"Irreparabler Schaden"

Spaniens Davis-Cup-Team nach 18 Jahren abgestiegen

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Rafael Nadal konnte die Play-Off Niederlage des spanischen Davis-Cup-Teams gegen Brasilien nicht verhindern. Er fiel verletzungsbedingt aus.

Madrid - Der fünfmalige Davis-Cup-Sieger Spanien ist ohne den verletzten Superstar Rafael Nadal und Top-10-Spieler David Ferrer nach 18 Jahren aus der Weltgruppe abgestiegen.

Die Spanier verloren das Play-off-Duell gegen Brasilien mit 1:3. Roberto Bautista Agut kassierte beim 4:6, 6:3, 3:6, 2:6 gegen Thomaz Bellucci die entscheidende Niederlage. Der Titelgewinner von 2000, 2004, 2008, 2009 und 2011, erlitt in Sao Paulo die erste Pleite auf Sand seit 1999 - auch damals passierte es gegen Brasilien. Die Südamerikaner schafften erst zum zweiten Mal nach 2003 den Aufstieg in die „1. Liga“.

In der Heimat sind Spaniens Tennisprofis heftig kritisiert worden. „Spanien hat den Tiefpunkt erreicht“, titelte die spanische Tageszeitung „El Mundo“ am Montag. „Das ist unvorstellbar“, schrieb die Sportzeitung „Marca“ über die 1:3-Niederlage in der Relegation gegen Brasilien, durch die Spanien erstmals seit 18 Jahren wieder aus der Weltgruppe abstieg.

Die Medien kritisierten vor allem, dass Spieler wie Feliciano López oder Tommy Robredo nicht gespielt hätten und sahen darin auch eine Schwächung von Teamchef Carlos Moyá. „Der Schaden ist irreparabel und grausam für die Figur Moyá, welcher für viele von ihnen ein Idol gewesen ist“, schrieb „Marca“.

Moya musste in Sao Paulo auf Roberto Bautista Agut und Pablo Andujar setzen. „Zwischen Absagen und Verletzungen wurde ein Desaster zusammengebraut“, meinte das Sportblatt „As“. In der ersten Runde hatte der fünfmalige Davis-Cup-Champion gegen Deutschland verloren.

dpa/SID

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