Werbeshooting in München

Bradl im tz-Interview: "Das große Ziel sind die Top Zehn"

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Stefan Bradl auf dem fertigen Plakat.

München - Mit der tz spricht MotoGP-Fahrer Stefan Bradl über Werbeshootings, Fortschritte und seine Möglichkeiten bei Aprilia.

Bitte recht freundlich! Bevor es für MotoGP-Fahrer Stefan Bradl zum Rennen nach Le Mans ging, stand etwas ganz anderes auf dem Terminplan: ein Shooting für einen seiner Sponsoren. Die tz begleitete den 26-jährigen Zahlinger in ein Fotostudio im Münchner Westen. Dort hieß es für etwa eine Stunde Posen statt Gasgeben. Aber auch in dieser Sache ist Bradl, der seit 2015 beim noch jungen Rennstall Aprilia unter Vertrag steht, bereits Profi. Schließlich hatte das Ganze im weitesten Sinne ebenfalls mit einem Motorrad zu tun (siehe Kasten). Am Sonntag (14 Uhr) wird es dann aber wieder so richtig sportlich. Bradl, der derzeit auf Rang 13 der Gesamtwertung steht, will in Le Mans um weitere Punkte kämpfen. Mit der tz spricht er über Werbeshootings, Fortschritte und seine Möglichkeiten bei Aprilia.

Herr Bradl, Fotostudio statt Rennstrecke. Sind Werbeshootings für Sie ungewohnt?

Bradl: Nicht mehr. In einer Saison habe ich in der Regel bis zu 20 Shootings für Sponsoren und Werbepartner. Ich bin also daran gewöhnt (lacht).

Nach welchen Kriterien wählen Sie Ihre Sponsoren aus? 

Bradl: Es gibt zum einen die Sponsoren, die Aprilia unterstützen. Da habe ich bei der Auswahl natürlich keinen Einfluss. Dann gibt es aber auch noch meine eigenen Sponsoren. Ich schaue bei der Auswahl immer, dass es passt – sowohl thematisch als auch menschlich. Bei Ilmberger Carbon ist beides der Fall. Ich kenne den Besitzer Julius Ilmberger schon länger und das Unternehmen stellt Carbonteile und Racingzubehör für verschiedene Motorrad-Marken wie Aprilia, Ducati, Harley-Davidson und Honda her.

Wie ist es, sich selbst auf einem Plakat zu sehen?

Bradl: Wenn das Foto cool ist, natürlich nicht schlecht (lacht).

Am Sonntag findet das fünfte Rennen der Saison in Le Mans statt. Wie zufrieden sind Sie bisher mit Ihren Ergebnissen?

Bradl: Ich bin schon recht zufrieden. Wenn man bedenkt, wie neu unser Projekt mit Aprilia erst ist, sind unsere Ergebnisse durchaus gut. Unsere neue Maschine ist ja erst seit rund drei Monaten auf der Strecke im Einsatz.

Vor dem Rennen am Wochenende gab es noch einmal neue Teile für Ihr Motorrad. Aprilia arbeitet also weiter an der Verbesserung der Maschine. Gibt es Fortschritte?

Bradl: Ja, die gibt es. Die Techniker arbeiten hart an weiteren Verbesserungen. Wir haben für das Rennen in Le Mans einen neuen Motor und auch ein komplett neues Fahrwerk bekommen. Wobei erst noch getestet werden muss, ob es dann auch besser ist.

Liegt Ihnen die ­Strecke in Le Mans? 

Bradl: Le Mans ist okay. Nichts Besonderes im Kalender, aber ich fahre dort schon gerne. Meistens haben wir ein wenig Pech mit dem Wetter (lacht).

Was ist Ihrer Meinung möglich? 

Bradl: Eine Platzierung zwischen dem zehnten und dem 15. Rang ist nach wie vor ein Erfolg, weil wir damit in die Punkte fahren. Ich hoffe natürlich, dass uns das auch in Le Mans gelingt. Unser großes Ziel sind die Top Zehn. Wir hoffen, dass wir ab Saisonhalbzeit regelmäßig dabei sein können. Man darf aber wie gesagt nicht vergessen, wie frisch das ganze Projekt von Aprilia ist. Wenn man andere Hersteller wie zum Beispiel Suzuki anschaut, haben die auch mindestens zwei Jahre gebraucht, um Ergebnisse zwischen dem fünften und zehnten Rang zu erreichen. Also schaut es bei uns ganz gut aus.

Wo sehen Sie sich am Ende der Saison? 

Bradl: Mein siebter Platz in Argentinien war bis jetzt der Höhepunkt! Ich hoffe, dass wir noch das ein oder andere Mal in diesen Bereich kommen werden.

Interview: Lena Meyer

Fahrer & Werbegesicht

Auch das gehört zum Leben eines MotoGP-Piloten dazu. Mehrmals im Jahr steht Stefan Bradl für Werbeshootings seiner Sponsoren vor der Kamera. Mal sind es größere Unternehmen wie der Uhrenhersteller Tissot, mal lokal ansässige Unternehmen wie Ilmberger Carbonparts, zu dessen Fotoshooting die tz Bradl begleitete. Der Hersteller für Racingzubehör wirbt mit dem Zahlinger als prominentem Gesicht und Experten. Vom Shooting  bis zum fertigen Plakat dauerte es in diesem Fall gerade einmal eine Woche – auch weil die Bilder schnell im Kasten waren. „Mittlerweile sind auch solche Aufgaben Routine“, lacht Bradl.

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