Diese Menschen waren entscheidend

Alle Tops und Flops im Sportjahr 2015

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Usain Bolt, Jürgen Klopp und Severin Freund prägten das Sportjahr 2015.

München -  Usain Bolt, der FC Barcelona und Lewis Hamilton prägen das sportliche Jahr 2015. Erfolge gibt es auch für die deutschen Wintersportler. Andere gingen leer aus. Ein Überblick:

Als seine Sprinter-Kollegen schon bedröppelt den Weg in die Kabine suchten, war Usain Bolt dann doch noch zu stoppen. Nach seinem Gold über 200 Meter wurde der Jamaikaner fies von hinten abgeräumt, ein Kameramann hatte die Kontrolle über sein Segway verloren und brachte den unschlagbar anmutenden Bolt zu Fall. Rein sportlich war gegen den Sprint-König wieder einmal nichts zu holen. Auch Triple-Sieger FC Barcelona, Formel-1-Pilot Lewis Hamilton und der deutsche Skispringer Severin Freund feierten Erfolge.

Rückblick auf das Sportjahr 2015

BOLT-BESTMARKE: Die Leichtathletik-WM in Peking stand wieder einmal ganz im Zeichen von Bolt. Der sechsmalige Olympiasieger triumphierte über 100 Meter, ohne im Vorfeld wie sonst als klarer Favorit gehandelt worden zu sein. Anschließend gewann er auch über die 200 Meter und mit der jamaikanischen Staffel über die 4x100 Meter. Mit elf WM-Titeln ist der 29-Jährige inzwischen der erfolgreichste Athlet in der Geschichte von Leichtathletik-Weltmeisterschaften. Für ein besonderes Highlight sorgte Ashton Eaton, der mit 9045 Punkten den Zehnkampf-Weltrekord verbesserte. Auch für die deutschen Athleten lief die WM zufriedenstellend: Am Ende standen acht Medaillen, darunter die Weltmeister-Titel von Kugelstoßerin Christina Schwanitz und Speerwerferin Katharina Molitor.

BARCA-TRIPLE: Im Juni krönten sich die Kicker des FC Barcelona mit einem 3:1 gegen Juventus Turin zu den fußballerischen Königen Europas, als sie in Berlin Champions-League-Sieger wurden. In den vergangenen zehn Jahren gewannen die Katalanen den Wettbewerb viermal. Kein anderer Verein konnte auch nur zwei Henkelpokale in diesem Zeitraum erobern. Als erster europäischer Verein gewann Barcelona mit seinen Fußball-Männern zum zweiten Mal das Triple.

OHNE POKALE: Die Fußballer des FC Bayern verpassten es, eine starke Saison 2014/2015 zu krönen. Zwar stand am Ende der ungefährdete Meistertitel - Schale Nummer 25 - doch durften bei den großen Finals in Berlin andere jubeln: Das Team von Pep Guardiola schied in der Champions League und im DFB-Pokal jeweils im Halbfinale aus. Den nationalen Cup gewann erstmals der VfL Wolfsburg.

DEBÜTANTENBALL: In der EM-Qualifikation lösten neben Weltmeister Deutschland auch fünf Debütanten ihre Tickets für die Endrunde in Frankreich 2016. Island, Nordirland, Wales, Albanien und Slowakei gelang die Qualifikation für die Premieren-Ausgabe mit 24 Teams. Auch Österreich und die Schweiz sind dabei, überraschenderweise zu Hause bleiben muss hingegen die Nationalmannschaft der Niederlande.

MERCEDES-DOMINANZ : Das Formel-1-Jahr wurde einmal mehr zur Show von Lewis Hamilton. Der Brite distanzierte Vize-Weltmeister Nico Rosberg erneut und holte sich seinen dritten Weltmeisterschafts-Titel. Sebastian Vettel feierte ein gelungenes Debütjahr bei Ferrari und fuhr in der Gesamtwertung auf Rang drei.

