Umstellung?

Abdo: Ja, ich finde es auch gut, dass ich erst im Winter anfange, zu moderieren. Es sind immerhin sechs Stunden am Set. Das ist eine lange Zeit, wenn es auf einer anderen Sprache ist. Aber ich versuche, mit meinem Mann nur Deutsch zu sprechen.

Wollten Sie schon immer Sportmoderatorin werden?

Abdo:Ehrlich gesagt nicht. Ich wollte immer Übersetzerin werden, weil ich nicht wusste, was man mit Sprachen sonst machen kann. Bei der Deutschen Welle habe ich dann ein Praktikum gemacht. Dort ist ein Sportmoderator von heute auf morgen gegangen. Deshalb haben sie im Haus ein Casting veranstaltet und mich gefragt, ob ich das machen möchte. Das war nicht geplant, aber ich habe mich gefreut, dass es so gekommen ist.

Haben Sie eine Lieblingssportart?

Abdo: Ich schaue unheimlich gerne Fußball. Die Bundesliga liegt mir auch mehr am Herzen als die Premier League, weil es nicht so viel um das Drumherum geht. In England weiß man immer ungefähr: Chelsea, Liverpool, ManU, Arsenal so in die Richtung wird es gehen. Ich gucke auch sehr gerne Boxen, sehr gerne NBA. Wo ich mich richtig einarbeiten muss, ist Wintersport. Das ist in Deutschland sehr wichtig, in England kein Hauptpunkt.

Was gefällt Ihnen an Ihrer neuen Heimat am besten?

Abdo: Ich finde den Münchner Lebensstil sehr schön. Besonders wenn man gerade aus London kommt und alles so hektisch ist, ist man in München sofort entspannt.

Und die Wiesn…

Abdo: …kenne ich noch nicht. Die erlebe ich dieses Jahr zum ersten Mal mit meinen Kollegen – und da werde ich auch zum ersten Mal in der Öffentlichkeit mein Dirndl tragen.

Interview: Sina Ojo

  • 0 Kommentare
  • 0 Google+
    schließen

Kommentare

Kommentar verfassen