Timo & Timo als Symbolfiguren: VfB-Jungspunde kriseln

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Der Stuttgarter Timo Baumgartl (r) vergräbt nach dem Schlusspfiff sein Gesicht ins Trikot. Foto: Ronald Wittek

Stuttgart (dpa) - An seinem Rekordtag hatte Timo Werner überhaupt keinen Grund zur Freude. Seinem Namensvetter und Teenager-Kollegen Timo Baumgartl ging es sogar noch schlechter.

Nach dem 2:3 (1:2) des VfB Stuttgart gegen Borussia Dortmund waren die zwei Teenager die traurigen Symbolfiguren der miserablen Lage beim Schlusslicht der Fußball-Bundesliga. Der 18-jährige Baumgartl musste sogar von den Fans getröstet werden. Beinahe zärtlich nahm ihn ein VfB-Anhänger in den Arm und tätschelte ihm die Wange. Wie schon gegen Hoffenheim hatte der Verteidiger einen großen Lapsus im Repertoire, den diesmal Marco Reus zum dritten Dortmunder Tor nutzte. "Es tut mir leid, dass das zum 1:3 geführt hat. Ich würde es gerne wieder gutmachen", sagte Baumgartl.

Werner, zwei Tage jünger als Baumgartl, hätte sich den Tag sicher gerne rot im Kalender markiert. Zum 50. Mal spielte er in der Bundesliga für seinen VfB. Mit 18 Jahren, 11 Monaten und 14 Tagen ist er nun der jüngste Spieler, der diese Marke im Fußball-Oberhaus erreicht hat. Bislang hielt Weltmeister Julian Draxler mit 19 Jahren und 5 Tagen den Rekord. Werner war nach dem Spiel aber offenbar bedient. Wortlos verließ er das Stuttgarter Stadion. Wie schon in den vergangenen Spielen hatte der Shootingstar gegen den BVB nur wenige gute Aktionen. Das letzte von bislang sieben Bundesliga-Toren liegt schon fast drei Monate zurück.

Werner und Baumgartl haben das Pech, in einem Stuttgarter Krisenteam reifen zu müssen - sie haben aber auch das Potenzial zu Stuttgarter Fußball-Helden. Geboren in Böblingen und Bad Cannstatt sind sie Jungs aus dem Ländle. Werner kam zum VfB, da war er gerade sechs Jahre alt. Baumgartl kam mit 14 aus Reutlingen. Den Jungstars einen Vorwurf zu machen, auf diese Idee kam auch niemand. "Ich bin mir sicher, dass wir im nächsten Spiel wieder den richtigen Baumgartl sehen", sagte VfB-Coach Huub Stevens. Es wird das 13. des Abwehrmannes sein - hoffentlich kein schlechtes Omen.

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