TITELSAMMLER IM TENNIS: Die Dominatoren Novak Djokovic und Serena Williams prägten das Tennisjahr mit jeweils drei Grand-Slam-Titeln. Der Serbe verlor lediglich im French-Open-Finale von Paris gegen den Schweizer Stan Wawrinka, die US-Amerikanerin hatte den Vierfachtriumph bereits vor Augen und unterlag dann ausgerechnet bei den US Open in New York der ungesetzten Italienerin Roberta Vinci.

ERFOLGLOSE TEAMSPORTLER: Bereits im Januar traten die deutschen Handballer bei der WM in Katar an und scheiterten im Viertelfinale am Gastgeber, der überraschenderweise ins Finale einzog und dort erst den Franzosen unterlag. Für die deutschen Basketballer um Dirk Nowitzki war bei der EM im September trotz des Heimvorteils kein zählbarer Erfolg drin. Das Team scheiterte in Berlin nach vier Niederlagen in fünf Spielen bereits in der Vorrunde.

DOPING-SKANDAL: Nach weiteren Dopingenthüllungen unter anderem von der ARD wurde der russische Leichtathletik-Verband ARAF vom Weltverband IAAF vorläufig suspendiert. Bis auf weiteres darf der Verband keine Sportler zu Wettbewerben schicken, auch die Teilnahme der Athleten an den Olympischen Sommerspielen 2016 in Rio ist in Gefahr. „Das war ein beschämender Weckruf, und wir sind uns einig, dass Betrug auf keiner Ebene toleriert werden wird“, kommentierte IAAF-Präsident Sebastian Coe.

Im Jahr 2015 standen zwar nicht die ganz großen Sportereignisse an, aber dennoch gab's zahlreiche Triumphe und Enttäuschungen.

Das waren die Tops im Sportjahr 2015

SKISPRINGER und KOMBINIERER: Wenn es um fliegende Ski ging, waren die Deutschen Anfang 2015 ganz weit vorne: Severin Freund erfüllte sich als dritter Deutscher nach Jens Weißflog und Martin Schmitt den Traum vom Gewinn des Gesamtweltcups im Skispringen. Wie Freund holte Carina Vogt Gold bei der Nordischen Skiweltmeisterschaft in Falun. Und die Teilzeitspringer der Nordischen Kombinierer, Tino Edelmann, Eric Frenzel, Fabian Riessle und Johannes Rydzek, gewannen in Falun nach 28 Jahren erstmals wieder WM-Gold im Teamwettbewerb.

SEBASTIAN VOLLMER: Er ist der erste deutsche Super-Bowl-Sieger überhaupt. Der Rheinländer Sebastian Vollmer gewann mit seinen New England Patriots gegen den bisherigen NFL-Meister Seattle Seahawks mit 28:24 Punkten ein spannendes Finale. „Das ist der Olymp unseres Sports“, kommentierte Vollmer spontan.

SV DAMRSTADT 98: Die „Lilien“ marschierten - völlig überraschend - aus der 3. Liga bis ins Oberhaus. Und dort, wo Darmstadt zuletzt in der Saison 1981/82 gespielt hatte, gelang - völlig überraschend - ein solider Start. Anscheinend hatten die Spieler von Trainer Dirk Schuster nicht zu viel Energie bei ihrer Aufstiegsfeier im Sommer auf Mallorca verschwendet.

LEICHTATHLETEN: Bei der Weltmeisterschaft in Peking sorgten die deutschen Leichtathleten für eine gute Bilanz, so manche Überraschung und Zuversicht. „Die Generalprobe für Olympia 2016 in Rio de Janeiro ist geglückt“, sagte Verbandspräsident Clemens Prokop. Katharina Molitor triumphierte im Speerwurf. Insgesamt erreichten 30 der 66 deutschen Starter einen Finalplatz und es gab achtmal Edelmetall - nur Kenia, Jamaika und die USA sammelten mehr Plaketten.

FRANK STÄBLER: Schon 21 Jahre war es her gewesen, dass Deutschland einen Ringer-Weltmeister im griechisch-römischen Stil stellte. Diese Pause beendete der Schwabe in Las Vegas, ganz ohne Spielglück: In der Kategorie bis 66 Kilogramm gewann er.

