Starke zweite Hälfte: DHB-Team gewinnt gegen Tschechien

Die deutschen Spieler bedanken sich nach dem 32:24-Sieg bei den Fans. Foto: Daniel Naupold
1 von 7
Die deutschen Spieler bedanken sich nach dem 32:24-Sieg bei den Fans. Foto: Daniel Naupold
Patrick Groetzki jubelt über einen Treffer. Foto: Daniel Naupold
2 von 7
Patrick Groetzki jubelt über einen Treffer. Foto: Daniel Naupold
Die deutschen Fans bejubeln einen Treffer des DHB-Teams. Foto: Daniel Naupold
3 von 7
Die deutschen Fans bejubeln einen Treffer des DHB-Teams. Foto: Daniel Naupold
Torwart Andreas Wolff jubelt nach einer Parade. Foto: Daniel Naupold
4 von 7
Torwart Andreas Wolff jubelt nach einer Parade. Foto: Daniel Naupold
Bundestrainer Dagur Sigurdsson gibt seinen Spielern Anweisungen. Foto: Daniel Naupold
5 von 7
Bundestrainer Dagur Sigurdsson gibt seinen Spielern Anweisungen. Foto: Daniel Naupold
Stefan Kneer zieht ab. Foto: Daniel Naupold
6 von 7
Stefan Kneer zieht ab. Foto: Daniel Naupold
Steffen Weinhold (l) im Duell mit dem Tschechen Jakub Szymanski. Foto: Daniel Naupold
7 von 7
Steffen Weinhold (l) im Duell mit dem Tschechen Jakub Szymanski. Foto: Daniel Naupold

Stuttgart (dpa) - Drittes Spiel, zweiter Sieg: Die deutschen Handballer kommen in WM-Form. Sechs Tage vor Turnierbeginn feierte die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) in Stuttgart im ersten von zwei Vergleichen gegen Tschechien einen 32:24 (14:16)-Erfolg.

Dank einer starken zweiten Halbzeit gelang dem Gastgeber mit den Rückkehrern Michael Kraus und Hendrik Pekeler gegen den möglichen WM-Achtelfinalgegner letztlich ein souveräner Erfolg.

"Es waren zwei verschiedene Halbzeiten. In der zweiten war es so, wie wir es von uns Anfang an vorgestellt hatten", meinte Uwe Gensheimer bei Sport1. Er war mit acht Treffern bester deutscher Torschütze vor 6211 Zuschauern in der ausverkauften Porsche Arena. "Wir haben in der zweiten Halbzeit nur acht Tore gekriegt, das war sicher einer der Schlüssel zum Erfolg", erklärte Mitspieler Paul Drux.

Am Samstag treffen beide Mannschaften zur WM-Generalprobe in Mannheim erneut aufeinander. In den ersten beiden Testspielen hatte das Team von Bundestrainer Dagur Sigurdsson mit 31:24 gewonnen und mit 24:25 verloren.

Die Partie begann mit einer Schweigeminute: In Solidarität mit den Opfern des Attentats auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" in Paris verharrten beide Mannschaften und die Zuschauer eine Minute in Stille.

Danach musste Michael Kraus auf seine Länderspiel-Premiere unter Sigurdsson 20 Minuten warten. Bis dahin hatte sich die deutsche Mannschaft einen 12:9-Vorsprung herausgespielt. Dabei überzeugte vor allem Paul Drux. Der Youngster von den Füchsen Berlin sorgte mit seinem zweiten von vier Treffern in der ersten Halbzeit für die 5:2-Führung (11.).

Doch nach einigen Wechseln kam ein Bruch ins deutsche Spiel. Wie schon bei der 24:25-Niederlage gegen Island traf das Team um Kapitän Gensheimer trotz bester Chancen das Tor nicht mehr. Ganz anders die Tschechen, bei denen der Kieler Filip Jicha erstaunlich passiv spielte und lange Zeit statt wie gewohnt im Rückraum am Kreis eingesetzt wurden. Die Gäste warfen fünf Tore nacheinander, so dass die deutsche Mannschaft mit 12:14 ins Hintertreffen geriet und mit einem 14:16-Rückstand in die Pause ging.

Dennoch hatte Bundestrainer Sigurdsson das Spiel seiner Mannschaft erstaunlich ruhig verfolgt. Seine einzige Auszeit in den ersten 30 Minuten nahm der Isländer erst kurz vor der Pausensirene, um noch einmal einen Angriff mit sieben Feldspielern und ohne Torhüter zu initiieren. Allerdings gelang trotz der Überzahl kein weiteres Tor.

Das zähe Ringen setzte sich in der zweiten Halbzeit fort. Sigurdsson kehrte zwar wieder zu seiner Ausgangsformation zurück. Doch die DHB-Auswahl musste um jedes Tor kämpfen, zumal Ex-Welthandballer Jicha bis zum 19:19 (39.) drei Treffer in Serie gelangen. Dennoch blieb der Bundestrainer bei seiner taktischen Marschroute mit Pekeler als vorgezogenen Spieler in der 5:1-Abwehr.

Der Lemgoer, der nach überstandenen Knieproblemen nachnominiert worden war, markierte dann auch per Konter die 21:19-Führung, ehe Kreisläufer Erik Schmidt beim 23:19 (44.) für die erste Vier-Tore-Führung sorgte. Danach hatte die deutsche Mannschaft die Partie im Griff, erhöhte durch Drux mit seinem fünften Treffer auf 28:20 (49.) und gewann überlegen.

Steckbriefe der Spieler

auch interessant

Kommentare