Deutscher Altstar verschiebt Comeback

Tennisprofi Haas startet nicht in Monte Carlo

Tommy Haas. Foto: Paul Buck
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Tommy Haas.

München - Tommy Haas muss sich gedulden. Nach einem Jahr Verletzungspause kommen auch die anstehenden Turniere in Monte Carlo und Barcelona für den Routinier zu früh.

Tommy Haas muss weiter auf die Rückkehr auf den Tennisplatz warten. Nach den geplatzten Comeback-Versuchen jüngst in Indian Wells und Miami hat sich der 37-Jährige nun das ATP-Turnier in München vom 25. April bis 3. Mai zum Ziel gesetzt. „Da hoffe ich, an den Start gehen zu können“, sagte der Wahl-Amerikaner am Mittwoch bei seiner Landung auf dem Münchner Flughafen. Braun gebrannt und mit Baseballmütze bemühte sich Haas, Optimismus zu versprühen.

Der einstige Top-Ten-Spieler hat eine einjährige Reha-Pause hinter sich, ist nach seiner Schulter-Operation im Frühjahr 2014 nach wie vor nicht fit genug. Die anstehenden Sandplatzturniere in Monte Carlo und Barcelona kommen noch zu früh. „Das werde ich nicht mehr schaffen“, räumte er ein und unterstrich: „München ist das Ziel.“

Die lädierte und schon mehrfach operierte Schulter erlaube es momentan noch nicht, konkurrenzfähig servieren zu können. „Wenn ich nur mit 140 oder 150 Stundenkilometern aufschlagen kann, macht es keinen Sinn“, erklärte Haas. Daher scheint auch der Start bei den BMW Open in München noch offen zu sein - zumal bei dem Sandplatz-Event ein starkes Teilnehmerfeld um den schottischen Olympiasieger Andy Murray wartet. „Fast ein bisschen zu stark, um ehrlich zu sein“, kommentierte Haas lächelnd.

Trotz der langen Pause glaubt der gebürtige Hamburger an eine erfolgreiche Rückkehr auf die Tour. „Im Moment habe ich das Gefühl, auf dem Tennisplatz noch viel erreichen zu können“, sagte er. „Vom Kopf her habe ich tierisch Lust, Turniere zu spielen.“

Sollte dem Routinier das rechtzeitige Comeback gelingen, habe er auch noch einmal einen Einsatz im Davis Cup im Hinterkopf. Die deutsche Mannschaft kämpft im Herbst gegen den Abstieg aus der Weltgruppe. „Wenn es bei mir einigermaßen laufen sollte, wäre es schön“, sagte er. Mit dem neuen Teamchef Michael Kohlmann habe er sich jüngst bereits mehrfach ausgetauscht. „Aber September ist noch weit weg.“

dpa

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