ANGELIQUE KERBER: Es war das bislang erfolgreichste Tennis-Jahr der Bremerin. Kerber gewann vier WTA-Turniere, dabei zum ersten Mal auf Rasen und auf Sand. Das brachte die 27-Jährige zur WTA-WM, wo sie knapp das Halbfinale verpasste.

MARCO KOCH: Das war schon ein Kunststück: Der Schwimmer Marco Koch holte als erster Deutscher den WM-Titel über 200 Meter Brust. Britta Steffen hatte vor sechs Jahren das bis dahin letzte Gold für Deutschland bei einer WM gewonnen.

FC BAYERN MÜNCHEN: Auf diesen Titel mussten die Bayern 39 Jahre warten: Zum ersten Mal Meister seit 1976 holten sie die Meisterschaft bei den Frauen. „Das ist etwas Historisches. Männlein und Weiblein deutscher Meister“, lobte Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Die FCB-Männer waren da schon souverän Meister - zum 25. Mal. Nach der Sommerpause machten die Kicker von Pep Guardiola noch dominanter weiter: Es folgten ein Rekordstart, jeweils 5:1-Siege gegen Dortmund und Wolfsburg, und der 1000. Bundesliga-Sieg - ein Rekord, na klar.

JAN FRODENO: Als fünfter deutscher Triathlet gewann Jan Frodeno im Oktober die Ironman-WM auf Hawaii. Der Saarbrücker zählt nun zu den ganz Großen des Sports. Dazu gab es im November auch noch den Bambi in der Kategorie Sport.

LEWIS HAMILTON: Der Mercedes-Fahrer setzte sich im Kampf um die WM-Krone der Formel 1 gegen zwei Deutsche souverän durch. Sebastian Vettel im Ferrari und Mercedes-Kollege Nico Rosberg fuhren am Ende zu oft hinterher, so dass Lewis Hamilton schon drei Rennen vor Saisonende beim Grand Prix in Austin seinen dritten WM-Titel nach 2008 und 2014 feiern konnte.

Das waren die Flops im Jahr 2015

FUSSBALLVERBÄNDE und -FUNKTIONÄRE: Das Ansehen der Fußballverbände FIFA und DFB ist nach diesem Jahr im Eimer. Bitter wurde es vor allem für zahlreiche Funktionäre. FIFA-Präsident Sepp Blatter und UEFA-Chef Michel Platini wurden wegen Korruptionsverdachts vorläufig gesperrt. Mit einem Bericht im Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ nahm die Affäre um unlautere und womöglich illegale Machenschaften rund um die WM 2006 in Deutschland ihren Anfang. DFB-Präsident Wolfgang Niersbach übernahm die „politische Verantwortung“ und trat zurück. Auch Fußball-Lichtgestalt Franz Beckenbauer geriet arg in den Fokus.

FORMEL 1 IN DEUTSCHLAND: Sowas hat man lange nicht gesehen - genauer gesagt seit 1960 nicht mehr: kein Formel-1-Rennen im Land der Autonarren und -bauer. Der klamme Nürburgring konnte sich nicht mit Formel-1-Chef Bernie Ecclestone über die Ausrichtungsgebühr für den Grand-Prix einigen. Auch der Hockenheimring sagte ab. Daraufhin wurde das Rennen ersatzlos gestrichen. 2016 soll die Formel 1 aber nach Deutschland zurückkehren.

FRAUEN-NATIONALMANNSCHAFT: Bei der WM in Kanada lief es nicht rund für Fußballerinnen von Trainerin Silvia Neid. Nach dem Aus im Halbfinale gegen den späteren Weltmeister USA folgte eine besonders enttäuschende Niederlage im Spiel um Platz drei gegen England. Einige Trainer aus der Frauenfußball-Bundesliga warfen der Bundestrainerin unter anderem taktische Fehler und zu wenig Flexibilität vor.

KEVIN GROSSKREUTZ: Der Dortmunder würde das Fußballjahr 2015 wohl gerne aus seiner Vita streichen. Zunächst war der Weltmeister meist verletzt. Unter dem neuen BVB-Trainer Thomas Tuchel spielte Großkreutz dann auf einmal keine Rolle mehr - und wurde auf den letzten Drücker an Galatasaray Istanbul verkauft. Doch beim Transfer gab es eine peinliche Panne: Istanbul reichte die Transferunterlagen zu spät ein. Obwohl die FIFA dem Allrounder keine Spielgenehmigung gab, zog der an den Bosporus. Spielen kann er aber erst 2016. Vielleicht wird das kommende Fußballjahr ja besser für ihn.

HOCKEY-NATIONALTEAMS: Beim Hallenhockey führt selten ein Weg an deutschen Siegen vorbei. Doch bei der Heim-WM in Leipzig konnten sowohl Frauen als auch Männer nicht ihre Titel verteidigen. Bei der EM im Sommer in London scheiterten die Frauen im Halbfinale. Die Männer kamen dort zwar weiter, blamierten sich dann aber gegen den Dauerrivalen aus den Niederlanden mit 1:6 im Finale.

AUDI: Das unsportliche Verhalten des Autobauers wurde bestraft: Wegen des Funkspruch-Skandals beim DTM-Rennen in Spielberg erhielt Audi die Rekordstrafe von 200 000 Euro und verlor alle bei dem Rennen geholten Punkte. Und auch insgesamt war es ein enttäuschendes Jahr für Audi beim Deutschen Tourenwagen Masters. Obwohl sie das beste Auto hatten, gab es für Ingolstädter sowohl in der Team- als auch in der Fahrerwertung keinen Titel.

WASSERSPRINGER : Die Deutschen fanden keinen rechten Schwung und mussten bei der WM in Kasan die schlechteste Sprung-Bilanz seit der Wiedervereinigung hinnehmen. Keine einzige Medaille gab es - beste WM-Platzierungen waren sechste Ränge in den Synchronwettbewerben. Europameister Martin Wolfram etwa scheiterte nach verkorksten Sprüngen im Turm-Halbfinale auf Platz 14.

BASKETBALL-NATIONALMANNSCHAFT: Mit viel Euphorie und Zuversicht starteten die Korbjäger in die EM-Vorrunde. Erstens durften sie alle fünf Spiele in Berlin bestreiten, zweitens waren mit Dirk Nowitzki und Dennis Schröder zwei Stars aus der nordamerikanischen Profiliga NBA am Start. Doch es wurde ein unglücklicher Auftritt, nach dem mühevollen Auftaktsieg gegen Island folgten vier Niederlagen. Dem Team fehlten Ruhe, Klasse und Kaltschnäuzigkeit.

LUCIEN FAVRE: Erst führte der Schweizer Borussia Mönchengladbach auf Platz drei der Fußball-Bundesliga und damit zum ersten Mal direkt in die Champions League. Doch nach der Sommerpause verlor der Taktik-Guru aus unbekannten Gründen die Kontrolle über das Team. Nach fünf Bundesliga-Pleiten in Folge trat Favre medienwirksam zurück.

VOLLEYBALL-NATIONALTEAMS: Sowohl Frauen als auch Männer wurden ihren hohen Ambitionen nicht gerecht. Die Frauen kamen bei der EM im Oktober nur auf Platz fünf, der Verband und Bundestrainer Luciano Pedullà trennten sich daraufhin. Männer-Coach Vital Heynen blieb nach Platz acht bei der EM immerhin im Amt.

Menschen des Jahres 2015 im Bereich Sport

Nicht nur die Ereignisse waren überraschen und überragend. Ganz besonders haben vier Menschen im vergangenen Jahr auf sich aufmerksam gemacht. Wir stellen Sie vor:

Sebastian Brendel: Ein Kanute wurde "Champion des Jahres"

Anfang Oktober stand Sebastian Brendel medial im Fokus wie sonst nur selten. Im türkischen Belek wählten Deutschlands Spitzensportler den Ausnahme-Kanuten zum nationalen „Champion des Jahres“ - und für einen Moment sah sich der 27-Jährige erinnert an die Zeit nach dem olympischen Goldgewinn 2012, als mit einem Mal alle etwas von ihm wollten. „Kurz nach dem Olympiasieg“ ordne er die Auszeichnung somit auch ein, kommentierte der Olympia-Hoffnungsträger der deutschen Paddler bei der zünftigen Feier am türkischen Strand.

Sportlich hat der Canadier-Spezialist längst alles erreicht, über seine 1000-Meter-Paradestrecke gilt er momentan als nahezu unschlagbar. Bei den Weltmeisterschaften im August vor den Toren Mailands feierte er über diese Distanz seinen zweiten WM-Titel in Serie. Was ihn antreibt, ist die Aussicht auf das zweite olympische Gold. Ins Rio-Jahr starte er „schon mit der Erwartung, auf jeden Fall eine Medaille zu holen“, erklärte der Potsdamer.

Andrea Petkovic: Karriereende nach enttäuschendem Jahr

Sportlich stand die einstige Top-Ten-Tennisspielerin in diesem Jahr erneut klar im Schatten ihrer Freundin und Fed-Cup-Kollegin Angelique Kerber. Bei den vier Grand-Slam-Turnieren kam die 28 Jahre alte Darmstädterin nie über die dritte Runde hinaus, am Saisonende kassierte sie eine Erstrunden-Pleite nach der anderen.

Auch abseits des Platzes sorgte die selbst ernannte Drama-Queen immer wieder für Schlagzeilen. In Wimbledon hatte die eloquente Hessin unter Tränen eine schwere Erkrankung ihrer Mutter öffentlich gemacht.

Zuletzt philosophierte sie nach einer 0:6, 0:6-Niederlage beim Turnier in Zhuhai über ein mögliches Karriereende, sprach von einem „schwierigen Jahr“ und bezeichnete die Zeit auf dem Platz und beim Training als „Folter“. Noch immer ist Petkovic auf der Suche nach einem neuen Trainer - und wird mit ziemlicher Sicherheit auch 2016 wieder reichlich Gesprächsstoff auf und neben dem Platz liefern.

Jürgen Klopp: Er begeistert auch England

Er löste Anfang Oktober in Liverpool eine wahre Euphoriewelle aus. Fußball-Trainer Jürgen Klopp hat nach seiner Unterschrift beim Premier-League-Club in kürzester Zeit die Herzen der Fans gewonnen. Für die englische Presse ist er nur noch „King Klopp“. „I am the Normal One“, sagte Klopp stattdessen über sich.

Normal waren seine Stationen aber eigentlich nie. Nach dem Ende seiner Profikarriere beim FSV Mainz 05 machte Emotionsmensch Klopp aus einem abstiegsbedrohten Zweitligisten einen Kultclub - und führte den Verein in die Bundesliga. Abseits seiner Trainerlaufbahn wurde Klopp zum angesehenen TV-Experten und zur Werbe-Ikone.

Ab 2008 formte er aus Borussia Dortmund ein Spitzenteam. Nach der Meisterschaft 2011 und dem Double ein Jahr später erreichte der 48-Jährige mit dem BVB 2013 das Champions-League-Finale (1:2 gegen Bayern). Mitte 2015 verließ Klopp die Borussen. Er wollte eigentlich eine längere Pause einlegen. Doch dann fragte Liverpool an.

André Schubert: Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

André Schubert erwies sich für Borussia Mönchengladbach bei der unerwarteten Suche nach einem neuen Trainer als wahrer Glücksfall. Der am 21. September nach fünf Niederlagen zum Saisonauftakt und dem Rücktritt von Lucien Favre als Interimslösung eingesetzte Fußball-Lehrer startete mit den „Fohlen“ eine berauschende Siegesserie. Mit sechs Erfolgen in seinen ersten sechs Spielen stellte er gar den Bundesliga-Debütantenrekord von Willi Entenmann ein. Zur Belohnung gab es von der Vereinsführung Mitte November einen Vertrag als Chefcoach bis 2017, nachdem Schubert im Sommer eigentlich als U23-Trainer verpflichtet worden war.

„Manchmal hat man das Glück, im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein“, stellte der 44-Jährige treffend fest. Dass Schubert für Gladbach der richtige Mann ist, hatten zuvor auch schon seine Spieler erkannt - und sich immer wieder für einen längerfristigen Verbleib des Trainers als Chef des Profiteams ausgesprochen.

dpa

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